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Im Mai ist im Garten viel zu tun

Frost wird es jetzt nicht mehr geben. Das bedeutet: Hobby-Gärtner haben jetzt viel zu tun. Für viele Sorten ist jetzt Pflanzzeit.
Jürgen Brandt

Tomaten mögen es sonnig. Sie fühlen sich im Hochbeet wohl. Foto: Jürgen Brandt
Tomaten mögen es sonnig. Sie fühlen sich im Hochbeet wohl. Foto: Jürgen Brandt

Waldmünchen.Jetzt sind die kalten Tage mit Nachtfrösten endlich vorbei und im Garten beginnt die Hochsaison. Bei den sommerlichen Temperaturen macht die Gartenarbeit gleich noch mehr Spaß. Vieles ist in den vergangenen Monaten schon erledigt worden und die erste Ernte steht bereits an. Salat , Radieschen, Kohlrabi und verschiedene Kräuter können bereits im Freiland geerntet werden. Wer ein Gewächshaus nutzen kann, hat möglicherweise auch schon Pflanzen herangezogen, die jetzt ins Freie gesetzt werden können. Tomaten, Gurken und Paprika warten darauf, an ihren endgültigen Standort zu kommen. Bei der Standortwahl müssen auch ihre Ansprüche berücksichtigt werden. Tomaten sollen vor Nässe geschützt und sonnig stehen. Eine unerschöpfliche Vielfalt neuer und alter Sorten für jeden Geschmack macht dabei die Auswahl nicht leicht. Auch für Gurken und Paprika gilt, dass ein sonniger und windgeschützter Standort die Voraussetzung für hohe Erträge und gesunde Früchte ist. Aber nicht nur die vorgezogenen Pflanzen wollen jetzt in die Erde. Auch viele Gemüsesorten können im Mai und auch später noch an Ort und Stelle ausgesät werden. Die Saat für Möhren, Bohnen oder Erbsen müssen jetzt ebenfalls in die Erde.

Gießen ist wichtig

  • Tradition:

    Die alte Bauernregel „Ist der Mai kühl und nass, füllt er dem Bauern Scheun und Fass“ bedeutet, dass die Pflanzen jetzt in der Wachstumsperiode ausreichend Feuchtigkeit brauchen. Nach dem extrem trockenen April ist das jetzt besonders wichtig.

  • Frost:

    Die Eisheiligen sind seit dem 15. Mai vorbei – auch empfindliche Pflanzen wie Tomaten und Gurken können jetzt nach draußen.

An den Stellen, wo die erste Ernte schon eingebracht ist, können nochmals Salat oder Kohl gepflanzt werden, auch für Rettich oder Zwiebel ist es noch die richtige Zeit. Wichtig für alle Pflanzen sind aber nicht nur die richtigen Abstände untereinander, sondern auch die Verträglichkeiten miteinander. So sollen Tomaten nicht neben Gurken oder Erbsen stehen, Zwiebeln vertragen sich nicht mit Bohnen, Kohl oder Radieschen. Aber etwas Experimentierfreude darf schon sein und ein bunt gemischtes Beet unterdrückt auch das Unkraut.

An den Obstbäumen ist die Blüte bei den meisten Obstsorten vorbei. Jetzt sind schon die ersten Fruchtansätze zu erkennen. Dabei kann man deutliche Unterschiede sehen. An Bäumen, die in den frostigen Tagen geblüht haben, sind die Blüten zum Teil erfroren. Die Bienen, wenn es in der Nähe noch Bienenvölker gibt, waren an den kalten Tagen nicht zum bestäuben ausgeflogen. Aber auch Wildbienen und Hummeln waren in den vergangenen Jahren deutlich mehr zu sehen.

Salat und Kohlrabi können schon geerntet werden. Die Brennnessel ist hier nicht Unkraut sondern überlebenswichtiges Raupenfutter für mehr als 30 heimische Falter.  Foto: Jürgen Brandt
Salat und Kohlrabi können schon geerntet werden. Die Brennnessel ist hier nicht Unkraut sondern überlebenswichtiges Raupenfutter für mehr als 30 heimische Falter. Foto: Jürgen Brandt

Aber nicht nur Obst und Gemüse verlangen jetzt nach optimalen Wachstumsbedingungen. Jeder Gartenfreund hat sicher auch eine Vielzahl an Blumen in seinem Garten, die jetzt anfangen zu blühen und eine Freude für das Auge und auch für viele Insekten sind. Bienenfreundliche Sorten oder auch eine Blühwiese sind dabei ein wichtiger Beitrag, um die Artenvielfalt zu erhalten, Platz dafür wird sich überall finden lassen.

Auch wenn jetzt im Garten viel Arbeit auf den Gärtner wartet, soll dabei doch die Freude an der Gartenarbeit nicht zu kurz kommen. Nach getaner Arbeit findet sich auch noch Zeit, den Garten zu genießen. Gerade in der jetzigen Zeit, unter den Ausgangsbeschränkungen durch Corona, ist wohl jeder Hobbygärtner froh über diese sinnvolle Betätigung in der Natur. (wbr)

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