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Pilgern

In Altötting gut angekommen

Rodinger Fußwallfahrer bewältigten die 135 Kilometer-Wegstrecke ohne Probleme. Sehr viele junge Teilnehmer waren dabei.
von Jakob Moro

Die Rodinger Wallfahrer sind glücklich in Altötting gelandet. Foto: Jakob Moro
Die Rodinger Wallfahrer sind glücklich in Altötting gelandet. Foto: Jakob Moro

Roding.An Mariä Himmelfahrt machten sich mehr als 70 Rodinger Fußwallfahrer vom Heilbrünnl aus zum mittlerweile 37. Mal auf den Weg nach Altötting. Der jüngste Pilger war dabei acht, der älteste 81 Jahre alt. Vier Tage lang waren die Teilnehmer betend und singend unterwegs, bis sie schließlich am Sonntag wohlbehalten in Altötting ankamen. Pfarrer Berno Lässer begleitete die Wallfahrergruppe dieses Jahr an allen vier Tagen und betete mit den Pilgern. Seine Impulse wirkten dabei besonders bereichernd. Die Gruppe bildete eine harmonische Gemeinschaft und schöpfte miteinander Kraft aus dem Weg.

In der Gnadenkapelle endete der lange Fußmarsch, wo die Wallfahrer andächtig und mit kräftiger Stimme das Lied „Schwarze Madonna“ sangen. Beim Abschlussgottesdienst spielte Georg Dieß die Orgel: Der als Organist in der Rodinger Stadtpfarrkirche bekannte Dieß war zufällig in Altötting und erklärte sich zur Freude der Pilger spontan bereit, die musikalische Gestaltung zu übernehmen.

Wie lebendig die Wallfahrt über die Jahre hinweg geblieben ist, zeigen die ungebrochene Begeisterung und die Anziehungskraft, die von ihr ausgeht: In diesem Jahr freute sich die Pilgerleitung sehr über die vielen jungen und neuen Teilnehmer, die sich das erste Mal mit den Rodingern auf den Weg machten. Besonders das Engagement eines neunjährigen Jungen begeisterte sie: Er brachte sich an den vier Tagen als Vorsänger und Vorbeter ein.

Gleichzeitig gibt es zahlreiche erfahrene Pilger, die schon seit vielen Jahren dabei sind: Heuer wurden Teilnehmer geehrt, die bereits fünf, zehn, 15, 25 und sogar einer 30 Mal mit den Rodingern nach Altötting gingen.

Zum ersten Mal brannte während der vier Tage dieses Jahr eine Kerze der Wallfahrer am Heilbrünnl. Die Pilger freuten sich über die vielen Rückmeldungen derer, die die Kerze in der Kirche besuchten und ihnen ihre guten Wünsche oder Anliegen mit auf den Weg gaben.

Wie jedes Jahr treffen sich die Wallfahrer am 2. Oktober um 18.30 Uhr am Heilbrünnl zu einer kleinen Andacht und gehen anschließend in die Wallfahrtsgaststätte. Hierzu sind alle eingeladen – jeder, der schon einmal selbst dabei war oder der vielleicht einmal mitgehen möchte. In der Gaststätte lassen die Wallfahrer ihre Erinnerungen Revue passieren. Das Organisationsteam bedankt sich auf diesem Weg auch bei den Gönnern und Unterstützern der Wallfahrt sowie bei den Gastfamilien für die herzlichen Aufnahme.

Begonnen hatte die Wallfahrt am 15. August mit dem 8 Uhr-Gottesdienst am Heilbrünnl. Nach dem Pilgersegen machten sich die Wallfahrer auf den Weg und erreichen nach drei Stunden Hofstetten, wo sie zu Mittag aßen. Danach zog die Pilgergruppe weiter nach Wiesenfelden, Saulburg und Kirchroth. In Kirchroth verbrachten sie die erste Nacht.

Am nächsten Tag ging es nach Kagers, zur Mittagspause nach Salching, nach Hailing und nach Mamming. Von dort aus führte die Tour am nächsten Tag über Reisbach, Haberskirchen, Rimbach nach Huldsessen, wo übernachtet wurde. Die Wegstrecke an den ersten drei Tagen war jeweils etwa 37 Kilometer lang, die Rodinger waren jeweils etwa acht Stunden unterwegs. Am vierten und letzten Tag gingen sie „nur“ noch 25 Kilometer und brauchten für diese etwa fünf Stunden.

Altötting-Wallfahrt

  • Strecke:

    Die 135 Kilometer lange Wegstrecke legten die Pilger an vier Tagen zurück. (rjm)

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