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„Ich freu mich aufs nächste Jahr!“

Siegi Mühlbauer hatte 2013 Spaß mit seinen Schülern, Spielfreude auf Lefima-Pauken und viele schöne Momente, die er nicht missen möchte.
Von Siegi Mühlbauer

Siegi Mühlbauer ist Musikkabarettist aus Leidenschaft. Foto: privat

Cham.Es ist wieder viel passiert. Damit wäre auch schon alles gesagt – eigentlich. Dennoch gibt es viel zu erzählen, man ist ja scharf auf die Details, oder? Ereignisreich war 2013 allemal, für meine zwei Kollegen, für mich und für unseren Tourbus. Der hat heuer das seine mitgemacht! Aber im Stich gelassen hat er uns nie. Nicht einmal die versehentliche, aber lautstarke Abfahrt über die Treppe eines niederbayerischen Schulhofes hat er uns übel genommen.

„Sie schaun total fertig aus!“

Obwohl das „Huawa, Meier und i- Jahr“ erst Mitte Februar mit den Proben für unser neues Programm „D’Würfel san rund“ begonnen hat, fing mein persönliches Jahr gleich wieder nach den Feiertagen an. Mit Schule! Mein Engagement am Joseph-von-Fraunhofer- Gymnasium war mir eine große Ehre, eine große Lehre und eine große Anstrengung neben meinem Hauptberuf als Musikkabarettist. Da habe ich erfahren, dass es viel schwieriger ist, vor einer Schulklasse zu stehen als vor einem Publikum. Höchstwahrscheinlich liegt es daran, dass die Schüler nicht für jede Vorstellung Eintritt bezahlen. Sonst wär’s, glaub ich, viel einfacher.

Im Gegensatz zu September 2012 hab ich nach den Weihnachtsferien gewusst, was auf mich zukommt und mir auch deshalb viele gute Vorsätze gemacht: strenger sein, mehr bestrafen, gemeinere Exen schreiben! Das alles ist nicht eingetroffen, und die Schüler waren mir dankbar. Vielleicht waren sie gerade deshalb einigermaßen brav, und bereit zur feißigen Mitarbeit. An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön an alle braven Schüler aussprechen – und auch an die Aufmüpfigen. Das gehört zum Jungsein dazu!

Ich erinnere mich gerne an einen Wortwechsel zu Beginn einer frühmorgendlichen Unterrichtsstunde. Schüler: „Herr Mühlbauer, ham sie gestern a Konzert gspielt?“ – „Ja, warum?“ – „Ja, weil, Sie schaun total fertig aus!“ – „Hock di hi und halt di staad“, hab ich mir nur leise gedacht. Die Pause danach habe ich wie so oft mit abgelegtem Kopf auf einem Tisch im Lehrerzimmer schlafend verbracht.

Die Arbeit mit der neu gegründeten Volksmusikgruppe am Fraunhofer hat mir viel Spaß gemacht. Aus anfänglichem Naserümpfen wuchs zunehmend die Begeisterung der teilnehmenden Schüler. Wir hatten viel Spaß mit der Folklore, die wir auch mal mit ein wenig „Gangnam-Style“ und andern Musikstilen würzten.

Nach der Premiere Anfang März starteten „Da Huawa, da Meier und i“ in die neue Saison. Vorher durfte ich noch bei einer grandiosen Musical- Produktion in Straubing mitwirken. Auf dem Programm stand „Oliver!“ – die Geschichte von Oliver Twist. Es war für mich wieder einmal die Gelegenheit, im Orchestergraben einen anspruchsvollen Schlagwerk-Part zu bestreiten. Ich konnte mit tollen Musikern und Schauspielern, egal ob Laien oder Profis, zusammenspielen und bekam erstklassige Instrumente von der Chamer Firma Lefima zur Verfügung gestellt.

Erst vor kurzem durfte ich ebenfalls auf Lefima-Pauken bei den großartigen Aufführungen des „Messias“ von Händel in der Chamer Klosterkirche mitwirken. Die Chamer, das sei hier erwähnt, stehen den Straubingern in nichts nach! Die Spiel- und Singfreude eines Torelli-Orchesters und eines „Lehrer und Mehra“-Chores sind einfach toll! Kunst und Kultur sind in Cham und im Landkreis lebendig, und die Politik ist hoffentlich weiterhin bemüht, dass es so bleibt. Die vielen Laienschauspiel-Gruppen, die Blaskapellen, die Kammerorchester, die Landkreismusikschule, Konzertreihen wie „Sommer am Regenbogen“, die Konzerte im Kloster Walderbach und die Liederbühne Robinson. Das alles beschert uns Jahr für Jahr schöne Erlebnisse und trägt zur Lebensqualität in unserer Region bei. Wenn daraus Leute entwachsen wie Toni Lauerer, Helmut A. Binser, Alexander Maria Wagner, Matthias Achatz und all die anderen, die den Landkreis nach außen hin repräsentierten, hat sich die Investition gelohnt.

In Bierzelten und Stadthallen

Das Jahr strich nur so an uns vorbei und unter den vielen Auftritten von Rottweil bis Wien und von Aschaffenburg bis Innsbruck, in Bierzelten, Stadthallen und Wirtshäusern – vor, während und nach der Jahrtausendflut – durften wir viele schöne Momente erleben. Zum Schluss bleibt das Dankeschön an die vielen Leute, die mich 2013 begleitet haben. Danke an meine Familie, Freunde und Kollegen, an den Huawa und den Meier. Ich freu mich aufs nächste Jahr!

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