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Comedy

Kabarett in der Casino-Lounge

Heissmann und Rassau überzeugten mit ihrem neuen Programm in Bad Kötzting. Das Publikum war von den Beiden angetan.

Volker Heissmann und Martin Rassau sorgten für Lacher. Foto: kht
Volker Heissmann und Martin Rassau sorgten für Lacher. Foto: kht

Bad Kötzting.Wer kennt Waltraud und Mariechen nicht? Dahinter verbergen sich Volker Heissmann und Martin Rassau, die nach dreieinhalb Jahrzehnten gemeinsamen Auftretens ein neues Programm auflegen wollen. Mit „Wenn der Vorhang zweimal fällt“ begeisterte das Kultduo damit am Samstag in der Casino-Lounge.

„Super 8 – Aufnahmen sind nicht erlaubt, sie sind selbst gekommen, also selber Schuld“. Schon der akustische Auftakt ließ aufhorchen und baute Spannung auf. Als Andrea Fritz ankündigte, das Duo wäre wohl schon da gewesen, hätte gut gegessen und wäre dann nochmals ins Hotel war der Auftakt perfekt und Spannung aufgebaut. Den fehlenden Bühnenaufbau kritisierte Volker Heissmann gleich zu Beginn, wobei er kurz die Situation an einem Novemberabend in Bad Kötzting verdeutlichte: „Was ist los bei Euch, beim Frey hams a Schaufensterpuppe vor die Tür gestellt das man meint, es sei was los.“

An die Gegend angepasst

„Und dann hab i a no a Wirtschaft gefunden, wo was los is. Im Dolce-Vita waren drei Ureinwohner und als i mi vorstellte, i sei der Volker aus Fürth, war die Reaktion nur ein langes Staunen.“ Heissmann wie auch später Martin Rassau zeigten in ihren Wortspielen, dass sie sich auf die Örtlichkeit eingestellt hatten und in dem zweieinhalbstündigen Programm immer wieder verschiedene Situation in und um Bad Kötzting skizzierten.

„Bad Kötzting ist ja förmlich umgeben von Kreisverkehren, wohnen hier nur Greise?“ So deren Frage, die relativieren sollte, dass im Publikum ausnahmslos Vertreter der jüngeren Generation säßen. Zum Thema jung durfte Andrea Fritz nicht fehlen, lobten die Beiden, dass man in Bad Kötzting eine junge Direktorin bekommen habe.

„Ich bin mit dem Zug angereist und gestern schon weggefahren“, stieg Martin Rassau ins Fahrwasser seines Kollegen ein. Und dann habe er auch noch 50 Euro in der Spielbank verzockt und sei deshalb zu spät zum Auftritt gekommen. Selbst die Anreise ließ der Kabarettist nicht ohne Wortspiel vergehen. Da er in Nürnberg am Bahnhof von einer leicht bekleideten Damen angesprochen wurde, die ihm für 50 Euro alles erfülle, verlege sie nunmehr bei ihm zu Hause den Laminat. Die Deutsche Bahn erfuhr auch einen Seitenhieb, schließlich stelle der Fahrplan nur eine unverbindliche Abfahrtsempfehlung dar.

Facettenreicher Auftritt

Die beiden Franken überzeugten während des gesamten Auftritts mit gekonnter Mimik, spielten mit dem fränkischen Dialekt, bauten aktuelles Geschehen ins Programm ein und packten das Ganze in schrille Kleidung. Die begnadeten Verwandlungskünstler schlüpfen in jede Menge verrückter Rollen – ob im Standesamt oder in die von Urlaubsreisenden nach Südtirol. Sie begeisterten mit einem kurzweiligen Programm. (kht)

Das Duo

  • Weitere Engagements:

    Heissmann und Rassau betreiben die „Kleine Komödie Nürnberg“ und die „Comödie Fürth“. Letztere ist mit mehr als 120 000 Besuchern pro Jahr das erfolgreichste Privattheater in Süddeutschland. Für „Kiss me Kate“ spielten die beiden am Staatstheater in Nürnberg.

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