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Rede

In Cham ankommen ist leicht gemacht

Oberst Björn Schulz verteilte beim Neujahrsempfang der Stadt Cham großes Lob, sprach aber auch ernste Themen an.
Von Petra Schoplocher

„Im Tiefsten unseres Herzens sind wir alle Pazifisten.“: Oberst Björn Schulz, Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberpfalz, bei seiner Rede Foto: si
„Im Tiefsten unseres Herzens sind wir alle Pazifisten.“: Oberst Björn Schulz, Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberpfalz, bei seiner Rede Foto: si

Cham.In Cham ist offenbar vieles anders, zumindest, wenn man die Stadt mit den Augen von Oberst Björn Schulz sieht. „Wie hier heimisch werden gelingt, ist einmalig“, schwärmte der Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberpfalz beim Neujahrsempfang von Stadt und Bundeswehr.

„Alle, die uns besuchen, sind neidisch auf die Integration und Teilhabe, die wir hier erleben dürfen“, sagte er dankbar. Der Tag der Offenen Tür aus Anlass 60 Jahre Standort habe auf großartige Weise die Verbundenheit zwischen Stadt und Soldaten gezeigt.

Herzlichkeit überzeugte

Ihn persönlich habe ab dem ersten Chamer Tag die Herzlichkeit und Wahrhaftigkeit bewegt, mit denen die Menschen ihm begegnet sind, erzählte er später. Der 52-Jährige weiß noch genau, was passierte, als er seinem Vor-Vorgänger, Brigadegeneral André Bodemann, von seiner Versetzung nach Cham berichtete. Dieser habe ihn spontan in den Arm genommen und beglückwünscht.

„Kontakt“ mit Cham hatte er schon zuvor, als er mit Bodemann in Afghanistan stationiert war. Da standen Schüsseln voller Lebkuchen und Plätzchen, geschickt von Stadt, Organisationen oder Wirtschaftsjunioren. „So etwas hab’ ich noch nicht erlebt“, unterstrich Schulz. Mittlerweile sage auch seine Familie, die im Sommer im Bayerwald („für uns Nordlichter ist das schon Hochgebirge“) Urlaub gemacht habe: „Hast du das gut hier.“

Ereignis

Mahnende Worte beim Chamer Jahresempfang

In der Stadthalle herrschte am Mittwochabend besondere Stimmung. Der Chamer Kampl war dieses Mal grün angehaucht.

Abschreckung ist wichtig

Bei allem warmherzigen Fokus auf Cham schlug der Kommandeur auch ernste Töne an. „Nichts, gar nichts ist mehr sicher“, rüttelte er auf. Für die Bundeswehr bedeutet dies, kriegstauglich zu sein, um eine glaubwürdige Abschreckung darzustellen. Dass die Soldaten da Rückhalt in der Bevölkerung spüren wie in Cham, sei da eine große Hilfe. Ablesbar sei das auch an der Art, wie Übungen und Manöver gesehen würden, zuletzt im vergangenen Jahr der „Grantige Löwe“. Während woanders Klagen und Beschwerden kämen, sei das „hier kein Thema“.

Schulz informierte, dass Aktive seiner Brigade im Auslandseinsatz waren und sind, in Mali, Litauen und dem Kosovo. Eine Lanze brach er für die Nato. „Sie ist ein Wertebündnis und steht für Sicherheit.“ Dieses und die Heimat zu verteidigen, sei die Aufgabe, um die Welt ein Stück friedlicher zu machen.

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