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Sitzung

Ja-Wort auf dem Osser möglich

Ein Raum im Osserschutzhaus ist als Trauungszimmer gewidmet. Von Mai bis Oktober kann dort für 240 Euro geheiratet werden.
Von Maria Frisch

Trauung auf dem Berggipfel: Nach dem Arber ist dies ab 2020 auch auf dem Osser möglich.  Foto: Maria Frisch
Trauung auf dem Berggipfel: Nach dem Arber ist dies ab 2020 auch auf dem Osser möglich. Foto: Maria Frisch

Lam.In einer der letzten Sitzungen des Marktrates wurde beraten, ob man das Osserschutzhaus als Ort für Trauungen installieren könnte. Mittlerweile sind entsprechenden Gespräche geführt worden. Sowohl der Waldverein als Eigentümer des Osserschutzhauses als auch das Pächterehepaar und die Bischöfliche Administration hatten keine Einwände, informierte Bürgermeister Paul Roßberger am Montagabend bei der Sitzung des Gemeinderates.

Die Pächter und die Bischöfliche Administration halten entsprechende Verträge mit den Konditionen und Gebühren bereit. Das Ehepaar Hatzinger hat einen Raum im Osserschutzhaus zum Trauungszimmer ausgewählt, das vom Marktrat offiziell als solches gewidmet wurde. Da die Standesbeamten einen entsprechenden Mehraufwand haben, werden pro Verehelichung 240 Euro in Rechnung gestellt. Bei einer Samstagtrauung gibt es einen Zuschlag von 70 Euro. Als möglicher Zeitraum wurde der 1. Mai bis 31. Oktober festgelegt.

Neue Leiterin im Standesamt

Da der bisherige Standesamtsleiter Hans Brandl im September 2020 in Ruhestand geht und die erforderlichen Fortbildungen nicht mehr absolviert hat, darf er mit Ablauf des Februars 2020 nicht mehr beurkunden. Ab 1. März 2020 wurde Susanne Amberger als neue Leiterin bestellt. Das Gremium war einverstanden, dass Johan Silberbauer nach erfolgreichem Abschluss des angemeldeten Kurses die Stellvertreterposition übernimmt.

Ein Wort zur Bürgerversammlung

  • Antrag:

    Marietta Hutter stellte den Antrag, die Bürgerversammlung in einem Gasthaus abzuhalten, und monierte die bürgerunfreundliche Formulierung, dass nur Bürger etwas sagen dürften, die einen Wortbeitrag angemeldet hatten. Der Bürgermeister wies beides zurück. Die Gemeinde verfüge über einen maßgeschneiderten Saal im Rathaus.

  • Enttäuschung

    : Der Bürgermeister weiter: Jeder Bürger dürfe sich bei solch einer Versammlung äußern. Die Stellung von Anträgen diene nur dazu, erschöpfende Antworten geben zu können. Die Versammlung zur Fusion der beiden Wasserversorger sei in einem Gasthaus einberufen worden und nur mit 25 von 250 Abnehmern besucht gewesen. (kli)

„Wir haben aktuell noch die analogen Pipser. Allerdings wird alles auf Digitalfunk umgestellt. Der Landkreis veranlasst eine Sammelausschreibung“, berichtete Paul Roßberger. Laut Abfrage bei den örtlichen Feuerwehren braucht Lam 68 und Engelshütt 40, also insgesamt 108 Stück digitale Meldeempfänger. Aktuell würde ein solcher zwischen 830 und 880 Euro kosten. Durch die Sammelausschreibung kommt ein entsprechend günstigerer Preis zustande.

Es ist zudem in Aussicht gestellt, dass es 80 Prozent Förderung gibt. Roßberger rechnet damit, dass zwischen 10 000 bis 15 000 Euro Eigenmittel an der Marktkasse hängen bleiben. Im Landkreis werden 3450 Meldeempfänger bestellt, so Konrad Kellner. In naher Zukunft brauche man auch noch Steuergeräte für die Sirenen. Die Räte fällten einen einstimmigen Beschluss.

Keine „Haushaltseinnahmenester gebildet

Der Bürgermeister gab die Genehmigung des Haushalts 2019 bekannt. Allerdings wurde die Kreditaufnahme, die die Verwaltung mit einer knappen Million Euro veranschlagt hatte, nur mit derselben Summe wie vergangenes Jahr, also mit 665 400 Euro, bewilligt. Dies begründete das Landratsamt Cham damit, dass keine „Haushaltseinnahmenester“ gebildet worden waren. „Wir hätten die letzten Jahre die Kreditermächtigung ausnützen sollen, obwohl wir das Geld gar nicht gebraucht haben“, konnte Paul Roßberger die Ansicht des Rechnungsprüfers nicht teilen.

Vorausschauend hatte man einen gewissen Betrag für die Sanierung der Grund- und Mittelschule kalkuliert. Im weiteren Verlauf des Schreibens vom Landratsamt wird erneut auf das Defizit im Osserbad hingewiesen, dass es abzubauen gilt. An den Stellschrauben für die Hebesätze werde der Markt dennoch nicht drehen. Der Marktrat nahm das Statement der Behörde zur Kenntnis.

Im steilen Bereich der Wagnergasse wird noch ein Geländer angebracht, versicherte Bürgermeister Paul Roßberger noch auf Anfrage von Emmi Kollross.

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