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Kalkofener Landwirt findet Hydrant

Nach dem Brand in Kalkofen kritisierte Josef Buchinger die Löschwasserversorgung. Nun gibt es eine neue Entwicklung.

Rund 250.000 Euro Schaden waren das Resultat des Brandes in Kalkofen.
Rund 250.000 Euro Schaden waren das Resultat des Brandes in Kalkofen. Foto: Gerhard Kastner/Feuerwehr Furth

Arnschwang.Kann die Feuerwehr einen Brand schnell genug bekämpfen, wenn es im Ortsteil Kalkofen brennt? Josef Buchinger hatte sich vor wenigen Wochen mit dieser Sorge an die Feuerwehr und an das Bayerwald-Echo gewandt. In einem Brief äußerte der Landwirt große Zweifel daran, dass die Löschwasserversorgung durch die vorhandene Infrastruktur gewährleistet sei.

Arnschwangs Bürgermeister Michael Multerer und Kreisbrandrat Michael Stahl verwiesen auf zwei vorhandene Hydranten und eine große Zisterne in der Ortsmitte, die in ihren Augen eine ausreichende Versorgung mit Löschwasser gewährleisten würden.

Nachholbedarf bei der Gemeinde?

Jetzt meldete sich Buchinger erneut zu Wort – mit einer Entdeckung, die für alle besorgten Anwohner ein Stück Erleichterung bringen dürfte. „Es stellte sich heraus, dass es in Kalkofen zwei Hydranten gibt, wobei einer davon bei den Löscharbeiten angezapft wurde – aber wo ist der Zweite?“, schrieb Buchinger. Dieser Frage sei er auf der Wiese gegenüber von seinem Hof nachgegangen – und dabei fündig geworden. „Nach einiger Zeit konnte ich den Unterflurhydranten in der Wiese finden, wo er eingewachsen war, so dass ich ihn freigraben musste.“ Er habe gewusst, wo die Fernwasserleitung ungefähr verlegt wurde, sagte der Landwirt dazu, wie er den Ort gefunden habe.

Feuer

Reicht die Löschwasserversorgung aus?

Josef Buchinger übt nach dem Brand in Kalkofen Kritik. Dafür gibt es keinen Grund, sagen Kreisbrandrat und Bürgermeister.

Beim Brand des Einfamilienhauses am 8. Juni, der die ganze Initiative des Landwirts überhaupt erst ins Rollen gebracht hatte, konnten die Einsatzkräfte diesen Hydranten also gar nicht gesehen haben, war Buchinger überzeugt. Ein üblicherweise angebrachtes Hinweisschild sei nämlich auch nicht vorhanden. Das müsste die Gemeinde aus seiner Sicht unbedingt nachholen.

Keine Kritik an der Feuerwehr

„Was Kalkofen betrifft, so bin ich in Bezug auf eine ausreichende Löschwassermenge beruhigt“, sagt Buchinger. Anders sehe es in Zenching bei seinem Wildgehege aus – „hier konnte ich bislang noch keinen Hydranten freigraben.“ Grundsätzlich wolle er aber klarstellen, dass er zu keiner Zeit die Schlagkraft oder gar die Wichtigkeit der Feuerwehren allgemein bezweifelt habe. Im Gegenteil: „Allen in Kalkofen am 8. Juni beim Brand beteiligten Feuerwehrleuten spreche ich meine Hochachtung aus.“ (gm)

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