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Region Cham
Dienstag, 18. September 2018 25° 2

Zukunft

Jugend für Politik begeistern

Die CSU-Landtagsfraktion suchte bei ihrem Jugendempfang im Konzerthaus Blaibach das Gespräch und den Kontakt zum Landkreis.
von Fred Wutz

Im architektonisch spektakulär gestalteten Saal des Konzerthauses in Blaibach kamen die Teilnehmer zum CSU-Jugendempfang zusammen. Foto: F. Wutz
Im architektonisch spektakulär gestalteten Saal des Konzerthauses in Blaibach kamen die Teilnehmer zum CSU-Jugendempfang zusammen. Foto: F. Wutz

Blaibach.Zwei Funktionen hatte ein „Jugendempfang“, zu dem die CSU-Landtagsfraktion am Montagabend in das Blaibacher Konzerthaus eingeladen hatte: In der Hauptsache diente die Veranstaltung der Begegnung und dem Gespräch zwischen Politikern, Jugendlichen und weiteren Personen, die in der Jugendarbeit tätig sind. Wesentlich war aber auch für die Verantwortlichen, Informationen und Meinungen für die politische Arbeit zu gewinnen.

Mit dem bezeichnenden Lied „Beim schöjna Weda, do is’s leicht“ wurde das Treffen eröffnet, gesungen von der Gruppe „Fei Schej“, die auch die weiteren Musik- und Liedbeiträge zum Rahmenprogramm dieses Abends lieferte. MdL Dr. Gerhard Hopp sprach von einer „ganz besonderen Veranstaltung in einem ganz besonderen Raum in einer besonderen Woche für Bayern“. Es solle um die Jugend in der Politik gehen, um die Zukunft der Jugend im ländlichen Raum und was die Politik dafür leiste.

„Beispiele, die Mut machen“

Thomas Kreuzer zeigte sich beim Jugendempfang überzeugt, dass die Politik zur Stärkung des ländlichen Raumes wirkt und bekräftigte, man wolle Politik für junge Menschen machen. Foto: F. Wutz
Thomas Kreuzer zeigte sich beim Jugendempfang überzeugt, dass die Politik zur Stärkung des ländlichen Raumes wirkt und bekräftigte, man wolle Politik für junge Menschen machen. Foto: F. Wutz

Den Gedanken, dass der ländliche Raum gestärkt werden sollte, betonte auch MdL Thomas Kreuzer, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag. Er sagte, bei einer Tour durch die Oberpfalz und bei diesem Abend in Blaibach zu den Fragen der Politik in Sachen Heimat „Antworten aus der Region holen zu wollen“. Die ländlichen Regionen seien die Seele Bayerns, so Kreuzer, die darauf ausgerichtete Politik habe Wirkung gezeigt. Das erweise sich an den gesunkenen Arbeitslosenzahlen und der positiven Hochschulentwicklung, konkret sei dadurch „High-Tech im ländlichen Raum ermöglicht worden“.

Landrat Franz Löffler dankte in seinem Grußwort, dass die CSU-Landtagsfraktion ihren Jugendempfang erstmals in den Landkreis Cham gebracht habe. Der Landkreis-Chef freute sich über die Teilnahme des Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer und auch des Staatssekretärs Albert Füracker an dem Empfang.

„Unsere Leute aus den ländlichen Regionen“ hätten vor Jahren die Aufbauarbeit in den Ballungsräumen geleistet, so Löffler: „Sie mussten dort hingehen, weil es bei uns keine Arbeit gab.“ Nun gebe es eine Kehrtwende, der ländliche Raum habe so viel Arbeit wie noch nie. Es seien aber auch entsprechende Unternehmen hier. Auf Bildung und Qualität werde im Landkreis Cham extrem Wert gelegt, man habe modernste Schulen, und auch kulturell sei der Landkreis mit Großstädten auf Augenhöhe.

„Drei Beispiele, die Mut machen – drei Personen, die Mut hatten“, stellte dann Dr. Gerhard Hopp in einer Informationsrunde vor. Hier sehe man, was im Landkreis Cham möglich sei und geleistet werde. Jonas Aschenbrenner sprach über das Reparatur-Café „Gradscht und gricht“, das im Rahmen von Treffpunkt Ehrenamt an der Berufsschule des Landkreises Cham besteht. Nach seinen Worten geht es bei den Zusammenkünften darum, technisches Wissen zu vermitteln und zugleich Unterhaltung zu pflegen. Es wird dabei versucht, defekte Geräte wieder instandzusetzen. Es kommen alle Altersgruppen zusammen, mitmachen kann im Prinzip jeder, und es sind auch keine „Extrem-Qualifikationen“ nötig, um dabei zu sein, so Aschenbrenner.

Digitale Technik und Kultur

Dr. Gerhard Hopp, Jonas Aschenbrenner, Matthias Moritz und Thomas E. Bauer (v. l.) im Gespräch.  Foto: F. Wutz
Dr. Gerhard Hopp, Jonas Aschenbrenner, Matthias Moritz und Thomas E. Bauer (v. l.) im Gespräch. Foto: F. Wutz

Das Unternehmen MEKmedia aus Furth im Wald wurde von Matthias Moritz beschrieben, das er gründete und das nach seinen Worten dabei ist, an der digitalen Zukunft massiv mitzuarbeiten. Smart-TV und die Entwicklung von Apps für Fernsehen mit weltweiten Einsatzmöglichkeiten sind laut Moritz das Arbeitsfeld der Firma. MEKmedia habe 25 Mitarbeiter, arbeite im Rahmen eines Forschungsprogramms mit der Universität Regensburg zusammen.

Das Handy werde die Fernbedienung der Zukunft sein, und „die Digitalisierung ist die größte Chance für den ländlichen Raum“, stellte Moritz fest, der auch betonte, dass sein Unternehmen vor 20 Jahren noch nicht im Landkreis platziert hätte sein können. Das Internet – dessen Probleme er kurz ansprach – mit schnellen Verbindungen oder z. B. Cloud-Computing mache dies letztlich erst möglich.

Von der Idee, „Kultur auf höchstem Niveau hier auf dem Land zu präsentieren“, sprach dann Thomas E. Bauer. So sei das Konzerthaus Blaibach entstanden, das zwischenzeitlich Ereignisort vieler Veranstaltungen sei, neben der Musik auch für Präsentationen und Filmaufnahmen. In einem Gedankenspiel befasste sich Bauer mit dem Bau eines Konzerthauses für München und empfahl den Politikern, „junge Leute dahinzubringen“. Er empfahl, das Projekt so aufzubauen, dass ein Konzerthaus für ganz Bayern entsteht – „dann wird das ein Erfolg“.

Mit Gesprächen, Essen und Trinken wurde der Empfang im Konzerthaus abgerundet.

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