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Immobilie in Cham steht für 3,2 Millionen Euro zum Verkauf

Früher Villa eines jüdischen Kaufmanns, heute Ärztehaus: Das Haus an der Bahnhofstraße 1, das jetzt zum Verkauf steht.

CHAM.Solch ein Objekt ist nicht alle Tage zu haben: Über 1800 Quadratmeter vermieteter Nutzfläche auf rund 2600 Quadratmetern Grund. Und das zentral gelegen. Für 3,2 Millionen Euro steht die Immobilie an der Bahnhofstraße, in der sich Arztpraxen, Apotheke und Physiotherapie-Praxen eingemietet haben, zum Verkauf. Allein auf über 230000 Euro summiert sich die Nettomiete für die Räumlichkeiten. Im Mittelpunkt der Immobilie steht eine 1908 gebaute, barockisierte und denkmalgeschützte Villa mit Jugendstilelementen des Regensburger Architekten Josef Koch, der auch die Schoyerer-Villa und das Rhanerbräu-Stüberl erbaut hat. Bauherr war 1908 die jüdische Handelsfirma Teller und Klein. Das Haus diente dem Firmengründer Ignatz Klein als Wohnsitz. Er betrieb einen Großhandel mit landwirtschaftlichen Waren, trug den Ehrentitel Kommerzienrat und hatte für die Lagerhalle hinter der Villa sogar einen Gleisanschluss. 1938 wurde die Firma von den Nazis zur Aufgabe gezwungen, 1939 emigrierte der Sohn Fritz Klein in die USA. Ignatz Klein war 1933 gestorben. Es gebe einige Interessenten, da das Haus in sehr gutem Zustand und voll vermietet sei, so Immobilienmakler Karl Wanninger auf Nachfrage. Besitzer sind derzeit das Ehepaar Vetter und der Chamer Architekt Harald Brunner.

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