MyMz
Anzeige

Gesundheit

Keim-Wurst auch im Landkreis Cham

Im Kreis Cham wurden Fleischwaren des Skandal-Herstellers Wilke ausgeliefert. Kaufen konnte sie jedoch niemand.

Der hessische Wursthersteller Wilke ist derzeit geschlossen, gegen den Geschäftsführer ermittelt die Staatsanwaltschaft Kassel wegen fahrlässiger Tötung. Foto: Uwe Zucchi, dpa
Der hessische Wursthersteller Wilke ist derzeit geschlossen, gegen den Geschäftsführer ermittelt die Staatsanwaltschaft Kassel wegen fahrlässiger Tötung. Foto: Uwe Zucchi, dpa

Cham.Auch im Bereich des Landkreises Cham ist großflächig eventuell mit Listerien verkeimte Wurst des hessischen Fleischherstellers Wilke ausgeliefert worden. Die Ausgabe dieser Wurst sei umgehend gestoppt worden. Es gebe keine Krankheitsfälle. Dies berichtete der Pressesprecher des Landratsamtes, Friedrich Schuhbauer, auf Anfrage unseres Medienhauses.

Wie Schuhbauer erklärte, hat das Landratsamt über das Schnellwarnsystem der Regierung erstmals am 4. Oktober von der Angelegenheit erfahren. Seitdem sei man fortlaufend über E-Mails über den Stand der Dinge informiert worden. Die Wurst des Großherstellers sei flächendeckend an eine größere Anzahl von Unternehmen, Lebensmittelketten und Discounter geliefert worden. Diese hätten die Wurstwaren über Großhändler bezogen.

Gesundheitsamt: Keine Krankheitsfälle

Im Landkreis Cham sind dem Gesundheitsamt in der Folge keinerlei Krankheitsfälle bekanntgeworden, berichtete Schuhbauer am Donnerstag. Die mit Listerien belastete Wurst der Firma Wilke wird derzeit bundesweit mit drei Todesfällen und 37 Erkrankungen in Verbindung gebracht. Behörden haben den Betrieb vor zwei Wochen geschlossen. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen fahrlässiger Tötung.

Risiko

Keimbelastete Wilkewurst in Regensburg

Auch in die Gastronomie in Stadt und Landkreis ist die mit lebensgefährlichen Krankheitserregern belastete Ware gelangt.

Wurst umgehend aus Verkauf genommen

Anhand von detaillierten Lieferlisten wurde das Landratsamt über Unternehmen informiert, die Wurstwaren erhalten haben. Lebensmittelkontrolleure hätten festgestellt, so Pressesprecher Schuhbauer, dass die Wurst überall umgehend aus dem Verkauf genommen worden sei. Zudem habe man alle Kunden über den Rückruf informiert.

Auch der ordnungsgemäße Rückruf werde überwacht. Die Information beispielsweise der Kunden von Supermärkten durch einen Aushang liege in der Verantwortung der Lebensmittelunternehmen und erfolge in der Regel durch Aushang. (si)

Lebensmittel

Wilkes Wurstskandal trifft Schwandorf

87 Betriebe haben im Landkreis Ware erhalten, die möglicherweise mit Keimen belastet ist. Auch Pflegeheime waren betroffen.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht