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Glaube

In Roding neue Diener der Kirche geweiht

In der Rodinger Pfarrkirche hat Bischof Rudolf Voderholzer sechs Kandidaten durch Handauflegung die Diakonenweihe gespendet.
Von Bastian Schreiner

Durch Handauflegung weihte Bischof Rudolf Voderholzer die sechs jungen Männer am Samstag zu Diakonen. Foto: Schreiner
Durch Handauflegung weihte Bischof Rudolf Voderholzer die sechs jungen Männer am Samstag zu Diakonen. Foto: Schreiner

Roding.Es war ein besonderer Festtag für die Pfarrei St. Pankratius, aber vor allem für die sechs Weihekandidaten: Bischof Rudolf Voderholzer hat am Samstag in der Rodinger Pfarrkirche Martin Seiberl, Matthias Nowotny, William Akkala, Kanikyam Arva, Balaswamy Kotte und Velangini Reddy Nagireddy durch Handauflegung zu Diakonen geweiht. Viele Verwandte, Freunde und Gläubige feierten den Pontifikalgottesdienst mit den neuen Dienern der Kirche.

Nach dem Einzug der großen Schar an Geistlichen unter feierlicher Orgelmusik übernahm Ortspfarrer Holger Kruschina die Begrüßung. Wie er sagte, habe er vor 22 Jahren, ebenfalls am 9. Dezember, die Diakonenweihe erhalten. „Das ist ein gutes Datum, sich auf den Weg zum Herrn zu machen“, meinte er mit einem Augenzwinkern.

Brücken des Gebets

Der Diözesanbischof im Kreise der neuen Diakone und der Konzelebranten. Foto: Schreiner
Der Diözesanbischof im Kreise der neuen Diakone und der Konzelebranten. Foto: Schreiner

Der Diözesanbischof freute sich, dass in diesem Jahr vier indische Mitbrüder unter den Kandidaten seien: „Dadurch können wir große Brücken des Gebets schlagen.“ Er dankte den Praktikums- und Heimatpfarreien der angehenden Diakone für die Vorbereitung und die Begleitung. Regens Martin Priller vom Priesterseminar der Diözese stellte die Weihekandidaten dann einzeln vor, die ihre Bereitschaft zum Dienst in der Kirche mit den Worten „Hier bin ich!“ bekundeten.

In seiner Predigt ging der Bischof auf Bedeutung und Aufgaben der Diakone ein. Das Wort stamme aus dem Altgriechischen und werde mit Helfer und Diener übersetzt. „Ihr stellt Euch in den Dienst für die Menschen und helft ihnen, Gott zu finden und zu entdecken“, sagte Voderholzer. Jesus sei Sklave für alle gewesen, die Diakone würden seine Nachfolge antreten. Sie sollen das Evangelium glaubwürdig und furchtlos verkünden und stets „Gottsucher“ bleiben. Diakone könnten predigen, Taufen spenden, Trauungen und Begräbnisfeiern leiten, Wortgottesdienste feiern, die Kommunion und Segnungen spenden. Dabei soll vermittelt werden, dass die Weitergabe des Lebens ein Geschenk ist. An erster Stelle stehe jedoch immer das Gebet, gab Regensburgs Bischof den Kandidaten mit auf den Weg.

Die Diakone verpflichten sich mit der Weihe zum Zölibat. „Als Nachfolger Jesu übernehmt Ihr seine Lebensformen und versprecht ehelos zu leben“, so Voderholzer. Die jungen Männer sollten sich nicht entmutigen lassen, falls das Versprechen öffentlich angezweifelt wird. Dabei wies er auch den Generalverdacht an Priester zurück: „Das Zölibat wird heute wohl so gut wie noch nie gelebt.“

Ehrfurcht und Gehorsam

Beim Beten lagen die Kandidaten mit dem Gesicht zum Boden vor dem Altar. Foto: Schreiner
Beim Beten lagen die Kandidaten mit dem Gesicht zum Boden vor dem Altar. Foto: Schreiner

Anschließend erklärten die sechs Männer ihre Bereitschaft, sich in den Dienst der Kirche nehmen zu lassen und versprachen dem Bischof, ihr Amt in Ehrfurcht und Gehorsam auszuüben und den Notleidenden und Armen zu helfen. Die Handauflegung mit dem Weihegebet besiegelte die Verpflichtung. Als Zeichen dafür, dass sie von nun an die Liturgie ausüben, wurden die Diakone mit Stola und Dalmatik eingekleidet. Im Anschluss wurde jedem das Evangeliar überreicht, ehe der Bischof und die Mitbrüder die Diakone umarmten.

Matthias Nowotny, dessen Praktikumspfarrei Roding war, wurde mit Stola und Dalmatik bekleidet. Foto: Schreiner
Matthias Nowotny, dessen Praktikumspfarrei Roding war, wurde mit Stola und Dalmatik bekleidet. Foto: Schreiner

Bei der Eucharistiefeier standen die neugeweihten Diakone, die 2018 im Regensburger Dom zum Priester berufen werden, mit am Altar: William Akkala (Herz Jesu, Bodapadu), Kanikyam Arva (St. Joseph, Nellore), Balaswamy Kotte (St. Michael, Siddayapalem), Velangini Reddy Nagireddy (St. Joseph, Markapur), Matthias Nowotny (Herz Jesu, Weimar) und Martin Seiberl (St. Johannes, Hemau).

Der Gottesdienst, den der Rodinger Kirchenchor unter der Leitung von Rosmarie Büchner, die Scholaren aus dem Alumnat des Priesterseminars St. Wolfgang und Claudia Fleischmann an der Orgel musikalisch gestalteten, ging mit dem Pontifikalsegen und dem Te Deum zu Ende.

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Diakonen-Weihe in Roding

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