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Szene

Im Juli ist wieder Pösinger Open-Air

Das Festival am Pösinger Bierl geht in das 27 Jahr. Viel Enthusiasmus und eine besondere Atmosphäre machten das möglich.
Von Rupert Schlecht

Wer Live-Musik mag, ist in Pösing goldrichtig. Foto: Simon Tschannerl
Wer Live-Musik mag, ist in Pösing goldrichtig. Foto: Simon Tschannerl

Pösing.Wenn Sommer ist und in Pösing Open Air, ist die Musik von Zeit zu Zeit auch übers Festivalgelände hinaus zu hören. Soll nicht heißen, dass einem die Klänge lästig sind. Im Gegenteil: Open Air macht blendende Laune, und neugierig, womöglich, wenn bisher noch nicht geschehen, endlich einmal höchst selbst zum Pösinger Bierl zu pilgern. Ungefähr so ist’s Andreas Hauser aus Wetterfeld ergangen.

Vor Jahren ist er aber noch etwas zu jung gewesen, um ins benachbarte Pösing aufzubrechen. Mit 14, 15 jedoch hat sich dies geändert. „Seither“, lässt Andreas Hauser wissen, „habe ich kein Open Air in Pösing mehr ausgelassen.“ Aus gutem Grund: Stimmung, Musik von tollen Bands und überall Leute, die man kennt und Jahr für Jahr wieder trifft – in Sachen Open Air in Pösing passt die Mischung. Und das wird auch heuer so sein, wenn das Festival am 28. Juli zum inzwischen 27. Mal steigt.

Reggae, Blues, Indie, Blasmusik

Andreas Hauser freut sich schon auf das Open Air 2018. Foto: R. Schlecht
Andreas Hauser freut sich schon auf das Open Air 2018. Foto: R. Schlecht

Die bei Besuchern aus nah und fern und seit Jahren renommierte Veranstaltung ist eng verknüpft mit jenem Verein, der den schönen Namen MUK Pösing e. V. trägt. MUK steht bekanntermaßen für Musik- und Kulturverein. Es ist jener Verein, der aus dem Pösinger Open Air entstanden ist. MUK tritt aber nicht nur als ehrenamtlicher Veranstalter des Open Air auf. Die Mitglieder  kümmern sich unter anderem auch um Konzerte und Partys generell in der Region um Cham und Roding.

Seit 2017 ist Andreas Hauser Mitglied im MUK.

Der Eintritt ist „FreiWillig“. Für alle, die den Veranstalter dieses Jahr mit realistischen Spenden (ab 15 Euro) unterstützen, gibt es ein Festival-Stoffband.Foto: Simon Tschannerl
Der Eintritt ist „FreiWillig“. Für alle, die den Veranstalter dieses Jahr mit realistischen Spenden (ab 15 Euro) unterstützen, gibt es ein Festival-Stoffband.Foto: Simon Tschannerl

Dort nimmt er sich der Öffentlichkeitsarbeit an. Schwer fällt ihm das nicht. Zeitig vor dem Open Air, heuer am 28. Juli, ist’s ihm ein Vergnügen, auf das mit klangvollen Bands bestückte Programm hinzuweisen. Dass der 30-Jährige auf Musik steht, vorzugsweise Rock, kommt ihm sicherlich zupass. Der Sound am Open Air ist aber vielfältig: Rock, Reggae, Pop, Blues, Indie, Blasmusik ... Auch heuer, logisch, steigt die Vorfreude von Tag zu Tag: „In diesem Jahr“, sagt Andreas Hauser, „wird’s auch sehr rockig.“

Nach Tschechien ausgeflogen

Um Bands für Pösing zu gewinnen, müssen die MUK-Mitglieder sozusagen schon zeitnah nach dem Open Air ihre Arbeit aufnehmen. „Nach dem Open Air ist vor dem Open Air.“ Dabei haben die Organisatoren nach dem Festival 2017 ein hohes Tempo vorgelegt. Im Dezember, sagt Andreas Hauser, habe quasi schon das komplette Line-up für das Open Air 2018 gestanden. Ein Selbstläufer ist das beileibe nicht (gewesen). Im Kernteam der Organisatoren von MUK e. V. krempeln 14 Leute die Ärmel hoch. Für ein „Planungswochenende zum Beispiel ist die Gruppe nach Tschechien gefahren. Um sich zu sortieren, nachzudenken und Ideen zu schmieden, tritt man gerne die Flucht aus dem Alltag an.

