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Bilanz

Jubiläumsjahr bewegte Weißenregen

Historisches und Lustiges auf 80 Seiten im Jahresheft für 2019 noch einmal mit vielen Fotos aufbereitet: Isabell Dachs hat das Werk gestaltet.
Von Alois Dachs

Das Jubiläum 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weißenregen prägte das Jahr 2019.  Foto: Christa Rabl-Dachs
Das Jubiläum 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weißenregen prägte das Jahr 2019. Foto: Christa Rabl-Dachs

Bad Kötzting.80 Seiten mit historischen und lustigen Texten, zahlreichen Bildern aus dem Jahresprogramm, vom Jubiläumsfest „125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weißenregen“ und ein Rückblick auf das Jahr 1969 bilden das Jahresheft 2019, das der Heimatverein der ehemaligen Gemeinde Weißenregen am Samstag im Lindner-Bräustüberl präsentierte.

Vor allem durch die 125-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr, in die auch die Mitglieder des Heimatvereins eingebunden sind, war das Jahr 2019 reich an Aktionen, an die mit Berichten des 2. Vorsitzenden Alois Dachs und zahlreichen Fotos von Christa Rabl-Dachs erinnert wird. „Zur Ehre der Menschenfischer“ ist ein Interview mit Haymo Richter überschrieben, der zusammen mit seiner Frau Elisabeth über Jahre hinweg Fischerkanzeln in Bayern, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Polen ausfindig machte. „Aber keine ist so schön wie die Weißenregener Fischerkanzel“, ist der Kenner der Wallfahrtskirche überzeugt.

Nachdem im vergangenen Jahr eine Wirtshausschlägerei von Hans Ramsauer beschrieben wurde, die mit dem Tod eines Beteiligten endete, befasste sich Markus Fischer mit dem Gnadengesuch, das die Ehefrau des verurteilten Kontrahenten 1872 an König Ludwig II. richtete. Wie es beim 100. Gründungsfest der Feuerwehr 1994 zuging, beschreibt Markus Fischer in einem Artikel.

„Vandalismus“ schlug Wellen

Die Karsamstagswanderung der Heimatfreunde nach Sackenried ist ein weiteres Thema. Christa Rabl-Dachs recherchierte aus Artikeln der Kötztinger Umschau, was vor 50 Jahren in Weißenregen wichtig gewesen war. Unter anderem geht es dabei um die Sanierung der Kirchturmkuppel und um „Vandalismus in der Wallfahrtskirche“, bei dem betrunkene Bundeswehrangehörige als Täter ermittelt wurden. Der Fall schlug damals hohe Wellen, wobei sich die Täter zutiefst reumütig zeigten.

Ein großes Kapitel nehmen im Jahresheft 2019 die Nachrufe auf die Verstorbenen aus der ehemaligen Gemeinde ein, weil die Zahl der Sterbefälle außerordentlich hoch war und in zwei Weißenregener Familien nach den Vätern auch jeweils eine Tochter in die Ewigkeit abberufen wurde. Mit wie viel Arbeit die Vorbereitung und das Aufstellen des Maibaumes verbunden sind, schildert Alois Dachs in einem Artikel vom April 2019. Vom „Geschäft mit dem Unerklärlichen“ handelt ein Beitrag von Isabell Dachs, die auch das Layout und die Druckvorbereitung für das Jahresheft übernahm. Mit mystischen Geschichten machen seit Jahren auch regionale Autoren gute Geschäfte, wobei im Unterschied zu wissenschaftlich arbeitenden Volkskundlern wie Prof. Dr. Reinhard Haller nicht selten die Fantasie und die Vermengung von Überlieferungen aus unterschiedlichen Regionen eine völlig neue „Deutung“ ergibt. Mit der Weiz‘ und den Raunachtsbräuchen, Geschichten von Hexen und Druden befasst sich auch der Heimatverein seit Jahren und die Raunachtwanderungen sind - passendes Winterwetter vorausgesetzt - immer wieder Höhepunkte im Vereinsjahr. Am Beispiel des Waldpropheten „Mühlhiasl“ macht Isabell Dachs klar, wie unterschiedlich die angeblichen Voraussagen gedeutet wurden und werden.

Ein Diebstahl als Lachnummer

Das Abschlusskapitel bildet wieder ein Beitrag unter dem Motto „Da lacht der Weißenregener“. Diesmal geht es um einen missglückten Maibaumdiebstahl beim Fischerstüberl in Pulling, zu dem sich die Weißenregener verleiten ließen. Anstatt den Pullingern ihre aktuelle Traditionsstange zu entführen, stahl der nächtliche Stoßtrupp nur Teile des alten Maibaums, den der „Fischer Done“ zudem noch gebraucht hätte.

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