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Wirtschaft

Holz gewinnt an Bedeutung

Unternehmer Gerhard Gruber diskutierte mit Politikern und Verbänden über die Potenziale des Holzbaus in der Region.

Gerhard Gruber (Geschäftsführer Gruber Unternehmensgruppe), Tobias Weber (Obermeister Zimmerer-Innung Cham), Christian Preuß (Fachbereichsleiter Holz, Gruber), Dr. Markus Lemberger (Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement, Landratsamt Cham), Alexander Schulze (C.A.R.M.E.N. e.V.), Franz Löffler (Landrat Landkreis Cham), Gerhard Hopp (MdL), Georg Braun (Kreishandwerksmeister Cham), Theo Pregler (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Cham) und Karl Holmeier (MdB) (v. li.)  Foto: Foto: Gruber.
Gerhard Gruber (Geschäftsführer Gruber Unternehmensgruppe), Tobias Weber (Obermeister Zimmerer-Innung Cham), Christian Preuß (Fachbereichsleiter Holz, Gruber), Dr. Markus Lemberger (Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement, Landratsamt Cham), Alexander Schulze (C.A.R.M.E.N. e.V.), Franz Löffler (Landrat Landkreis Cham), Gerhard Hopp (MdL), Georg Braun (Kreishandwerksmeister Cham), Theo Pregler (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Cham) und Karl Holmeier (MdB) (v. li.) Foto: Foto: Gruber.

Rötz.Landrat Franz Löffler, Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier, Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp und Vertreter von Institutionen und Verbänden waren der Einladung von Unternehmer Gerhard Gruber gefolgt, gemeinsam über die Situation und Potenziale des Holzbaus in der Region zu diskutieren.

In ganz Deutschland, vor allem aber in Bayern, wird die klimafreundliche und energieeffiziente Holzbauweise immer beliebter. Der Fertigbauanteil in Bayern erreicht mit fast 24 Prozent einen Höchststand. Das gilt für Privathäuser, aber immer mehr auch für gewerbliche und öffentliche Bauten, so Gruber.

In nur elf Monaten vom Spatenstich bis zur Inbetriebnahme: Die 2016 erbaute Sporthalle in Rötz sei ein Beispiel für die Vorteile, die der Holzbau auch bei gewerblichen Bauten bieten kann. Durch die Vorfertigung in witterungsunabhängigen Produktionshallen könnten Holzgebäude zu jeder Jahreszeit produziert werden. Dazu kommen, so Gruber bei der Eröffnung, wichtige Aspekte des Klimaschutzes: Es gebe kein besseres Baumaterial als Holz, denn jeder Kubikmeter speichere eine Tonne Kohlendioxid. „Es ist ein Glück, dass wir den Baustoff Holz haben“, betonte Gruber, „mit nur drei Lkw-Fahrten wird beispielsweise ein ganzes Haus zur Baustelle gebracht – ein weiterer Aspekt des Klimaschutzes.“

Von fundamentaler Bedeutung sei es, dass der Baustoff Holz wesentlich mehr aus der Region kommen muss, betonte Landrat Löffler. Es sei bedauernswert, dass der Rohstoff oft über tausende Kilometer angefahren werde, „obwohl wir doch so viel bewirtschafteten Wald vor der Haustür haben.“ Es müsse erklärtes Ziel sein, „hier in unserer Region Produktionen zu etablieren, die genau das Holz produzieren, was für unsere Betriebe benötigt wird, zum Beispiel Konstruktionsvollholz. Wir wollen den regionalen Wirtschaftskreislauf fördern“, so Löffler.

Einigkeit herrschte in der Gesprächsrunde zum Thema der Bewirtschaftung des Waldes. „Der Wald ist die Basis des Wirtschaftens. Und die Wirtschaft ist die Basis des Waldes“, sagte Alexander Schulze. Gerade im Zeichen des Klimawandels kämen große Aufgaben auf die Waldbauern zu. Weite Teile der Waldflächen müssten umgebaut werden, damit der Wald auch in Zukunft wirtschaftlich gut nutzbar bleibe. Auch in der Bevölkerung müsse dieses Bewusstsein gestärkt werden, sagte Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier. Nur ein bewirtschafteter Wald sei aktiver Klimaschutz, nicht Wälder, die, sich selbst überlassen, zu Urwäldern würden.

Dass die Holzbauweise teurer sei als der Massivbau, das gehört nach den Worten von Gerhard Gruber der Vergangenheit an.

Anhand von Beispielen erläuterte der Unternehmer, wie sich die Preise zusammensetzen, und dass höhere Preise vor allem durch exklusivere Ausstattungswünsche der Kunden entstehen. Wer heute clever und sinnvoll plane, punkte beim Holzbau mit erstaunlich akzeptablen Quadratmeterpreisen. „Der Holzbau kostet das, was sich der Kunde wünscht,“ stellte Gruber weiter fest. „Dass der Holzbau teuer ist, ist Geschichte.“

Diese Auffassung teilte auch der Landtagsabgeordnete Gerhard Hopp. Allerdings sei noch viel Arbeit zu leisten, um die Konkurrenzfähigkeit des Holzbaus in den Vordergrund zu stellen.

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