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Kleinkunst

In Roding ist der Boss bald tot

Die Hobby-Schauspieler des Kulturvereins bringen einen Krimi auf die Bühne, bei dem das Publikum zum Ermittler wird.
Von Thomas Mühlbauer

Ein Bild aus der letzten Theatersaison: die Theatergruppe des Kunst- und Kulturvereins spielet heuer „Der Boss ist tot“.  Foto: Thomas Mühlbauer
Ein Bild aus der letzten Theatersaison: die Theatergruppe des Kunst- und Kulturvereins spielet heuer „Der Boss ist tot“. Foto: Thomas Mühlbauer

Roding.Es herrscht wieder Theaterzeit in der Stadt Roding, denn die Theatergruppe des Kunst- und Kulturvereins ist gerade wieder dabei ein neues Stück einzuproben, dass am Freitag, 22. März um 20 Uhr in der Fronfeste seine Premiere feiern wird.

Entschieden haben sich Eva Zieba und ihre Mitstreiter in diesem Jahr für die Krimikomödie „Der Boss ist tot“. So viel sei bereits vorab zum Stück verraten: Der „Boss“ Ricardo Kurz hielt seine Bande streng an der Kandare. Mit Verbrechen übelster Art bis hin zum Mord bestritten die Mitglieder ihren Lebensunterhalt. Keiner wusste genau, welche Dinger der Boss gerade mit wem am Laufen hatte. Und so ist das Vertrauen innerhalb der Bande auch nicht sehr ausgeprägt.

Nach der Party ist er tot

Aufführungen: Gespielt wird am Freitag, 22. März, Samstag, 23. März und Freitag, 29. März, jeweils um 20 Uhr. Eine weitere Aufführung findet am Sonntag, 31. März, um 11 Uhr jeweils in der Fronfeste statt. Foto: Stephanie Berg
Aufführungen: Gespielt wird am Freitag, 22. März, Samstag, 23. März und Freitag, 29. März, jeweils um 20 Uhr. Eine weitere Aufführung findet am Sonntag, 31. März, um 11 Uhr jeweils in der Fronfeste statt. Foto: Stephanie Berg

Nun ist der Boss tot, nach einer Party wird er ermordet in seinem Zimmer aufgefunden. Die Party wurde gefeiert zu Ehren von Kommissar Euler, der die Bande jahrelang verfolgt hatte, jedoch den Boss nicht stellen konnte und nun in Pension geht. In die Ermittlungen ist er dennoch eingebunden. Es wird sozusagen sein letzter Fall. Leitender Ermittler ist jedoch der Beamte Linde, ein ambitionierter Neuling mit wenig Ahnung vom Boss und seinem Umfeld. Es werden Spuren gesichert, Beweisstücke gefunden, Verhöre geführt und Motive hinterfragt.

Quiz: Auch für die Zuschauer haben sich die Theaterspieler als Ergänzung zum Schauspiel etwas einfallen alssen. Bei einem Quiz zum Stück gibt es pro Aufführung jeweils einen Preis zu gewinnen. Foto: Stephanie Berg
Quiz: Auch für die Zuschauer haben sich die Theaterspieler als Ergänzung zum Schauspiel etwas einfallen alssen. Bei einem Quiz zum Stück gibt es pro Aufführung jeweils einen Preis zu gewinnen. Foto: Stephanie Berg

Jeder verdächtigt jeden und jeder ist sich selbst der Nächste. So stellt sich für die Besucher schlussendlich die Frage - werden Euler und Linde den Mord aufklären? Stephanie Berg und Eva Zieba lassen im Gespräch mit unserem Medienhaus zu der Auswahl des Stückes wissen, dass man bereits im Herbst mit der Stückauswahl begonnen hat, dabei beginnt alles mit der traditionellen Leseprobe. „Es ist immer das Schwierigste, bis das Stück gefunden ist. Denn wir haben nur eine begrenzte Anzahl an Spielern zur Verfügung, zudem ist der Platz in der Fronfeste begrenzt“, so Stephanie Berg.

Dennoch hat der Ort für alle Spieler einen besonderen Reiz, den man nicht missen möchte. In der diesjährigen Krimikomödie wirken neun Darsteller mit. Insgesamt umfasst der Spielerpool der Theatergruppe 15 Personen. So ist der Verein auch immer wieder auf der Suche nach Neuzugängen, die jederzeit bei den Proben oder auch Aufführungen vorbeischauen können. Wie Stephanie Berg und Eva Zieba unisono betonen, wurde nach der ersten Leseprobe entschieden, dieses Stück in dem Jahr zu spielen.

