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Kommune

Jetzt blüht die Stadt Rötz auf

An insgesamt vier Stellen wurden auf circa 3000 Quadratmetern neue Blühflächen angelegt. Weitere sollen folgen.

Stadtrat und Landwirt Wolfgang Babl erklärte dem Zweiten Bürgermeister Wolfgang Spießl und Bauhofleiter Rudi Christoph die verschiedenen Arten der Blumenwiese. Foto: Günther Hofmann
Stadtrat und Landwirt Wolfgang Babl erklärte dem Zweiten Bürgermeister Wolfgang Spießl und Bauhofleiter Rudi Christoph die verschiedenen Arten der Blumenwiese. Foto: Günther Hofmann

Rötz.Zu einer Zusammenkunft an einer neu angelegten Blühwiese hatte die Stadt Rötz eingeladen. Dazu waren der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Spießl, Bauhofleiter Rudi Christoph und Stadtrat Wolfgang Babl gekommen. „Grün ist in aller Munde“, meinte Spießl und verwies auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Die Stadt Rötz will ihren Beitrag dazu leisten.

An insgesamt vier Stellen wurden auf ca. 3000 Quadratmetern neue Blühflächen angelegt. Diese Flächen liegen neben dem Irlweiher, zwischen Fußball- und Tennisplatz, am Rödlanger und am Rückhaltebecken neben dem Wanderweg in Richtung Kläranlage. Im nächsten Jahr kommt noch eine weitere am Spielplatz an der Schwarzachtalbrücke hinzu.

Vier Wiesen für die Bienen

Wolfgang Babl, der die einjährige Saatgutmischung besorgt und auch ausgesät hat, freute sich, dass sich seine Stadtratskollegen sofort dafür entschieden hätten, dass etwas getan werden müsse. Es seien genügend geeignete Flächen im Besitz der Stadt, wo man solche Blühflächen anlegen könne.

Blühwiesen

  • Saat:

    Auf einem Hektar werden ungefähr 20 Kilogramm Blühmischung ausgebracht.

  • Sorten:

    25 verschiedene Sorten von Pflanzen sind in der Mischung. Unter anderem Buchweizen, Phacelia, Sonnenblume, Kulturmalve, Boxhornklee, Koriander, Rotklee, Borretsch, Ringel- und Kornblume.

Bunt geht es zu auf so einer Blumenwiese. Foto: Günther Hofmann
Bunt geht es zu auf so einer Blumenwiese. Foto: Günther Hofmann

Die Flächen würden nicht gemäht sondern im Frühjahr wieder eingearbeitet und dann wieder neu angesät. Es könne also auch passieren, dass so eine Fläche einmal nicht so gepflegt ausschaut. Die Saatgutmischung für Bienen und Insekten ist eine blühende Honigquelle: Bienen und Insekten sind für die Balance unseres Öko-Systems einer der wichtigsten Bausteine überhaupt. Ihre Bestäubungsleistung ist enorm. Neben Obstbäumen und Staudengewächsen sind auch viele landwirtschaftliche Kulturpflanzen auf die Bestäubung angewiesen. Besonders in den Sommermonaten wird diesen die Nahrungssuche erschwert, da ihre Nahrungspflanzen nicht mehr blühen und somit keinen Nektar für sie bereitstellen können. Das geringe Nahrungsangebot erhöht das Risiko des Populationsrückgangs.

Erlebnis

Täglich neues Kraut auf der Bienenweide

Es blüht und brummt auf der Bienenweide bei Rosi Rackl. Nicht nur Insekten sind von der neuen Vielfalt begeistert.

Nahrung für Insekten

Mit der Mischung „flora pro – Blühende Honigquelle“ werden zusätzliche Nahrungsquellen für Bienen und Insekten geschaffen und tragen dadurch einen aktiven Teil zum Insektenschutz bei. Die Vielzahl blühender Arten sorgt für einen langen Blühzeitraum. Neben dem Artenschutz entsteht eine schöne, bunte und vielfältige Blütenpracht, die das Landschaftsbild bereichert und ganz nebenbei den Boden lockert, Bodennährstoffe aktiviert und den Humusaufbau fördert. „Es ist gelungen“, meinte Wolfgang Babl und zeigte den Anwesenden ein paar der blühenden Blumen. (whg)

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