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Gastronomie

Kaffee, Kuchen und Tapas im neuen Café

In Lam lässt Angelika Barthelmess das ehemalige „Charivari“ aufblühen: „Das Rosen“ ist ein kleines Kunst-Werk.

Angelika Barthelmess hat den Leerstand beendet und betreibt dort ein Café und einen Laden mit „Kunst-Werk“. Foto: kli
Angelika Barthelmess hat den Leerstand beendet und betreibt dort ein Café und einen Laden mit „Kunst-Werk“. Foto: kli

Lam.Ein älteres Haus hat für die gebürtige Münchnerin Angelika Barthelmess seinen besonderen Charme. Es steht meist in einer gewachsenen Wohngegend mit funktionierender Infrastruktur und Nachbarschaft, schätzt die Wahllamerin ein solches Umfeld. Als sie das ehemalige „Charivari“ erblickte, schloss sie die Immobilie auf Anhieb ins Herz. Mittlerweile hat sie den klassischen Altbestand erworben, auf Vordermann gebracht und darin „Das Rosen“ eingerichtet und eröffnet – ein Café mit Kunst-Werk und Bar.

Unikate aus Keramik

Für Angelika Barthelmess ist die Immobilie ein „Schatzkistlein“. Wer „das Rosen“ betritt, ist zunächst einmal überwältigt von der geschmackvollen Einrichtung mit allerlei Kunst-Werk. Angelika Barthelmess töpfert selbst leidenschaftlich gerne.

Aus alt mach neu: Retro-Charme im Rosen. Foto: kli
Aus alt mach neu: Retro-Charme im Rosen. Foto: kli

Ihre Keramikobjekte sind allesamt Unikate und zweifellos gelungene Geschenkideen. Im Untergeschoss entsteht dazu gerade eine eigene Töpferwerkstatt, mit der sie allerdings noch nicht fertig ist. Hier möchte sie auch Kurse geben. Die getöpferten Werke können in dem Raum im Brennofen vollendet werden, inclusive der Glasur. Barthelmess, die zuletzt in Regensburg gewohnt hat, hat ein Auge dafür, wie man aus Abfallprodukten oder scheinbar nutzlosen Stoffen, gemeinhin als Trödel bezeichnet, neuwertige Produkte entstehen lässt.

„Man muss nicht immer alles wegschmeissen, sondern kann die Sachen aufpeppen“, so die Philosophie der Wahllamerin Angelika Barthelmess. Foto: kli
„Man muss nicht immer alles wegschmeissen, sondern kann die Sachen aufpeppen“, so die Philosophie der Wahllamerin Angelika Barthelmess. Foto: kli

Beispiele sind alte Stühle, die von ihr beklebt oder bemalt werden und hinterher noch einen Lackauftrag erhalten. Fachmännisch bezeichnet man diese Methode einer stofflichen Aufwertung „Upcycling“. „Man muss nicht immer alles wegschmeißen, sondern kann die Sachen aufpeppen“, so die Philosophie der Wahllamerin, die auch ein ungemeines Geschick im Dekorieren hat. Die neue Hausbesitzerin ist sehr produktiv, findet auch noch Zeit und Muse zum Malen und Fotografieren.

Die Charivari-Geschichte

  • Gründung

    Die Firma Charivari wurde 1981 von Joachim Krogner gegründet. In den letzten 40 Jahren wurden mehrere Filialen eröffnet (Lam, Cham, Neukirchen...)

  • Sortiment

    Tracht stand damals noch an erster Stelle, deswegen der Name Charivari. Im Laufe der Zeit wechselte das Sortiment mehr zur jungen Mode, und konnte sich somit in der Modewelt im Landkreis Cham etablieren.

  • Entwicklung

    Aus gesundheitlichen Gründen verkaufte Joachim Krogner nach und nach alle Geschäfte. Das Charivari in Furth im Wald übernahm im März 2009 die langjährige Mitarbeiterin Sabine Jarosch.

Im Café gibt es von 14 bis 23 Uhr Kaffee, Kuchen und Tapas. Foto: kli
Im Café gibt es von 14 bis 23 Uhr Kaffee, Kuchen und Tapas. Foto: kli

In ihrem früheren Berufsleben war sie Buchhaltungsfachkraft, zog dann drei Kinder groß und war jahrelang als Hausfrau und Mutter gut beschäftigt. Nebenbei töpferte sie zuhause, gab Kurse und Seminare. Die Rückkehr in den erlernten Beruf war nach Jahrzehnten Abstinenz schwer bis überhaupt nicht mehr möglich. Angelika Barthelmess besann sich auf ihre Fähigkeiten und das, was ihr Spaß machte. Nach der Aufgabe eines Bekleidungshandels hatte sich noch ein Ofenbauer in das Gebäude in der Rosengasse 1 eingemietet. Mittlerweile wies es seit längerer Zeit einen Leerstand auf. Ein Zustand, der natürlich auch von der Gemeinde nicht gerne gesehen wird. Angelika Barthelmess gefällt es, dass das Haus sehr zentral liegt. „Mit dem Café ist es für mich ein Traum“, hat sie das Anwesen ins Herz geschlossen.

Kaffee, Kuchen und Tapas

„Das Rosen“ von außen.  Foto: kli
„Das Rosen“ von außen. Foto: kli

Das Café liegt über dem Laden und ist über eine Treppe zu erreichen. Dort gibt es von 14 bis 23 Uhr Kaffee, Kuchen und Tapas. Den Kaffee bezieht die Betreiberin aus der Kaffeerösterei von Jürgen Wittmann und Martin Faulwasser in Cham. Im Frühjahr vergrößert sich das Café dank einer Terrasse. Nach Lam verschlug es die Regensburgerin aufgrund von Kurzurlauben. Ihr drei Kinder leben in München, sie zog es aufs Land: „Ich habe im Internet nach Immobilien gesucht und entdeckte das Objekt in Lam“, erinnert sich die Regensburgerin, die gleich bei der Besichtigung von den verschiedenen Ebenen des Gebäudes angetan war. Angelika Barthelmess entschloss sich zum Kauf ihres „Stadthäuschens“, eingebunden in eine Dorfgemeinschaft.

Auch viele Geschenkideen sind im Cafe zu finden. Foto: kli
Auch viele Geschenkideen sind im Cafe zu finden. Foto: kli

Vorbesitzer Krogner half ihr beim Umbau, indem er die Handwerker organisierte. Die Erwerberin nannte das kleine, aber feine Cafe mit Selbstbedienung, Bar und dem Lädchen für Kunst–Werk nach der Königin der Blumen „das Rosen“. Schon in den ersten Tagen nach der Eröffnung gefiel ihr die Mischung ihres Publikums zwischen Tagesgästen, Urlaubern und Einheimischen. (kli)

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