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Baumaßnahmen

In Rötz „geht etwas voran“

Dr. Gerhard Hopp diskutierte mit den Verantwortlichen der Stadt Rötz über aktuelle kommunale Herausforderungen.
von Elisabeth Angenvoort

Ludwig Reger, Dr. Gerhard Hopp und Wolfgang Spießl bei der Begutachtung der Baustelle für die erste von insgesamt vier Brücken (von rechts)
Ludwig Reger, Dr. Gerhard Hopp und Wolfgang Spießl bei der Begutachtung der Baustelle für die erste von insgesamt vier Brücken (von rechts)

Rötz.Seit im Juli 2014 durch die Zustimmung des Rötzer Stadtrates im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens die Weichen für die Ortsumgehung gestellt wurden, ist viel passiert. Beim Ortstermin am Freitagmittag mit dem ersten Bürgermeister Ludwig Reger und seinem Stellvertreter Wolfgang Spießl überzeugte sich der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp vom Fortschritt der Baumaßnahmen. Die neue Umgehung soll Rötz auf einer Strecke von 2002 Metern von Westen beginnend umfahrbar machen. Sie endet mit der Einmündung in die B 22 nordwestlich von Hetzmannsdorf. Mittlerweile wurde mit dem Bau des ersten Brückenpfeilers von insgesamt vier Brücken begonnen. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa achteinhalb Millionen Euro. Der Landkreis Cham war in den vergangenen Jahren in straßenbaulicher Hinsicht ein Schwerpunkt, sowohl in Bezug auf die Bestandshaltung als auch auf den Neubau. Die Ausgaben sind „gewaltig gestiegen“, eine weitere Aufstockung ist langfristig notwendig. Es ist die „dringliche Aufgabe der Fraktion, für mehr Geld zu kämpfen“, sagte Hopp, denn die Staatsstraßen sind „Pflicht des Freistaates“. Wenn sechs Millionen Euro dem Haushalt zur Verfügung stehen und allein fünf Millionen durch den Straßenbau „verschlungen werden“, müsse man andere Projekte gut überdenken oder sogar aufschieben, erklärte der Abgeordnete: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber was geht, das machen wir.“

Der kommunale Finanzausgleich entspricht in 2019 einer Steigerung von zehn Prozent. Mittelfristig werde man bei etwa 150 Millionen Euro landen, prognostizierte Hopp. Diese Gelder werden dann allerdings „pauschal von der Regierung an die Kommunen verteilt“. Naturgemäss bringe eine Koalition zunächst Teuerungen mit sich; aufgrund neuer Programme und Kompromisse, die eingegangen werden müssen.

Die Frage ist, wo man investieren will. Hier steht Hopp ausdrücklich hinter den beiden Schwerpunkten seiner Fraktion: Familien- und Kommunalpolitik. Man müsse „gewaltig aufpassen“, hier in die Zukunft zu investieren. Das derzeitig hohe wirtschaftliche Niveau werde man langfristig nicht halten können. Bereits jetzt steigen die Baukosten derart, dass es kaum eine Maßnahme ohne Nachtrag gibt, sagte Hopp. Bürgermeister Ludwig Reger bestätigte dies: Auf der einen Seite habe man den wirtschaftlichen Boom, die Kehrseite davon sei eine immense Kostenexplosion: „ein Riesenthema“, nicht nur bezüglich des Straßenbaus.

Aktuell steht in Rötz die Erneuerung des Schuleingangsbereiches, des Allwetterplatzes sowie der Laufbahn (Aschenbahn) an. Diese Projekte sollen noch im laufenden Jahr abgearbeitet werden, sagte Reger. Zu den weiteren innerstädtisch geplanten Maßnahmen gehören die Sanierung der Schlesier- und der Sudetenstraße sowie der Kläranlagen Rötz und Bernried. Da in früheren Jahren bereits viel in das Wasserleitungssystem der Anlage Rötz investiert wurde, kommt hier die Härtefallregelung zum Tragen.

Der dritte Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt, beginnend auf Höhe der Bäckerei Dirscherl bis zum Bauhofer Weg, ist bis auf die Seitenbereiche fortgeschritten. Weiter anhängig ist die Umgehung Bernried. Bürgermeister Reger informierte Dr. Hopp zudem über die Planungen bezüglich der Pfarrstraße: Denkmalschutz und Städtebau sind in diesem Fall nicht einfach auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Genehmigt ist die gesamte Asphaltierung der Pfarrstraße, da das noch vorhandene Kopfsteinpflaster vor allem im Winter eine Gefahr für die Bürger darstellt.

Hopp erläuterte abschließend sein Anliegen, im Rahmen der „Bürgersprechstunden“ die Probleme der Bürger direkt vor Ort zu besprechen. In etwas mehr als fünf Jahren konnte er in insgesamt 85 Sprechstunden zahlreiche Gespräche „unter vier Augen“ führen. Ebenso wichtig sei die „gute Zusammenarbeit“ mit den Verantwortlichen der Stadt Rötz: Es sei „gut zu sehen, dass etwas voran geht“.

Bürgermeister Ludwig Reger bedankte sich seinerseits für das konstruktive Miteinander „das ganze Jahr hindurch“.

Ohne die Unterstützung und den Rückhalt bis hinauf zum Landrat sei „vieles gar nicht möglich.

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