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Region Cham
Mittwoch, 25. April 2018 20° 6

Prävention

Investitionen in die Lebensqualität

Von Bad-Umbau bis Yoga: Experten geben bei den Gesundheitstagen in Waldmünchen Tipps für ein langes, selbstständiges Leben.
Von Ingrid Milutinovic

So fühlt sich Demenz an. Dieser Versuch verdeutlichte dies den Teilnehmern des Workshops. Foto: wim

Waldmünchen.„Körperlich und geistig fit, auch wenn man älter wird“ – Um dieses Thema geht es bei den Seniorengesundheitstagen im Landkreis Cham. Am Sonntag waren Gesundheitsbotschafter und Mitarbeiter der Seniorenkontaktstelle im Landratsamt als Referenten in die Grundschule gekommen. Sie boten sie Workshops an und gaben Rathschläge.

Praktische Tipps gab es zur Wohnraumgestaltung. Umbau von Bädern, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, waren ebenso Thema wie die Finanzierung. Welche Hilfsmittel zahlt die Krankenkasse, was die Pflegekasse – diese Fragen wurden beantwortet. Nützliche Hilfen für das tägliche Leben konnten an einem separaten Stand ausprobiert werden.

Rutschfeste Gummifüße

Auch wenn Arnold Lindner, der Vorsitzende des Seniorenbeirates Waldmünchen, zugab, doch lieber noch seinen eigenen Löffel zu benutzen, waren die angebotenen Bestecke vielleicht doch für den einen oder anderen von Nutzen. Auch rutschfeste Gummifüße für Stühle oder kleine Rampen, um Türschwellen in der Wohnung zu überbrücken, können das Leben erleichtern.

Vorbeugende Maßnahme: Sanftes Yoga sorgt für mehr Beweglichkeit. Foto: wim

Um körperliche Fitness ging es in dem Workshop „einfach fit für alle“ bei Physiotherapeutin Antje Heigl. Die vier Säulen für Fitness–Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination - können durch einfache Übungen gefördert werden, erläuterte sie. Hierfür gab es Übungen, die zuhause alleine gemacht werden können. Bei Eva Bablick, ebenfalls Physiotherapeutin, konnte „Sanftes Yoga – seniorengerecht“ ausprobiert werden.

Wie man spielerisch fit bleibt, ging es bei Kommunikationstrainer Gerhard Grassl. Wenn man älter wird, erinnert man sich eher an länger Vergangenes als an die Gegenwart, weiß er. Da braucht man „Postkästen“, in die man das, was man sich merken will, steckt. Auch das ehrenamtliche Engagement im Alter kann helfen, geistig fit zu bleiben; hierzu hatte Arnold Lindner eingeladen und gab wertvolle Tipps.

„Wie sich Demenz anfühlt“

„Wie sich die Demenz anfühlt“, hieß es bei Altenpflegerin und Geronto-Fachkraft Marga Löffler. Jeder konnte durch bestimmte Übungen testen, wie sich die von der Krankheit Betroffenen fühlen. Gerade aus diesem Workshop kamen viele mit einem „Aha“-Erlebnis und der Erkenntnis, „jetzt viel mehr zu verstehen“.

Sehr zufrieden war Barbara Konering, Waldmünchens Gesundheitsbotschafterin, am Abend. Sie war sowohl von der großen Resonanz als auch den ausschließlich positiven Rückmeldungen der Teilnehmer überrascht. Die viele Arbeit im Vorfeld habe sich gelohnt, meinte sie und schloss nicht aus, dass der Gesundheitstag, wann und und in welcher Form auch immer, eine Neuauflage erfährt. (wim/ps)

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