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Natur

Insekten brauchen das ganze Jahr über Blüten

Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer referierte beim OGV. Ohne Bienen sähe es mit dem Ertrag im Garten schlecht aus.
Von Siegfried Volkner

Der OGV-Vorsitzende Siegfried Volkner dankte Fachberaterin Susanne Deutschländer. Foto: Volkner
Der OGV-Vorsitzende Siegfried Volkner dankte Fachberaterin Susanne Deutschländer. Foto: Volkner

Rimbach.. Der OGV Rimbach hatte in der letzten Woche wieder zu einem Vortragsabend ins Vereinslokal eingeladen. Dabei referierte Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer über Bienen und deren geflügelte Verwandten. Sie machte dabei deutlich, dass der Fleiß der Bienen im wahrsten Sinne Früchte trägt, denn ohne die Bestäubung von Pflanzen sähe es mit dem Ertrag schlecht aus. Jeder sollte etwas für die Insekten tun. Blühende Pflanzen sollten in keinem Garten, und sei er auch noch so klein, fehlen. Wichtig sei, dass nicht nur während eines kurzen Zeitraumes, wie im Frühjahr blühende Pflanzen Nahrung für die Insekten bringen, sondern während der gesamten Wachstumsperiode von Frühling bis Herbst.

„Bienen und Blüten – Frauenfleiß bringt Früchte“ so war das Thema eines Vortragsabends, zu dem der Obst- und Gartenbauverein eingeladen hatte. Trotz des etwas ungünstigen Wetters waren dazu knapp 30 Interessierte ins Gasthaus Zum Duife gekommen, die der Vorsitzende Siegfried Volkner dazu begrüßen konnte. Sein besonderer Gruß galt der Referentin, der Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer vom Sachgebiet Gartenkultur im Landratsamt Cham.

Die Referentin ging zunächst auf das Leben in einem Bienenstock ein, in dem es klare Arbeitsverteilungen gibt. Bienen gab es schon Tausende von Jahren vor dem Menschen. Die ersten Menschen, die sich auf das Sammeln von Honig spezialisierten, wurden Zeidler genannt. Sie suchten entweder wilde Bienenvölker im Wald, um deren Honig zu sammeln, oder schlugen in Bäume Höhlen in der Hoffnung, dass sich dort ein Bienenvolk einnistet, dessen Honig dann zu gegebener Zeit erbeutet wurde. Daraus entwickelte sich später die Imkerei. In unserer Zeit ist die Zeidlerei nahezu bedeutungslos, denn die Imker halten ihre Bienenvölker überwiegend in gezimmerten Kästen. Die Arbeitsbienen sind die zahlenmäßig meisten im Volk. Während diese in den ersten Tagen nach ihrem Schlüpfen Arbeiten im Stock verrichten, wie Reinigen, Wabenbau, Honigproduktion, Füttern der Königin und der Brut, werden sie dann Wächterinnen am Flugloch, um fremde Eindringlinge abzuwehren, bevor sie zum Sammeln von Nektar und Pollen ausfliegen. In ihrem kurzen Leben als Arbeitsbiene, legt sie eine Strecke zurück, die mehrmals um die Erde reicht. Gerade mal vierzig Tage wird eine Arbeiterbiene im Sommer alt, dann hat die anstrengende Arbeit den kleinen Körper so ausgezehrt, dass die Biene stirbt. Im Winter werden die Bienen dagegen ca. sechs Monate alt.

Im Frühling beginnt das Summen im Garten wieder, wenn Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, aber auch Schmetterlinge und Käfer die ersten Blüten besuchen. Blüten in den Gärten und in der freien Natur sind eine wichtige Nahrungsquelle. Im Sommer und Herbst wird das Nahrungsangebot geringer. Durch eine geschickte Pflanzenauswahl kann der Gartenbesitzer das Angebot aber erweitern und dazu beitragen, dass Insekten auch in dieser Zeit genug Pflanzen anfliegen können.

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