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Jetzt ist die beste Zeit für Zecken

Je wärmer es wird, desto wohler fühlen sich die Parasiten. Wer viel draußen ist, sollte auf Zeckenstiche achten. Die Johanniter geben Tipps.

Zecken sollten mit einer Karte oder Pinzette entfernt werden. Foto: Jan Dommel/Johanniter
Zecken sollten mit einer Karte oder Pinzette entfernt werden. Foto: Jan Dommel/Johanniter Foto: Jan Dommel/Johanniter

Cham.Warme Sommermonate sind die ideale Lebens- und Brutzeit für Zecken: Bereits ab einer Temperatur von acht Grad Celsius machen sich die Parasiten auf die Wirtssuche. Je wärmer es wird, desto größer wird auch das Risiko, eine Zecke aufzusammeln. Da die Spinnentiere riskante Krankheiten übertragen können, birgt das Gefahr. Die Johanniter geben Tipps, wie sich ein Zeckenstich vermeiden lässt.

Die Kleintiere halten sich vor allem in Wäldern, hohem Gras, Gebüsch oder feuchtem Laub auf. Sie fallen nicht von Bäumen, sondern werden abgestreift oder klettern vom Boden aus auf Tiere oder Menschen. Haben sie beim Wirt eine dünnhäutige Stelle gefunden, bohren sie sich fest. Zum Schutz gegen einen Zeckenstich sollte man Gebüsch und hohes Gras möglichst meiden. Auch lange und geschlossene Kleidung verhindert, dass Zecken mit der Haut in Kontakt kommen.

Auch beim Picknick oder am Badesee könnte sich eine Zecke als ungebetener Gast hinzuschmuggeln. „Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte man die Kleidung komplett ablegen und den Körper gründlich absuchen. Das gilt insbesondere für Kinder, die sich bevorzugt draußen aufhalten“, sagt Sonja Schäffer, Ausbildungsleiterin der Johanniter in Ostbayern. „Zecken bevorzugen warme Körperregionen wie Achselhöhlen, Kniekehlen, den Hals oder den Kopf“.

Zeckenentfernung

  • Werkzeug:

    Zecken können mit einer Pinzette oder Zeckenkarte mittels einer Hebelbewegung herausgezogen werden. Sie in Öl oder Klebstoff zu ersticken, erhöht die Infektionsgefahr.

  • Angebot:

    In der Geschäftsstelle der Johanniter in Regensburg, Wernberger Straße 1, 93057 Regensburg, können Interessierte sich ab sofort kostenlos Zeckenkarten abholen.

Dennoch ist ein Zeckenbiss kein Grund für Panik. „Vor Borreliose schützt man sich am besten, indem man die Zecke zügig entfernt“, sagt Schäffer. Am besten entfernt man die Blutsauger in einer Hebelbewegung mithilfe einer Pinzette oder nutzt beispielsweise eine Zeckenkarte. Zur Entfernung sollte man die Zecke möglichst im Kopfbereich und sehr nah an der Haut packen und vorsichtig und gerade herausziehen. Anschließend ist die Stelle zu desinfizieren. In keinem Fall sollte die Zecke mit Klebstoff, Öl oder anderen Mitteln erstickt werden, da das Tier im Todeskampf vermehrt Flüssigkeit absondert und so die Gefahr einer Infektion steigt.

Sollten es Borreliose-Erreger doch in den Körper geschafft haben, bildet sich meist ein rötlicher Hof an der Einstichstelle, der sich langsam ausbreitet. Die Rötung tritt oft erst nach einigen Tagen auf. Dann sollte aber auf jeden Fall ein Arzt hinzugezogen werden. Auch bei grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen oder geschwollenen Lymphknoten sollte man zum Arzt. Ohne Behandlung kann Borreliose Nervenlähmungen, Gelenk- oder Herzmuskelentzündungen zur Folge haben.

Zecken umgehend zu entfernen ist wichtig, hilft aber nicht zum Schutz vor FSME, einer Erkrankung, die fieberhaft auftritt und zu einer Hirnhautentzündung führen kann. Die Johanniter empfehlen, sich gegen die Viruserkrankung impfen zu lassen. Die Kosten für die Impfung übernehmen meist die Krankenkassen.

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