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Feuerwehr

KBI Alfons Janker räumt seinen Posten

Neben dem Rodinger Kreisbrandinspektor tritt auch Kreisbrandmeister Martin Weigl kürzer. Die Suche nach Nachfolgern läuft.

Alfons Janker gibt das Amt des Kreisbrandinspektors ab, bleibt dem Feuerwehrwesen aber erhalten. Foto: rtn
Alfons Janker gibt das Amt des Kreisbrandinspektors ab, bleibt dem Feuerwehrwesen aber erhalten. Foto: rtn

Roding.Nicht zu beneiden ist derzeit Michael Stahl. Der Kreisbrandrat, der für die 190 Feuerwehren im Landkreis Cham zuständig ist, ist derzeit für den Inspektionsbereich Roding auf der Suche nach zwei neuen Führungskräften. Denn nach elf Jahren wird Kreisbrandinspektor Alfons Janker kürzer treten und das Amt in jüngere Hände legen. Da auch Kreisbrandmeister Martin Weigl seinen Posten räumt wird für den Bereich Stamsried ebenfalls ein Nachfolger gesucht. Geplant ist, dass die neuen Führungskräfte ihr Amt am 1. Mai antreten.

„Ich möchte keinen Tag missen, an dem ich Kreisbrandinspektor war“, betont Alfons Janker im Gespräch. Der 60-Jährige stand elf Jahre an der Spitze der 45 Wehren im Bereich Roding. In Erinnerung bleiben ihm die vielen tragischen Einsätze wie tödliche Verkehrsunfälle oder auch der Hochwassereinsatz in Deggendorf. Dabei stand das „Ende“ für Janker. Wie er wissen lässt, wollte er nach zehn Jahren an der Spitze aufhören. Doch gerne habe er mit dem neuen Kreisbrandrat Michael Stahl noch ein Jahr „drangehängt“, so dass nun elf Jahre geworden sind.

Als 15-Jähriger zur Feuerwehr

1973 ist Alfons Janker der Feuerwehr Dörfling beigetreten, später wurde er auch Mitglied bei der Feuerwehr Regenpeilstein. Dort übernahm er von 1994 bis 2008 auch das Amt des stellvertretenden Kommandanten. Währenddessen hat Janker zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen absolviert und die Nachwuchskräfte ausgebildet. Den Inspektionsbereich Roding, der über den vier Kreisbrandmeisterbereichen im westlichen Landkreis steht, leitet er seit 1. Mai 2007. Außerdem ist Janker, der mehrere Leistungsabzeichen abgelegt hat, seit dem Jahr 2012 stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes.

Wichtig war ihm stets der rege Austausch mit den Wehren. So sei er, so gut es ging, bei allen Feuerwehren vor Ort gewesen. Fünf bis sechs Tage sei er pro Woche für das Feuerwehrwesen unterwegs gewesen. Trotz seiner leitenden Funktion bei BMW in Wackersdorf versuchte er bei Einsätzen, so oft wie möglich auszurücken. Nach dem Abschied aus dem Amt des Kreisbrandinspektors wird sich Janker nicht komplett zurückziehen. Er wird die Leitung des Fachbereiches 1 (Fahrzeuge) beim Kreisfeuerwehrverband übernehmen und weiterhin stellvertretender Vorsitzender bleiben. Janker bleibt dem Ehrenamt also erhalten.

Für Stamsrieds Kreisbrandmeister Martin Weigl (4. v. r.) muss ebenfalls ein Nachfolger gefunden werden. Foto: rtn
Für Stamsrieds Kreisbrandmeister Martin Weigl (4. v. r.) muss ebenfalls ein Nachfolger gefunden werden. Foto: rtn

Wenn im KBM-Bereich Stamsried in den vergangenen Jahren „Florian Cham 2/2“ alarmiert worden ist, dann machte sich Martin Weigl als zuständiger Kreisbrandmeister auf den Weg. Auch er möchte kürzer treten und sein Amt abgeben. Wenn Weigl zurückdenkt, fallen im viele schöne Momente in diesem Ehrenamt ein. „Ich bin gerne KBM gewesen und bin es auch heute noch“, sagt er. Doch die Familie und die Arbeit am eigenen Bauernhof fordern etwas mehr Zeit, so dass er kürzer treten möchte. „Ich möchte aber gerne das Amt des ersten Kommandanten meiner Heimatwehr Großenzenried weitermachen“, kündigt er an. Weigl werde seinem Nachfolger stets mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihn jederzeit unterstützen.

