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Sicherheit

Jobcenter-Geschäftsführer massiv bedroht

In einem Brief wird dem Chef des Chamer Jobcenters Gewalt angedroht. Der Landrat bezeichnet die Gefahr als „ernstzunehmend“.

Gegen den Chef des Chamer Jobcenters, Josef Beer, liegen Drohungen per Brief vor.  Foto: Hausladen
Gegen den Chef des Chamer Jobcenters, Josef Beer, liegen Drohungen per Brief vor. Foto: Hausladen

Cham.Deutschlandweit kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jobcentern. Dabei kommt es oft zu zum Teil auch schweren Körperverletzungen. Im September 2012 kam es im Jobcenter Neuss und im Dezember 2014 im Jobcenter Rothenburg sogar zu Todesfällen.

Auch wenn es immer wieder zu Beleidigungen und Vorfällen kommt, die das Verhängen von Hausverboten oder auch das Einschreiten der Polizei erfordern, ist das Chamer Jobcenter von derart gefährlichen Situationen bisher verschont geblieben.

Als „ernstzunehmend“ bewertet jetzt aber Landrat Franz Löffler ein handschriftliches Schreiben mit einem Decknamen als Absender, das auf dem Schreibtisch von Jobcenter-Geschäftsführer Josef Beer gelandet ist. Unter gleichzeitiger Forderung eines mittleren vierstelligen Betrages vom Jobcenter wird darin dem Jobcenter-Chef persönlich und unmissverständlich körperliche Gewalt angedroht. „Hier ist eine rote Linie deutlich überschritten“, so Landrat Löffler in einer Pressemitteilung. Die offensichtliche Bedrohung wurde umgehend bei der Polizei angezeigt. Auch im Jobcenter selbst versuche man herauszufinden, ob sich möglicherweise aus der Handschrift auf einen konkreten Absender schließen lässt.

Sicherheit

Chams Jobcenter bekommen Security

Ab April sollen in Cham und Bad Kötzting Sicherheitsleute über die Flure patrouillieren, um Übergriffe zu verhindern.

Auch was die Sicherheitsvorkehrungen anbelangt, sei das Jobcenter in den vergangenen Jahren gut ausgestattet worden: Der mittlerweile zu den Öffnungszeiten verpflichtete Sicherheitsdienst, eine ständige Videoüberwachung, die Fluchttüren zwischen allen Büros, die akustischen Alarmierungssysteme, der direkte Kontakt zur Polizei und nicht zuletzt die in den Büros verfügbaren Pfeffersprays bieten eine größtmögliche Sicherheit. „Wir wissen aber auch, dass es keine hundertprozentige Sicherheit geben kann. Insofern bleibt nur zu hoffen, dass nichts passiert“, so Landrat Löffler und Geschäftsführer Beer.

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