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Versammlung

Hubertusschützen erhalten neue Heimat

Ein Anbau an das Sportheim der DJK wurde beschlossen. Der Schützennachwuchs verblüfft mit seinen Leistungen.
Ulrike Niklas

Die langjährigen, geehrten Mitglieder mit Gauschützenmeister Wolfgang Frank, Schützenmeister Willi Zankl und Bürgermeister Franz Pestenhofer Foto: Niklas
Die langjährigen, geehrten Mitglieder mit Gauschützenmeister Wolfgang Frank, Schützenmeister Willi Zankl und Bürgermeister Franz Pestenhofer Foto: Niklas

Reichenbach.Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter den Hubertusschützen Reichenbach, was in der kürzlichen Jahreshauptversammlung zum Ausdruck kam. Der Verein ist technisch modernst ausgerüstet, der Ausbildungsstand auf hohem Niveau und der Schützennachwuchs verblüfft mit seinen Leistungen nicht nur Gauschützenmeister Wolfgang Frank. Die Schützenjugend, begeistert und hochmotiviert, konnte Treffer und Erfolge präsentieren, dass man nur so staunt.

Die Schützen suchen ein neues Domizil. Dazu legte die Versammlung auch aufgrund dessen, dass die Zukunftsfähigkeit voll und ganz gegeben ist, ein eindeutiges Votum ab. Zunächst erfolgte der Rückblick des Schützenmeisters Willi Zankl, der Bände spricht. Nach sechs Neuaufnahmen, darunter fünf Jugendliche und ein Erwachsener, zählt der Verein 156 Mitglieder.

Stolz auf die Jungschützen

Der Ausbildungsstand bei den Schützen ist auf hohem Niveau: Elf Mitglieder besitzen die Jugendbasislizenz, 14 haben einen Waffenkundelehrgang absolviert, drei die Schießwartausbildung,sechs die Ausbildung zum Schießsportleiter, zwei Mitglieder besitzen die Trainer C LG/LP Lizenz, drei sind zum Jugendmaster ausgebildet. Der Schützenmeister dankte allen, die die Lehrgänge besucht und dafür ihre Freizeit geopfert haben.

Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte: In der abgelaufenen Saison konnten Daniel Medved, Sophia Hahn, Saskia Dengler, Verena Bohn, Mathias Heller und Daniel Eichinger in die Mannschaften der Schützenklasse integriert werden. Daniel Medved und Sophia Hahn wurden bereits in der Landesliga eingesetzt. Verena Bohn und Saskia Dengler sind in der Kreisligamannschaft eingesetzt, wobei Saskia als jüngste Schützin mit ihren Ergebnissen auf sich aufmerksam macht.

Mathias Heller und Daniel Eichinger haben sich in der Gauliga gut geschlagen. Mit Mona Winklmann haben die Hubertusschützen eine weitere Nachwuchsschützin, die im Gau als auch im Landesleistungszentrum durch ihre Leistungen positiv aufgefallen ist. Auch Maximilian Hochmuth hat sein erstes Ranglistenschießen in Pfreimd absolviert. In der jüngsten Schützenklasse zeichnet sich in der Disziplin Lichtschießen ebenfalls ein junges Talent ab.

Simon Klapper hat bei den Landesmeisterschaften LG und LP teilgenommen. Aufgrund seiner hervorragenden Ergebnisse wurde für ihn eine Sondergenehmigung beantragt, somit kann er in der Schülermannschaft eingesetzt werden. Als jüngste Schützin darf auch Sarah Eschl bereits an den Wettkämpfen teilnehmen. Schützenmeister Willi Zankl: „Wir können stolz sein auf diese und auf alle ungenannten Nachwuchsschützen.“

Auch bei den Bayerischen Meisterschaften spielte der Verein wieder ganz vorne mit. Lydia Hahn, Simone Dirscherl, Tamara Zankl, Michael Stöckl, Daniel Medved, Robin Rampf, Sophia Hahn, Saskia Dengler, Daniel Eichinger und Matthias Heller gingen an den Start. Die Juniorenmannschaft sicherte sich mit Daniel Medved, Michael Stöckl und Robin Rampf den zweiten Platz und ist 2. Bayerischer Meister.

