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Region Cham
Sonntag, 15. Juli 2018 28° 3

Erziehung

Kinder stark machen gegen Drogen

Die Koordinationsstelle „Frühe Kindheit“ (KoKi) am Chamer Landratsamt stellt sich beim Suchtarbeitskreis vor.

Siegfried Urbas (l.) stellte das Projekt „Freunde“ vor. Foto: cga
Siegfried Urbas (l.) stellte das Projekt „Freunde“ vor. Foto: cga

Cham.In seiner letzten Sitzung beschäftigte sich der Suchtarbeitskreis mit der Koordinationsstelle „Frühe Kindheit“ (KoKi) mit Sitz im Landratsamt Cham und dem Präventionsangebot „Freunde“, das die Lebenskompetenzen von Kindern bereits im frühen Alter fördert.

Isabella Hierl und Manuela Schambeck stellten dem Gremium als Ansprechpartnerinnen der KoKi ihre Einrichtung vor. Dabei handelt es sich um eine Anlaufstelle für Schwangere, Alleinerziehende und Familien mit Kindern bis zu drei Jahren. Mit Beratung bietet sie Hilfestellungen rund um das Thema Baby und Kindheit an. Das Spektrum reicht von Unterstützung bei Antragstellungen, Informationen über finanzielle Hilfen, der Suche nach der passenden Hebamme oder Geburtsklinik bis hin zu Tipps bei Fragen zur Entwicklung zum Schlafverhalten, bei Schreiphasen oder zur Ernährung und Pflege. Ziele seien die Förderung einer positiven Entwicklung, die Stärkung der elterlichen Beziehungs- und Erziehungskompetenz, gezielte Unterstützung in belastenden Alltagssituationen und die Vermeidung von Überforderung, erklärte Schambeck. Und: „Wir wünschen uns, dass allen Eltern diese Anlaufstelle für ihre Fragen und Bedürfnisse bekannt ist, und es keine Hemmschwellen gibt, sich dorthin zu wenden.“

„Wichtig ist uns auch, dass Personen, die mit Eltern von kleinen Kindern in Kontakt sind, über die Einrichtung und Beratungsangebote informiert sind“, führte ihre Kollegin Hierl weiter aus. Sie betonte außerdem, dass die Beratungsangebote der KoKi kostenlos sind und der Schweigepflicht unterliegen.

„Die KoKi ist insbesondere bei der Betreuung von jungen Eltern eine wertvolle Einrichtung“, sagte Arbeitskreisleiter Siegfried Urbas. Ähnlich positiv äußerte er sich zum Projekt „Freunde“. Mit einem ausgeklügelten Konzept lege diese Aktion für Kinder im Vorschulalter einen Grundstein für ein möglichst sucht- und gewaltfreies Leben. „Freunde“ erreicht die Kinder in Einrichtungen über das pädagogische Fachpersonal, das an einem standardisierten Fortbildungsprogramm teilgenommen hat. Das Programm startete 1998 mit ersten Bausteinen und wurde seither kontinuierlich weiterentwickelt. Die einzelnen Module von „Freunde“ seien so gestaltet, dass sie den Mädchen und Jungen im Vorschulalter viel Spaß bereiten.

Zum Konzept zähle beispielsweise der Selber-mach-Tag, an dem kein vorgefertigtes Spielmaterial verwendet wird. Die Kinder entwickeln stattdessen eigene Ideen für die Gestaltung des Tages. Sie werden dadurch in ihrem Selbstvertrauen und in der Kommunikationsfähigkeit gestärkt. Interessierte können sich mit Siegfried Urbas in Verbindung setzen. (cga)

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