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Region Cham
Dienstag, 25. September 2018 13° 1

Projekt

Investition in Sicherheit in Walderbach

Die ausgebaute Kreisstraße, ein neuer Rad- und Fußweg sowie die Ampelanlage wurden am Donnerstag in Betrieb genommen.
Von Bastian Schreiner

Die offizielle Freigabe erfolgte am Donnerstagabend: Mit Vertretern der Baufirma, der Barmherzigen Brüdern, des Staatlichen Bauamtes und des Landratsamtes durchschnitten Landrat Franz Löffler (4. v. r.) und Bürgermeister Josef Höcherl (3. v. r.) das Band an der Einmündung nach Dieberg. Fotos: Schreiner
Die offizielle Freigabe erfolgte am Donnerstagabend: Mit Vertretern der Baufirma, der Barmherzigen Brüdern, des Staatlichen Bauamtes und des Landratsamtes durchschnitten Landrat Franz Löffler (4. v. r.) und Bürgermeister Josef Höcherl (3. v. r.) das Band an der Einmündung nach Dieberg. Fotos: Schreiner

Walderbach.Die Verkehrsfreigabe für die verbreiterte Kreisstraße CHA 28 von der Landkreisgrenze Schwandorf über Dieberg zur Staatsstraße 2149, den neuen Geh- und Radweg und eine Druckknopf-Ampel hat Franz Löffler am Donnerstag mit einem Dutzend Ehrengästen erteilt. „Mit diesem Gemeinschaftsprojekt haben wir eine wesentliche Verkehrsverbesserung geschaffen“, betonte der Landrat. Ferner könnten nun die im Autistenzentrum der Barmherzigen Brüder betreuten Menschen mit Behinderung sicher zum gut frequentierten Geh- und Radweg entlang des Regens gelangen.

Zur sicheren Überquerung wurde eine Druckknopf-Ampel installiert. Fotos: Schreiner
Zur sicheren Überquerung wurde eine Druckknopf-Ampel installiert. Fotos: Schreiner

Da der Landkreis Cham keinen Meter Autobahn besitzt, sei es wichtig, dass die Bundesstraßen entsprechend ausgebaut werden. Für diese Hauptachsen bedarf es aber auch ein leistungsfähiges Netz an Kreis- und Gemeindestraße, sagte Löffler. So wurde die viel befahrene Kreisstraße CHA 28 ab Dieberg auf einer Länge von rund 900 Metern auf sechs Meter verbreitert und der Oberbau verstärkt. Zudem wurden 600 Meter Schutzplanken errichtet. Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 413 000 Euro. Die Trasse stelle eine wichtige Verbindung vom Landkreis Schwandorf zur B 16 in Richtung Regensburg dar.

Entlang des erneuerten Teilstücks hat die Gemeinde Walderbach mit dem Landkreis einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg errichten lassen. Der Weg, der vom Ortsteil Am Berg bis zur Staatsstraße 2149 führt und 116 000 Euro gekostet hat, ist 340 Meter lang und 2,50 Meter breit. Laut Landrat hat die Regierung der Oberpfalz Los 1 und Los 2 mit rund 55 Prozent gefördert.

Fakten zum Bau

  • Los 1:

    Die Kosten für den Straßenbau (Landratsamt) belaufen sich auf 413 000 Euro.

  • Los 2:

    Der Geh- und Radweg (Gemeinde Walderbach und Landratsamt) kostete 116 000 Euro.

  • Los 3:

    In die Ampelanlage (Staatliches Bauamt Regensburg) wurden 17 000 Euro investiert.

Ergänzt wird der neue Geh- und Radweg durch eine Druckknopf-Ampel, die vom Staatlichen Bauamt erstellt wurde. Damit haben die in der Förderstätte der Barmherzigen Brüder betreuten Menschen mit Behinderung (Autismus) und die Bewohner des Ortsteils Am Berg eine sichere Verbindung zum Geh- und Radweg entlang des Regens und zur Bushaltestelle an der Staatsstraße. Die Ampelanlage wird von 22 bis 6 Uhr ausgeschaltet, kann aber jederzeit aktiviert werden. „Das ist ein wichtiger Schritt, somit können die Bewohner am gesellschaftlichen Leben teilhaben“, erklärte er. Die Ampelanlage, die am Donnerstag erstmals in Betrieb genommen wurde, hat 17 000 Euro gekostet. Wie Löffler mitteilte, liegen die Gesamtkosten bei 546 000 Euro. Umgesetzt hat das Bauprojekt das Unternehmen Weber aus Wald-Siegenstein. Geschäftsführer Engelbert Weber dankte für den Auftrag.

„Nach mehreren Versuchen ist mit dieser Variante ein gelungenes Gemeinschaftswerk geschaffen worden“, sagte Walderbachs Bürgermeister Josef Höcherl und dankte allen, die an der Umsetzung beteiligt waren. Die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer sei das Wichtigste. „Bei dieser Baumaßnahme sieht man, dass wir im Landkreis nicht nur bei Großprojekten in Erscheinung treten“, meinte Dr. Richard Bosl vom Staatlichen Bauamt Regensburg. Mit wenig Aufwand sei eine gute Lösung gelungen.

Froh darüber, dass das Anliegen umgesetzt worden ist, zeigte sich Alfred Stadler, Bereichsleiter der Barmherzigen Brüder: „Damit ist die Sicherheit für die Bewohner deutlich verbessert worden.“

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