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Geburtstag

Irmgard Kühn feierte ihren 80.

Die Jubilarin kam als Lehrerin an der Berufsschule nach Kötzting und war früher viel mit dem Wohnmobil unterwegs.

Irmgard Kühn (Mitte) durfte zu ihrem 80. Geburtstag auch offizielle Gratulanten empfangen. Foto: Fischer
Irmgard Kühn (Mitte) durfte zu ihrem 80. Geburtstag auch offizielle Gratulanten empfangen. Foto: Fischer

Bad Kötzting.Eine Frau, die mit beiden Beinen noch fest auf den Boden steht und der man ihr Alter nicht ansieht, feierte am Dienstag ihren 80. Geburtstag – Irmgard Kühn aus Bad Kötzting. Leider fiel ein Schatten auf ihr Leben, nachdem sie vor einem Jahr ihren Mann verlor, als er starb. Nun muss sie sich alleine durchbeißen, obwohl sie bei manchen Situationen, vor allem, wenn es sich um „Hausmeisterarbeiten“ handelt, ihren Mann immer noch mehr vermisst.

Den 80. Geburtstag von Irmgard Kühn nahm Bürgermeister Markus Hofmann zum Anlass, der Jubilarin seine Aufwartung zu machen und ihr namens der Stadt, aber auch persönlich, die Glückwünsche zu übermitteln und ihr einen Präsentkorb samt Urkunde zu übergeben.

Seinen guten Wünschen schloss sich für den Seniorenbeirat der Stadt dessen Vorsitzende Erna Schneider an. Doch auch die beiden Vorsitzenden des Vereins für Landesbau und Gartenpflege Bad Kötzting, Georg Hainzinger und Walter Völkl, gratulierten dem treuen Mitglied mit einem Geranienbäumchen.

Schneiderin gelernt

Irmgard Kühn, geborene Beikler, hätte viel aus ihrem Leben zu erzählen. Das Licht der Welt erblickte sie am 29. Mai 1938 in Ingolstadt und wuchs zusammen mit zwei älteren Brüdern im einem wohlbehüteten Elternhaus auf. Fünf Jahre besuchte sie die Volksschule in Ingolstadt, dann wechselte sie an die Oberrealschule Gnadenthal in Ingolstadt.

Nach Abschluss der Frauenfachschule München und den Erwerb des Gesellenbriefes für Damenschneiderinnen erfolgte das Studium am Berufspädagogischen Institut der Technischen Hochschule (TH) München für ein Lehramt an Berufsschulen mit erstem Staatsexamen. 1964 trat sie nach der ersten Lehramtsprüfung ihre erste Stelle als Lehramtsanwärterin an der Berufsschule in Kötzting an. Sie unterrichtete in den Fächern Textil, Hauswirtschaft und Sport. Zwei Jahre später absolvierte sie auch ihre zweite Lehramtsprüfung mit Erfolg in Landshut. 1965 kam auch ihr späterer Mann Gerhard Kühn an die damalige Berufsschule in der Pfingstrittstadt und avancierte später zum Leiter dieser Schule.

Am 6. August 1965 heirateten beide. Die Tochter Andrea, verheiratete Isermann-Kühn, und der Sohn Bernhard, wurden ihnen geboren. Inzwischen sind fünf Enkelkinder dazugekommen, die die Oma in den Ferien immer besuchen. Irmgard Kühn und ihr Mann Gerhard waren früher in den Ferien oft mit ihrem Wohnmobil in vielen Ländern unterwegs. Nach einer schweren Operation, von der sich Gerhard Kühn wieder gut erholte, bereiste man 2016 mit dem Wohnmobil für mehrere Wochen Schweden. Im Nachhinein empfindet Irmgard Kühn diese Urlaubsreise als ein Geschenk Gottes, denn nach einer zweiten schweren Operation starb ihr Mann am 25. Mai 2017.

Sieben Instrumente erlernt

Die Jubilarin ist sehr musikbegabt und spielt gerne am eigenen Klavier. Insgesamt beherrscht sie sieben Instrumente. Aber auch die Gartenarbeit um das eigene Wohnhaus machte ihr lange Zeit viel Freude.

Sie hält sich den Kater Suliman, den sie nicht mehr missen möchte. „Die Gartenarbeit besorgt jetzt meine Tochter Andrea“, ließ sie wissen. Diese hat sich für die nächsten Tage wieder für einen Besuch angesagt. (ksm)

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