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Region Cham
Montag, 23. April 2018 25° 3

Aktion

Im Juli muss Furth im Wald aufblühen

Mitte des Jahres kommt die Bewertungskommission der Gartenschau in die Grenzstadt. Alle Bürger sollen dafür mitmachen.
Von Wolfgang Baumgartner

Besucher von Landesgartenschauen genießen vor allem die herrliche Blütenpracht. Foto: Arne Dedert/dpa

Furth im Wald.Im Juli fällt die Entscheidung, ob die Drachenstich-Stadt zu Zuschlag zur Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2026 bekommt. „Nachdem die Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen, Dagmar Voss, im Herbst vergangenen Jahres alle möglichen Aspiranten für eine Landesgartenschau besichtigt hat, ist Furth nun im Finale“, freute sich am Freitag Bürgermeister Sandro Bauer.

Zusammen mit seinen Bürgermeisterkollegen und den Faktionssprechern des Stadtrates sowie der Verwaltung präsentierte der Rathauschef den weiteren Fahrplan.

Bürgerworkshop am 23. April

Mit Hilfe der Machbarkeitsstudie der Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH Lohrer – Hochrain aus München, der Stadt und den Further Bürgern sollen dann die Weichen für den Besuch der Kommission im Juli gestellt werden. Dabei legt die Kommune großen Wert darauf, die Vereine, Institutionen und alle Bürger in das Projekt von Anfang an mit einzubeziehen. Vor diesem Hintergrund fand bereits im November ein Bürgerworkshop statt. Die Ideen, Anregungen und Impulse daraus sollen ebenso, wie die Visionen und Inspirationen eines zweiten Bürgerworkshops in die Machbarkeitsstudie miteinfließen. Diese zweite Veranstaltung findet am Montag, 23. April, um 19 Uhr, im großen Sitzungssaal statt. „Es sind wieder alle Bürger sehr herzlich eingeladen“, konstatierte der Rathauschef am Freitagnachmittag. Bis Juni muss der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen die Machbarkeitsstudie vorliegen, im Juli kommt dann die Kommission und fällt das Urteil. Die bisherigen Vorbereitungsarbeiten haben nach den Worten von Bürgermeister Bauer deutlich gemacht, dass die Stadt prädestiniert sei, für eine Landesgartenschau.

Die Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden sowie Vertreter der Verwaltung präsentierten am Freitag das Gartenschau-Konzept. Foto: wb

„Furth ist eine wunderschöne Stadt, allerdings gibt es eine Reihe von Bereichen, die dringend verbessert und aufgewertet werden müssen, gerade im Hinblick auf Ökologie, Landschafts- und Naturschutz“, betonte der Bürgermeister. Vor diesem Hintergrund sehen er und der gesamte Stadtrat in einer Landesgartenschau enorme Chancen. Das bestätigten am Freitag auch die Fraktionssprecher. Zuvor stellte der Leiter des Stadtbauamtes, Josef Beer den Konzeptentwurf vor. Primär gehe es bei einer Landesgartenschau um die Nachhaltigkeit und die Möglichkeit, mit staatlicher Unterstützung reichhaltige Impulse für eine umwelt- und naturfreundliche Stadtentwicklung zu setzen. Dauerhafte wertvolle Landschaftsräume und Erholungsflächen sollen geschaffen oder bestehende weiterentwickelt werden. Dies erfolge unter Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten. So könnten städtebauliche Fehlentwicklungen korrigiert, Stadtquartiere aufgewertet, Brachflächen saniert und kommunale Entwicklung beschleunigt werden. Eie Gartenschau bedeute auch eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Naherholung sowohl für die Bürger, als auch die Besucher und Gäste.

Während die Veranstaltung etwa vier Monate dauern werde, soll sie in der Folge über Jahre und Jahrzehnte hin sichtbar und erlebbar sein. Bauer denkt dabei an dauerhafte Grünflächen und die ökologische Aufwertung des Bereichs der Pastritz. Zudem sollte die Landesgartenschau eine Initialzündung für Folgeprojekte auch und vor allem im privaten Bereich sein. Als wertvolles Instrument diene dabei das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Gemanagt wird die Landesgartenschau von einer Gesellschaft, die zu jeweils 50 Prozent aus Vertretern der Stadt und der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen besteht. Für den Further Stadtrat ist eines klar: Die Landesgartenschau stärkt nicht nur die Kommune, sondern die gesamte Region, gibt Impulse für die Wirtschaft und fördert den Tourismus. Josef Beer stellte den Bereich um das Tagungszentrum als Ausgangspunkt der Landesgartenschau vor. Über die Regner-Brücke geht es dann weiter zum Volksfestplatz, unter die Eschlkamer Straße durch zur Grünfläche bei der Leonhardikirche, weiter zum Cave Gladium-Gelände und dann fortführend zum Wildgarten. Dieses Areal wird eingezäunt, die vielen Grünflächen sollen zum Teil für ein umfangreiches Rahmenprogramm genutzt werden. Zudem ist die Bepflanzung so angelegt, dass sich die Further Landesgartenschau immer wieder neu präsentiert. Damit werden Anreize für Gäste geschaffen, die Veranstaltung mehrmals zu besuchen.

Der Zeitplan

  • Pläne

    Im Herbst vergangenen besichtige Dagmar Voss von der Gesellschaft zur Förderung der Landesgartenschauen Furth im Wald und gab grünes Licht, sich für eine Gartenschau zu bewerben.

  • Studie

    Nun wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, mit der sich die Stadt bis Juni um eine Gartenschau bewirbt.

  • Entscheidung

    Im Juli kommt dann die Kommission und entscheidet. (wb)

Ökologischer Wohnungsbau

Ein Pilot-Projekt auf dem Areal der ehemaligen Späth-Brauerei soll ökologisches Wohnen im Stadtbereich veranschaulichen. Mit einer Uferpromenade soll die Lorenz-Zierl-Straße entlang der Pastritz aufgewertet werden. Auch das Thema „Drache im Zentrum“ ist Bestandteil der Gartenschau-Planung. Das Ganze steht und fällt allerdings mit der Beteiligung der Bürger. „Sie sind aufgerufen, sich einzubringen, mitzumachen und sich zu engagieren“, appelliert der Bürgermeister. Umland-Fraktionssprecher Michael Engl wies auf den enormen Image-Gewinn der Stadt durch eine Landesgartenschau hin. „Die Further könnten wieder stolz auf ihre Stadt sein!“ In die gleiche Kerbe schlug SPD-Fraktionssprecher Siegfried Ehrnböck. Nach seinen Worten ist die Gartenschau für die weitere Entwicklung der Stadt enorm wichtig. Toni Schmidt von den Freien Wähler dankte vor allem Vizebürgermeister Michael Mühlbauer, der sich seit Jahren enorm für eine Landesgartenschau in Furth einsetzt. Max Schmatz wies für die CSU im Stadtrat auf das „total schlüssige Konzept“ hin und betonte: „Die Landesgartenschau ist eine Investition für die kommenden Generationen!“ Der Terminus „Nachhaltigkeit“ trifft es nach den Worten von Andrea Pohmer von der Jungen Liste auf den Punkt. Mit der Gartenschau können weitere Anreize für Investoren geschaffen werden. Für Günter Stelzer von der CFW geht mit der Landesgartenschau ein Ruck durch die Stadt und er freut sich, „dass alle an einem Strang ziehen!“

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