Spieler: Mit dabei sind Alex Bauer, Anton Berg, Stephanie Berg, Reinhold Daschner, Stefan Hamich, Elvira Mösbauer, André Patenge, Teresa Schwarz und Jasmin Tobor. Die Theatergruppe wird von Eva Zieba geleitet. Foto: Stephanie Berg
Spieler: Mit dabei sind Alex Bauer, Anton Berg, Stephanie Berg, Reinhold Daschner, Stefan Hamich, Elvira Mösbauer, André Patenge, Teresa Schwarz und Jasmin Tobor. Die Theatergruppe wird von Eva Zieba geleitet. Foto: Stephanie Berg

Nachdem man sich im Jahr 2018 für eine Satire entschieden hatte, bot sich in diesem Jahr diese Krimikomödie an. Doch wie weiß man, welche Rolle zu welchem Spieler passt? Eva Zieba sagt dazu: „Man entwickelt mit den Jahren ein gewisses Gespür, auf wen die Rolle passen könnte. Ich habe da schon immer eine gewisse Vorauswahl im Kopf und eigentlich passt diese zu 90 Prozent immer.“ Seit Oktober befindet man sich schließlich in den Proben. Je näher es an die Premiere hingeht, desto öfter trifft man sich in der Fronfeste, zum Schluss oft bis zu drei Mal in der Woche. Geprobt wird dabei immer zwischen drei und vier Stunden. Doch was ist der Reiz in diesem Jahr an dem Stück „Der Boss ist tot“?

Wie Stephanie Berg betont, ist einfach bis zum Schluss nicht klar, wer nun der Mörder ist, die Zuschauer haben dabei die Möglichkeit, bis zum Schluss selbst mitzuraten. Bei jeder Aufführung – vier werden es am Ende sein – haben die Zuschauer die Möglichkeit, an einem Quiz teilzunehmen, wo man fünf Fragen zum gesehenen Stück beantworten muss. „Man muss hier schon aufpassen, um die Fragen am Ende auch richtig beantworten zu können“, weiß Eva Zieba. Und die neun Schauspieler, die vom gesamten Umkreis kommen, gar bis aus Regensburg, freuen sich schon auf die Aufführungen.

Erlös ist für Jubiläumsbeitrag

Karten: Eintrittskarten gibt es bei Eva Zieba unter der Nummer (09461) 4439 Handy (0151) 10663095; Email: ewkolo@aol.com. Die auf Namen reservierten Karten liegen an der Kasse bereit. Foto: Stephanie Berg
Karten: Eintrittskarten gibt es bei Eva Zieba unter der Nummer (09461) 4439 Handy (0151) 10663095; Email: ewkolo@aol.com. Die auf Namen reservierten Karten liegen an der Kasse bereit. Foto: Stephanie Berg

„Das ist natürlich der Höhepunkt für uns im Jahr“, so Stephanie Berg, die von Beginn an schon dabei ist. Denn seit Jahren sind die Vorstellungen nahezu ausverkauft. Doch auch bei der Theatergruppe des Kunst- und Kulturvereins gibt es das bekannte Sprichwor: Nach der letzten Aufführung ist vor der nächsten Aufführung. „Wenn alle vier Vorstellungen vorbei sind, dann ist jeder erst einmal geschafft, doch nach vier Wochen setzt dann schon wieder ein leichtes Kribbeln ein“, bringt Eva Zieba die Situation treffend auf den Punkt.

In diesem Jahr wird die Pause sowieso noch etwas kürzer ausfallen, da die Theatergruppe auch bei Roding International mitwirken wird. Die Theatergruppe will mit dem Erlös aus den Aufführungen dieses Stückes auch einen Beitrag zum Rodinger Jubiläumsjahr leisten, der allen zugute kommt. So wird man in Zusammenarbeit mit der Stadt einen öffentlichen Bücherschrank einrichten. Dieser soll in einer ehemaligen Telefonzelle zentral in Roding aufgestellt werden. Jeder kann dort ungelesene, nicht mehr gebrauchte oder ungeliebte Bücher abliefern und sich auch Lesestoff mitnehmen.

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