Das war das Pösinger Open Air 2017

Das Open Air kostet keinen Eintritt. Löblich. Andererseits freuen sich die Veranstalter über freiwillige Gaben der Open-Air-Besucher. Schließlich gilt’s die Unkosten zu decken. Außerdem treten Bands nicht zum Nulltarif auf. Bekommen sie aber mit, dass MUK e. V. nichts am Open Air verdient, kommen sie dem Verein in Sachen Höhe der Gage entgegen. Daher gilt den Musikern auch an dieser Stelle ein dickes Kompliment.

Kulinarisch und gesellschaftlich ist man bestens aufgestellt. Und es gibt auch Schmuck, T-Shirts sowie Kunsthandwerk.Foto: Simon Tschannerl
Kulinarisch und gesellschaftlich ist man bestens aufgestellt. Und es gibt auch Schmuck, T-Shirts sowie Kunsthandwerk.Foto: Simon Tschannerl

Als der Veranstalter 2017 das Open Air auf einen Tag beschränkt hat, sind mitunter Befürchtungen aufgekommen, dass Open Air würde in Zukunft womöglich ganz aus der Festivalszene verschwinden. Denkste, sagt Andreas Hauser. Das Open Air Pösing lebt. Und wie: „Aktuell denken wir sogar darüber nach, es künftig wieder an zwei Tagen auszurichten.“ Die Veranstalter von MUK e. V. schauen dementsprechend zuversichtlich in die Zukunft. In der näheren taucht der 28. Juli dieses Jahres auf. Dann ist wieder Festival am Bierl in Pösing.

Klar, so ein Open Air ist auch laut, was due Musikfans freut. Um aber etwaige Vierbeiner vor Lärm zu schützen, ist es laut Veranstalter ratsam, diese lieber daheim zu lassen. Foto: Simon Tschannerl
Klar, so ein Open Air ist auch laut, was due Musikfans freut. Um aber etwaige Vierbeiner vor Lärm zu schützen, ist es laut Veranstalter ratsam, diese lieber daheim zu lassen. Foto: Simon Tschannerl

Man hofft auf eine laue Sommernacht. Aber selbst, wenn es regnen sollte, gibt’s keinen Grund für Trübsalblasen. „Die Stimmung am Bierl steckt einfach jeden an.“ Und, wer weiß? – vielleicht lockt die Musik des Pösinger Open Air künftig noch viele neue Festivalbesucher nach ins Dorf, so wie einst Andreas Hauser. Der jedenfalls hat sein Kommen nie bereut. Er freut sich schon heute, im August wieder viele alte und neue Freunde und Bekannte zu treffen, die man sonst unterm Jahr kaum beziehungsweise gar nicht zu Gesicht bekommt. Das Open Air bringt die Leute mit Leichtigkeit zusammen.

Die Bands

Das Programm 2018 samt Bands: 10 Uhr: Blaskapelle Pfeffer, Wetterfeld, als Garant für Frühschoppen mit Kult; 13.30 Uhr: Flying Spoon, die Band lebt die Kraft des Rock ’n’ Roll; 14.30 Uhr: The Suspenders, Roding, mit Rockabilly-Musik geben sie Musik der 1950er zum besten; 15.30 Uhr: Code Of The Road, Pösing-Regensburg, die Jungs spielen schnell und druckvoll Sleaze Rock, mit Schlagzeug, Gitarre & Bass; 16.30 Uhr: The Leftovers, Regensburg, die Freunde spielen Blues, Rock, Heavy Metal; 17.30 Uhr: The Magic Mumble Jumble, Niederlande, hier gibt’s Folk, Pop, Indie, Jazz, Flower-Power-Weltmusik“; 19.30 Uhr: Cryptex, Hannover, zu hören: Mix aus Rock und Alternative mit Folk-Attitüde sowie Prog-Art; 21.30 Uhr: Heischneida aus dem Chiemgau – Mundart-Rock, Ska, Funk und Gypsy-Blues; 23.30 Uhr: Turbobier, an 365 Tagen im Jahr feiert Österreichs ultimative Punk-Rockband Party (Motto: „Hackedicht statt Doppelschicht“).

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