So steht es um den Inspektionsbereich

  • Zeitplan:

    Am Freitag, 13. April , findet die Inspektionsversammlung mit Jahresversammlung des Förderverein des Inspektionsbereichs Roding im Gasthaus Schwarzfischer in Zell statt. Dort sollen im Optimalfall die beiden neuen Führungskräfte bekannt gegeben werden. Laut KBR Mike Stahl wird das für den Rodinger KBI klappen, beim Stamsrieder KBM ist er nicht so optimistisch. Am 1. Mai soll der neue KBI dann von Landrat Franz Löffler ernannt werden.

  • Lob:

    Für die beiden scheidenden Führungskräfte hat Kreisbrandrat Michael Stahl nur lobende Worte: „Klar ist es sehr schade, aber man muss die persönliche Entscheidung der beiden akzeptieren. Sie haben entschieden, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist.“ Sowohl Alfons Janker als auch Martin Weigl hätten beide sehr viel für die Feuerwehr getan. Stahl ist auch bewusst, dass es für die meisten nicht einfach ist, Beruf und Familie mit dem Ehrenamt zu verbinden.

  • Zukunft:

    Die Feuerwehren im Inspektionsbereich Roding sieht Michael Stahl für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Zuletzt konnte auch die Vakanz beim Inspektionsjugendwart sehr zufriedenstellend gelöst werden mit nun vier Verantwortlichen – aus jedem KBM-Bereich einen. Insgesamt zählen 45 Wehren in zehn Gemeinden zum Inspektionsbereich Roding, aufgegliedert in die KBM-Bereiche Stamsried, Roding, Falkenstein und Zell. (rtn)

In den vergangenen 15 Jahren lag Martin Weigl stets die Ausbildung der Nachwuchskräfte am Herzen. Es verging kaum eine Prüfung bei den zehn Feuerwehren des KBM- Bereiches, an der Weigl nicht als Schiedsrichter dabei war. „Das war mir besonders wichtig, denn die Jugend ist die Zukunft der Wehr“, betont er. Auch bei den Jahresversammlungen war der Kreisbrandmeister stets vor Ort. Denn nur so bleibe man am Puls der Zeit und erfahre, was in den Feuerwehren geboten ist. „Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das nicht so einfach gewesen, dass ich immer wieder weg konnte. Ich habe es immer organisieren können“, sagt Weigl.

Entscheidung im April denkbar

Zur Nachfolge-Regelung teilt Kreisbrandrat Michael Stahl auf Anfrage mit, dass aktuell eine Findungsphase laufe. In der kommenden Woche seien zwei Treffen mit den Kommandanten der 45 Feuerwehren im Bereich Roding geplant. Dort soll möglichst eine Entscheidung für den neuen Kreisbrandinspektor fallen. Ein Name, der immer wieder fällt, ist Florian Hierl. Der Mitterdorfer ist fachbezogener Kreisbrandmeister und Kreisjugendfeuerwehrwart. Kreisbrandrat Stahl lässt sich nicht in die Karten schauen und will die Personalie weder bestätigen noch dementieren.

Etwas länger hinziehen könnte sich die Suche nach einem Nachfolger für Martin Weigl. „Hier gibt es leider noch keine Kandidaten“, informiert Stahl. Während Landrat Franz Löffler den neuen KBI zum 1. Mai ernennen soll, vermutet Stahl, dass es bis dahin wohl noch keinen neuen KBM für den Bereich Stamsried geben wird. (rtn)

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