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Kultur

Karin Biela und ihr Herzogauer Märchen

Münchner Autorin entführte ihre Zuhörer in die Welt der Fantasie – mit Kurzgeschichten und Gedichten. Und eine Spende gab es auch.
Ingrid Milutinovic

  • Karin Biela – ihr Outfit passte zur Märchen-Lesung im Landhotel Gruber. Foto: Ingrid Milutinovic
  • Eine Auswahl von Büchern aus Bielas Verlag Foto: Ingrid Milutinovic

Waldmünchen.Her- zogau war nicht nur der Ort, in dem ein Märchen von Karin Biela spielte, sondern auch der Ort, in dem sie im Landhotel Gruber am Sonntagnachmittag eine kleine, aber feine Lesung veranstaltete – ein Schmankerl, nicht nur für Märchenliebhaber.

Aus Westfalen stammend und jetzt in München ansässig, ist Karin Biela langjährige Herzogau-Urlauberin und deshalb Herzogau und Waldmünchen inzwischen tief verbunden. Eine bunte Mischung an Texten war es, die sie für die Lesung ausgewählt hatte: Kurzgeschichten, Gedichte, mal poetisch, wenn es um Schneeglöckchen und Wichtel oder das Däumelinchen ging, oder auch „einfach märchenhaft“. „Es gibt überall verwunschene Zaubergärten, es gilt sie nur zu finden“, beschrieb Biela selber ihre Auswahl.

Auch lustige Geschichten gab es, wie zum Beispiel der Besuch im Seniorenheim, bei dem die Faschingszeit (Karneval oder Fasnacht) und das dazugehörige Gebäck (Kreppel, Krapfen oder Berliner) in den verschiedenen Regionen unterschiedlich benannt werden, dann doch eines gemeinsam haben: Man feiert.

Nicht nur eigene Texte waren es, die Biela zu Gehör brachte, auch Christl Fischer, hier bestens bekannt, und viele andere Autoren, die Anthologien aus ihrem Verlag veröffentlicht haben, begeisterten. „Der Riese aus dem Zauberwald“ (zu erkennen der Wald rund um Herzogau) – in ihrem gleichnamigen Märchen – zeigte ein großes Herz, indem er die böhmischen Soldaten zurückschlug und das gestohlene Glas wieder zurückbrachte. Und dann endlich nicht mehr allein war. Ihr Lieblingsmärchen wollte Biela den Zuhörern nicht vorenthalten. „Besser Märchen als erhobener Zeigefinger“: So ließ sie die Gäste einen Blick auf Flora und Fauna in der Arktis werfen, bevor es mit dem Mondschäfer noch einmal märchenhaft wurde. Eine Auswahl von Büchern hatte Biela mitgebracht, die auch signiert wurden.

Zum Ende hatte sie noch eine Überraschung parat. Ingrid Milutinovic, Leiterin der Stadtbücherei, nahm eine Spende mit Büchern aus Bielas Apollontempelverlag für ihre Leser in Empfang, wofür sie sich im Namen ihrer Leser herzlich bedankte. (wim)

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