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Donnerstag, 20. September 2018 25° 1

Fahrt

Kaiserstadt bei Sonnenschein

Frauenbund-Zweigverein Neubäu und Gäste erkundeten Graz, die Hauptstadt der Steiermark und Kulturhauptstadt Europas.

Die Reisegruppe aus Neubäu am See vor der der heiligen Barbara geweihten Hundertwasserkirche in Bärnbach Foto: rmt
Die Reisegruppe aus Neubäu am See vor der der heiligen Barbara geweihten Hundertwasserkirche in Bärnbach Foto: rmt

Roding.Der Bus war voll besetzt, als am vergangenen Samstag die Mitglieder des Frauenbundes Neubäu mit Gästen aus dem näheren und weiteren Umland zu ihrem diesjährigen Jahresausflug aufbrachen. Als Ziel hatte die Vorstandschaft Graz, die Hauptstadt der Steiermark, Kulturhauptstadt Europas und UNESCO- Weltkulturerbe ausgesucht.

Der Wetterbericht hatte zu 75 Prozent Regen vorhergesagt, aber Doris Gleixner wünschte bei ihrer Begrüßung als Vorsitzende den Teilnehmern trotzdem nicht nur eine gute Fahrt, sondern auch ein schönes Wochenende mit gutem Wetter. Und sie sollte Recht behalten. Graz empfing seine Gäste mit herrlichem Sonnenschein und zwei Stadtführern, welche sich freuten, den Besuchern all die Schönheiten der ehemaligen Kaiserstadt in kurzweiliger Art nahe zu bringen.

Beginnend bei der Oper, führte der Weg der Ausflügler durch die Herrengasse, vorbei an der Stadtpfarrkirche und dem Landeszeughaus durch kleine versteckte Gässchen mit romantischen, liebevoll gepflegten Innenhöfen. Am Glockenspielplatz konnte das steirische Paar bei seinem Tanz beobachtet werden, bevor der goldene Hahn über der Uhr einen heiseren End-Akkord setzte.

Beeindruckend und imposant ist der Renaissancehof des ehemaligen Jesuitenkollegs, dem heutigen Priesterseminar, von welchem aus früher ein direkter Zugang zum Dom mit dem „Landplagenbild“ führte. Bewundernswert ist die Burg, der Sitz der Steirischen Landesregierung, mit ihrer berühmten gotischen Doppelwendeltreppe, welche trunken machen konnte.

Hermann, der Führer, und Rosie, die Führerin, freuten sich über das Interesse ihrer Gäste und wurden nicht müde, von der Geschichte, den Bauten und den Menschen ihrer Stadt zu berichten, bevor der Abend mit einem gemütlichen Zusammensein in einer Brauereigaststätte endete. Der zweite Tag führte durch liebliche und, im Gegensatz zu der mangels Regenschauer sandig gelben Neubäuer Steppe, saftig grüne Landschaft zu den berühmten Lipizzaner Pferden im Schloss Piber, wo im Bundesgestüt die älteste Kulturpferderasse Europas vorwiegend für die Spanische Hofreitschule in Wien gezüchtet wird. In einer Führung konnten die Besucher Interessantes aus dem Leben der edlen Pferde erfahren und diese als noch kleine, niedliche Pferdekinder oder als bereits ausgewachsene Hengste oder edle Stuten bewundern.

Als letzter Höhepunkt der gut organisierten und strukturierten Reise erwartete Christine Weixel als Kirchenführerin in Bärnbach die Gäste aus der Oberpfalz, um ihnen mit viel Wissen, Herzblut und Liebe zum Glauben die Schönheit und Symbolik der Hundertwasserkirche vorzustellen. Das der heiligen Barbara geweihte Gotteshaus ist mit seinem vergoldeten Zwiebelturm, seinen Mosaiken aus Keramik und den zwölf Torbögen, welche die Toleranz, die Ökumene und die Gemeinsamkeit der Weltreligionen symbolisieren, ein fröhliches und lebensbejahendes Zeichen des Glaubens.

Auf der Heimreise bedankte sich 2. Vorsitzende Melanie Simmeth im Namen aller Teilnehmer des Frauenbund-Ausfluges bei der Familie Gleixner für die gute Planung und Durchführung der Reise. (rmt)

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