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Kammermeier blickt auf Amtszeit zurück

Als Bürgermeister von Eschlkam musste er von Anfang an viele Probleme lösen.

Sepp Kammermeier blickt zufrieden auf seine Zeit als Bürgermeister in Eschlkam zurück. Foto: Isolde Kerschbaumer-Klonowski
Sepp Kammermeier blickt zufrieden auf seine Zeit als Bürgermeister in Eschlkam zurück. Foto: Isolde Kerschbaumer-Klonowski

Eschlkam.Am kommenden Donnerstag endet die Amtszeit von Sepp Kammermeier in Eschlkam. 24 Jahre lang gestaltete er als Bürgermeister die Entwicklung von Eschlkam. Von 1996 bis 2002 als stellvertretender Bürgermeister, und im Anschluss daran leitete er 18 Jahre als Bürgermeister die Geschicke der Marktgemeinde. Sein Nachfolger, Florian Neppl, wird ab dem 1. Mai in seine Fußstapfen treten und die Amtsgeschäfte führen.

„Eine Umstellung war es damals schon“, erinnert sich Kammermeier an die Anfänge im Bürgermeisteramt. Zuvor als Rechtsanwalt tätig, wirbelte das neue Amt mit den vielen Abend- und Wochenendterminen seinen Tagesablauf zunächst ordentlich durcheinander. Aber der Übergang in die neue Aufgabe in der Gemeinde war schnell gemeistert.

Nach seinem größten Ziel befragt, nennt Sepp Kammermeier das Zusammenwachsen der Ortsteile. Alle Altgemeinden sollten gleich und gerecht behandelt werden. Die Ausgangslage war dabei nicht einfach. Weil viele finanzielle Mittel in die notwendige Ortskernsanierung von Eschlkam geflossen waren, bestand eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung.

Gleichzeitig standen dringende Investitionen in den einzelnen Teilorten an. „Dort das Finanzierbare machen und gleichzeitig nach und nach die Schuldenlast abbauen“ – das war Kammermeiers Devise.

Eine schwierige Aufgabe lag vor ihm, aber durch einen kooperativen Marktrat und tüchtige stellvertretende Bürgermeister an seiner Seite war es zu schaffen. Heute kann er mit Stolz unter Berücksichtigung der bestehenden Rücklagen ein Pro-Kopf-Guthaben von etwa 400 Euro pro Einwohner ausweisen.

In der Unterstützung des Vereinswesens, beispielsweise durch die Jugendförderung der Gemeinde, sieht Kammermeier einen besonderen Beitrag zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in der Gemeinde. Ebenso wichtig seien ihm die Einrichtungen für Kinder – sei es die Kinderkrippe, die Mutter-Kind-Gruppe oder die Mittagsbetreuung in der Schule. Hier wird eine familienfreundliche Basis geschaffen und erfreulicherweise übersteigen die Geburtenzahlen die Zahl der Sterbefälle deutlich.

Auf die Frage nach besonders erfolgreichen Projekten meint Sepp Kammermeier: „Als herausragend fällt mir da das Waldschmidt-Haus ein. Durch die vielfältigen Vorträge, Kunst- und Fotoausstellungen wird das Haus mit kulturellem Leben erfüllt, insbesondere seit auch 2019 die Waldschmidt-Ausstellung Einzug gehalten hat.“

Auch die Ausgestaltung und Pflege der Umweltbildungszone am Drachensee und die Aktion „Eschlkam blüht – leben und leben lassen“ waren und sind besondere Projekte, die gepflegt werden wollen und sollen.

Was er seinem Nachfolger Florian Neppl mit auf den Weg geben könne? Darauf antwortet Sepp Kammermeier: „Die Grundaufgaben erledigen und kulturell noch was draufsetzen – da ist noch Luft nach oben.“ Und was sind die persönlichen Pläne vom langjährigen Ersten Bürgermeister der Marktgemeinde? „Die freie Zeiteinteilung genießen! Mehr Zeit zum Lesen, zum Sporttreiben und Sich-der-Heimatkunde-Widmen. Außerdem gibt es die Familie, die mehr in den Mittelpunkt rückt“, lacht Sepp Kammermeier. (ker)

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