Bei den Junioren B holte sich Daniel Medved den Titel des 2. Bayerischen Meisters. Tamara Zankl wurde bei den Junioren I 3. Bayerische Meisterin. Somit haben die Hubertusschützen zum 10. Mal in Folge Bayerische Meister und Mannschaftsmeister in ihren Reihen. Absoluter Höhepunkt des Schützenjahres war der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Landesliga - der größte Erfolg einer Mannschaft in der 65-jährigen Vereinsgeschichte.

Äußerst erfolgreich endete wieder das Regentalpokalschießen. Mit der Eintragung ins Vereinsregister dürfen die Hubertusschützen sich jetzt als e.V. bezeichnen und sind rechtsfähig.

Auch Neuanschaffungen wurden getätigt wie Schießhosen, Jacken usw.. Ebenso ein neues Gewehr, das von der Gemeinde mit 1000 Euro bezuschusst wurde, eine Lichtpistole (400 Euro Zuschuss Fußballstammtisch, 300 Euro Raiffeisenbank). Als große gesellschaftliche Aktionen sind der Weihnachtsmarkt, das Ferienprogramm und der Faschingszug zu nennen, sowie die Christbaumversteigerung. Hier ging ein besonderer Dank an die Krippenbauer. Der Schützenmeister dankte allen Personen und Vereinen und der Gemeinde, die ihn in seinen Tätigkeiten unterstützt haben, sowie allen Spendern. Ein Dank ging an alle Mitglieder, die neben der Ausübung des Schießsports ihre Freizeit opfern. Damit verbunden die Bitte: „Wir sind einer der größten und erfolgreichsten Schützenvereine im Gau Bruck mit langer Tradition. Das sollten wir auch künftig mit Stolz zeigen“. Sein Wunsch: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Es wäre schön, wenn wir wieder Hand in Hand mit der Gemeinde und den Vereinen an einem Strang ziehen würden.“

Neues Domizil

Der Verein braucht eine neue Heimat oder das Aus des Traditionsvereins ist eine Frage der Zeit. Vor dieser Entscheidung steht der Schützenverein, wenn seine Zukunft gesichert bleiben soll. Deshalb wurde ein Anbau an das Sportheim der DJK ins Auge gefasst. Willi Zankl erläuterte die Planungen, die natürlich auch finanzielle Anstrengungen mit sich bringen und Eigenleistungen erfordern.

Die Versammlung vertrat die Meinung, dass dies mit den voraussichtlichen Zuschüssen zu schultern sei und sprach sich einstimmig für diese Variante aus. Ebenso stimmten die Mitglieder dem Vorschlag zur Erhöhung der Beiträge zu, auch zur Unterstützung der Finanzierung des neuen Schützenheimes. Der Beitrag für Schüler und Jugendliche bis 18 beträgt künftig 20 Euro, für Erwachsene 40 Euro. Familienbeitrag 100 Euro (zwei Erwachsene und ein Kind, jedes weitere Kind ist frei). Lob gab es von Gauschützenmeister Wolfgang Frank: „Hut ab vor den Hubertusschützen. Einen derartigen Verein im Gau zu haben, macht einfach Freude.“ Der Gauschützenmeister kennt kaum einen anderen, der solche Leute in der Vorstandschaft hat, dessen Mitglieder so tatkräftig zugreifen.

Für Bürgermeister Franz Pestenhofer war die Jahreshauptversammlung die letzte in seiner Amtszeit bei den Hubertusschützen. Wie Schützenmeister Willi Zankl ihn verabschiedete, spricht für den Verein und unterstreicht die Feststellung des Gauschützenmeisters, dass man so eine Verbundenheit nur in Reichenbach finde. „Lieber Franz, in den letzten 20 Jahren, in denen ich Schützenmeister bin, hast du auf keiner unserer Veranstaltungen gefehlt.“ Zankl dankte aber auch für seine Hilfe in allen Belangen. (run)

Ehrungen

  • 40-jährige Mitgliedschaft:

    Christine Kirchberger, Sieglinde Zierer, Benno Reber

  • 50-jährige Mitgliedschaft:

    Siegfried Lichtenwald

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