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Kommentar

Hurra, es ist eine Geburt!

Ein Kommentar von Johannes Schiedermeier

Haben wir wieder was gelernt: Wenn in der Geburtshilfe von Veilchen die Rede ist, dann werden keine Blumen an Mütter überreicht. Es geht schon eher darum, mit möglichst wenigen blauen Augen davonzukommen.

Deswegen ist der Jubel auf beiden Seiten auch eher verhalten. Jeder hat dem anderen offensichtlich eine eingeschenkt. So wird man wohl auch noch ein wenig warten müssen, bis alle Augen wieder abgeschwollen sind und der Blick frei wird auf das Erreichte. Deswegen heißt es einstweilen nur: Hurra, es ist eine Geburt. Eine schwere noch dazu. Ob Bub oder Mädchen stellt sich noch raus. Dr. Bornhaupt geht sogar noch weiter. „Ich will erst die Nachgeburt sehen“, sagt er als erfahrener Geburtshelfer.

In einem aber sind alle einig. Das Verteilen von Veilchen an der Basis kann nicht die Lösung sein. Es wird Zeit, dass die politischen Schwergewichte in München und Berlin mal den Kassen eine einschenken. Vielleicht sollten sie auch ein paar wildgewordene Orthopäden auf die Bretter schicken: Wir hätten nämlich gerne mehr Geld für Kinder und weniger für künstliche Hüften und Knie. Sonst hinkt die Demografie weiter.

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