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Jakobus – ein Heiliger mit Ecken und Kanten

Das Patroziniumsgottesdienst zu Ehren des hl. Jakobus fand heuer letztmals mit Pfarrer Engelbert Ries in der geschmückten Pfarrkirche statt.

Pfarrer Engelbert Ries zelebrierte zum letzten Mal in seiner Amtszeit in der Jakobuskirche einen feierlichen Patroziniums-Festgottesdienst.
Pfarrer Engelbert Ries zelebrierte zum letzten Mal in seiner Amtszeit in der Jakobuskirche einen feierlichen Patroziniums-Festgottesdienst. Foto: Marianne Schillbach

Eschlkam.Nächstes Jahr steht sein Nachfolger Pfarrer Josef Pöschl am Altar der Jabobus-Kirche. In den 90er Jahren war die Pfarrei mit Pfarrer Georg Flierl auf Pilgerreise in Fatima, von hier ging es weiter nach Santiago de Compostela zum Grab des Pfarrpatrons. Neben den Jakobsradlern war die Pfarrei auch noch einmal mit Pfarrer Ries am Grab des hl. Jakobus. „Ist unser Pfarrpatron, der Apostel Jakobus, eigentlich ein liebenswürdiger Heiliger?“, fragte Pfarrer Ries. Fischer war er von Beruf, ein Mann von Sonne, Wind und Wetter gegerbt und eher schweigsam. Große Reden zu schwingen war nicht sein Ding, so Ries. Nirgendwo im Neuen Testament trete er als Redner oder Verkündiger auf. „Aber wenn er den Mund einmal aufmacht, dann wird es deftig und heftig.“ Der Spitzname, den Jesus ihm und seinem Bruder Johannes gab: „Donnersöhne“. Das deute darauf hin, dass Jakobus wohl ein cholerischer Hitzkopf war. Pfarrer Ries: „Eine Kirche, in der nur die Perfekten und Reinen Platz haben, macht mir Angst, denn dazu gehöre ich nicht. Eine Kirche mit Fehlern hingegen, die auch mit den Menschen barmherzig umgeht, die kann ich lieben.“ Das führe ihm, Ries, der Apostel Jakobus mit seinem manchmal stachligen Charakter vor Augen, „und das macht ihn mir zu einem wertvollen, liebenswerten Heiligen“. Die Vorabendmesse am Samstag gestaltete der Gospelchor „Sunshine“ unter der Leitung von Franz Schießl junior mit. Beim Festgottesdienst am Sonntag sang eine Schola unter der Leitung von Organistin Sabine Aschenbrenner. (kbi)

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