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Eschlkam

Kerzen für 27 Verstorbene entzündet

Zu Allerheiligen waren Kirche und Friedhof in Eschlkam gut besucht.  Foto: Marianne Schillbach
Zu Allerheiligen waren Kirche und Friedhof in Eschlkam gut besucht. Foto: Marianne Schillbach

Eschlkam.Bei der Gedenkandacht zu Allerheiligen reichten die Sitzplätze in der Pfarrkirche, die heute meistens zu groß ist, nicht aus. Regelmäßig kommen aus diesem Anlass auch Angehörige von weit her, um ihren lieben Verstorbenen nahe zu sein.

Pfarrer Ries sagte in seiner Predigt: „Vor einigen Jahren, vor dem Fest Allerheiligen, hatte die Redaktion einer deutschen Kirchenzeitung eine besondere Idee. Sie schickte Reporter auf die Straße um verschiedene Menschen eine einzige Frage zu stellen: ,Kennen Sie jemanden, der ein bisschen heilig ist?‘ Am Anfang, so schilderte dieser Reporter, gab es bei dieser Frage ein Problem.“ Manche Befragte hätten mit dieser Frage nichts anzufangen gewusst. Andere hätten gesagt, sie würden nur normale Menschen kennen. Die Situation habe sich geändert, als eine Frau diese Frage ernst nahm und sagte: ,Ja, ich glaube, ich kenne so einen Menschen. Unsere Nachbarin. Ihr Mann ist nierenkrank und sie muss mit ihm jede Woche ins Krankenhaus fahren. Trotz ihrer Probleme ist sie aber immer freundlich und zuvorkommend.‘ Da hätten auch andere Befragte in ihrer Umgebung Menschen entdeckt, die ,ein bisschen heilig‘ seien.

Für die 27 Verstorbenen, die zwischen Allerheiligen 2018 und 2019 in der Pfarrei Eschlkam verstorben sind, entzündeten die Mesnerinnen an der Osterkerze je eine Kerze. Ebenso für alle verstorbenen Ordensleute und Priester und alle verstorbenen Pfarrangehörigen. Dann läutete die Totenglocke, zum Bedenken der eigenen Sterbestunde. (kbi)

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