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Wald

Käferholz braucht Abstand

Nur als letztes Mittel kommen Pflanzenschutzmittel in Frage.

Ein Waldbesitzer arbeitet bei Blaibach Käferbäume auf.  Foto: Schoplocher
Ein Waldbesitzer arbeitet bei Blaibach Käferbäume auf. Foto: Schoplocher

Cham.Viele Waldbesitzer sind derzeit mit der Aufarbeitung von Borkenkäferholz beschäftigt. Aufgrund und trotz des hohen Holzanfalles, des schwierigen Holzmarktes und der angespannten Waldschutzsituation ist eine rasche, wirksame und abschließende Borkenkäferbekämpfung unbedingt notwendig. Die unverzügliche Abfuhr des befallenen Käferholzes auf geeignete Holzlagerplätze mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Fichtenbestand ist dabei ein besonders wichtiger Schritt im Zuge der Bekämpfung.

Vielerorts kann der nötige Sicherheitsabstand von 500 Metern zum nächsten Fichtenbestand aber nicht hergestellt werden. Dadurch wird unentrindetes Holz über längere Zeit im Wald oder in der Nähe des Waldes gelagert. Aus diesen Holzpoltern können die Schadinsekten rasch wieder ausfliegen und für weitere Schäden in den angrenzenden Wäldern sorgen. In diesen Fällen ist die Entrindung des Käferholzes ein wichtiges Bekämpfungsmittel. Nur als letztes Mittel der Wahl käme der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Frage. Die staatliche Förderung ist dabei ausgeschlossen.

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Borkenkäferbekämpfung ist nur im Wald zugelassen. Außerhalb des Waldes dürfen diese Mittel lediglich mit einer Ausnahmegenehmigung angewandt werden. Diese können Waldbesitzer bei der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) beantragen. Die Genehmigung wird gegen eine Gebühr von rund 30 Euro pro Waldbesitzer erteilt, sofern keine alternativen Bekämpfungsmethoden zur Verfügung stehen.

Das Antragsformular kann auf der Startseite des Waldbesitzerportals heruntergeladen werden: www.waldbesitzer-portal.bayern.de. Für weiterführende Fragen stehen die Revierleiter des AELF Cham gerne zur Verfügung.

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