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Kaputter Belag birgt Probleme

Die Sanierung der Verbindungsstraße nach Kotheben wird konkreter. Gemeinderat Waffenbrunn machte sich ein Bild vor Ort.
Von Hans Schmelber

Der Waffenbrunner Gemeinderat beriet unter anderem über die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Kotheben.
Der Waffenbrunner Gemeinderat beriet unter anderem über die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Kotheben. Foto: Hans Schmelber

Waffenbrunn.In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Waffenbrunn ging es unter anderem um die Inaugenscheinnahme der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Rhanwalting nach Kotheben. Sie stand schon zu Saurers Zeiten auf der Agenda. Gemacht wurde allerdings nichts, außer der Erwähnung von circa 800 000 Euro Kosten.

Unter dem neuen Bürgermeister Sepp Ederer werden jetzt allerdings Fakten geschaffen. Es geht nicht um den Ausbau der ganzen GVS, sondern um ein circa 800 Meter langes Teilstück, in dem der Belag überwiegend aus Beton besteht, der allerdings an vielen Stellen total zerbrochen ist und dadurch auch unterschiedliche Höhen ausweist. Das bringt vor allem im Winter bei Frost erhebliche Probleme beim Schneeräumen, weil sich Betonteile durch Frosteinwirkung noch weiter in die Höhe schieben und dadurch mit dem Räumschild in Kontakt kommen. Das beschädigt den Straßenbelag noch mehr, allerdings auch das Räumschild und die Aufhängung am Räumfahrzeug.

Geplant ist jetzt, ein Teilstück, das noch asphaltiert ist, abzufräsen und den Betonbelag ganz zu entfernen. Das Asphalt-Fräsgut soll bei diesen 800 Metern seitlich wieder eingebaut werden und dadurch würde ein zusätzlicher Rand entstehen. Da die Straße auch auf beiden Seiten einen Graben aufweist, soll einer davon zugeschüttet werden. In einem der Gräben verlaufen auch noch Versorgungsleitungen nach Kotheben. Es soll unter anderem mit dem Landratsamt geklärt werden, inwieweit man das mit dem Breitbandausbau in Einklang bringen kann. Zu den Kosten für den Ausbau konnte Bürgermeister Sepp Ederer noch nichts sagen, weil daran bereits ein Planungsbüro arbeitet und das noch circa eine Woche dauern wird.

Der allgemeine Teil der Gemeinderatssitzung fand dann wieder im Saal des Pfarrzentrums in Waffenbrunn statt. Es ging weiter mit der Bestellung des 1. Bürgermeisters zum Eheschließungsstandesbeamten. Gemeinden können einen ihrer Bürgermeister zu einem Standesbeamten bestellen, dessen Zuständigkeit sich allein auf Eheschließungen beschränkt. Dieser „Eheschließungsstandesbeamte“ muss nicht die Eignungsvoraussetzungen erfüllen, die sonst von Standesbeamten gefordert werden. Dem stimmte das Gremium zu.

Corona prägt Ferienaktionen

Die beiden Jugend- und Familienbeauftragten Silvia Irrgang und Michael Wittmann stellten nach einer kurzen Einleitung durch den Vorsitzenden anhand einer Power Point Präsentation die Kernziele ihrer weiteren und zukünftigen Arbeit vor. Dabei ging es zunächst um Fragen des Budgets. Im Haushalt sind dafür 500 Euro vorgesehen. Ferienaktionen müssen wegen Corona in einem dezentralen Programm definiert werden. Der geplante Fotowettbewerb (Lieblingsplatz in der Gemeinde Waffenbrunn) für die Pfingstferien ist aber aus Zeitgründen nicht mehr realisierbar.

Für die Sommerferien planen die beiden eine Schatzsuche auf den Spielplätzen in den Ortsteilen, Mitmachgeschichten, zum Beispiel Waldwichtel bauen oder Behausungen aus Naturmaterialien (LandArt), Kräuter- oder Blumenonlinekurs für Grundschüler, eine Schnitzeljagd im Dorf oder aber auch einen Rätselwettbewerb mit Fragen zur Gemeinde. In Planung sind auch noch Geocaching-Touren, eine Umfrage („Was braucht es in der Gemeinde noch“), die Errichtung einer Mail-Adresse für Jugendliche auf der Gemeinde-Homepage, Jugendsprechstunde und ein Jugendtreff.

Für Familien will man mit Fragen der Kindergartenangebote und Betreuung von Grundschulkindern eine Gesprächsgrundlage schaffen. Ein regelmäßiger Austausch mit Erzieherinnen der Kita ist geplant und man will sich um Betreuung von Grundschulkindern kümmern und die Eltern-Kind-Gruppe unterstützen. Zudem ist geplant, im Bereich der Infrastruktur Spielplätze zu erneuern oder zu sanieren sowie einen Fittrail-Parcours und Spielstraßen anzulegen.

Ein formeller Beschluss wurde vom Gremium dazu nicht gefasst, es ist aber der Meinung, die sinnvollen Vorschläge weiterzuverfolgen und die weiteren Vorbereitungen mit der Verwaltung gemeinsam voranzubringen.

Ärger um die Sparkasse

Gemeinderatsmitglied Alois Platzer schlug dann noch vor, einen Architekten für die weitere Schulplanung zu gewinnen, der sich darüber Gedanken machen soll, wie es damit weitergeht. Gemeinderätin Inge Ruhland ärgerte sich über die Sparkasse, die bereits die Filiale in Waffenbrunn geschlossen hat und nun auch den Geldautomaten abbauen will. Es kam ein Vorschlag auf, mit einer Unterschriftenaktion auf die Entscheidung der Sparkasse Einfluss zu nehmen. Auch Gemeinderat Platzer forderte, diese Entscheidung nicht einfach hinzunehmen und schriftlich dagegen vorzugehen. „Wo sollen denn ältere Menschen hingehen, wenn sie eine Überweisung tätigen wollen?“, monierte Inge Ruhland.

Bürgermeister Ederer informierte noch, dass die Trafostation im Bereich Baugebiet Weideweg vom Bayernwerk bereits abgerissen worden ist und die Leitungen abgebaut sind. Die Einfahrt zum Baugebiet wird unverzüglich ausgebaut, und in Kürze erfolgt dort auch die Asphaltierung der Straßen.

Weitere Themen

  • Gehweg:

    In der Gemeinderatssitzung wurde auch nachgefragt, wie viel die Sanierung des Gehweges im Bereich des abgerissenen alten Schulhauses koste. Laut Bürgermeister Ederer wäre hier mit Kosten unter 5000 Euro zu rechnen und es bedarf deswegen keines Einholens von Angeboten.

  • Fittrail:

    Gemeinderat Röckl schlug vor, den vorgeschlagenen Fittrail zu planen.

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