MyMz
Anzeige

Erziehung

Kinderbetreuung in der Natur

Beim Tag der offenen Tür warb Leiterin Antonia Hastreiter für die Vorzüge des Waldkindergartens.
Von Christina Schweitzer

Antonia Hastreiter, die Leiterin des Waldkindergartens, mit zwei Kindern, die ein Nagelbild erstellt haben.  Foto: Christina Schweitzer
Antonia Hastreiter, die Leiterin des Waldkindergartens, mit zwei Kindern, die ein Nagelbild erstellt haben. Foto: Christina Schweitzer

Furth im Wald.„Natur erleben und Natur bewusst machen“ – für Antonia Hastreiter, die Leiterin des Waldkindergartens, macht das die Besonderheit ihres Hortes aus. Die Kinder genießen dort ein freies Leben in und mit der Natur – egal, ob Sommer oder Winter. Dadurch entwickeln sie bereits in frühen Kindheitsjahren ein Naturbewusstsein, das oftmals weithin bis ins spätere Erwachsenenalter präsent ist. In einer kleinen Gruppe von 20 Kindern können diese sich frei- und vielfältig entfalten.

Diese Grundsätze wollten Antonia Hastreiter und ihr Team am Samstagnachmittag den rund 80 Kindern und deren Eltern näher bringen, die zum Tag der offenen Tür des Waldkindergartens erschienen sind. Egal, ob beim Basteln von Traumfängern, Holzmobiles oder bei den Nagelbildern - überall konnte man in glückliche Kindergesichter blicken.

Aber auch das Kinderschminken oder das Schnitzen von kleinen „Pfeiferln“ machte den Kleinen Spaß. Beim Rundweg durch das Gelände des Waldgebietes gab es außerdem viele tolle, von Kinderhand gestaltete Entdeckungen zu bewundern. Antonia Hastreiter bezeichnet den Kindergarten sogar als „Luxus““-Hort. Durch die klein gehaltene Kindergruppe geht es in den Wäldern des Waldkindergartens eher „familiär und klein und schnuckelig“ zu. Alle halten zusammen. Aus diesem Grund waren auch die Eltern der Kinder sehr stark mit in den Tag der offenen Tür eingebunden. Ob beim Getränkeverkauf oder bei der Betreuung verschiedener Stationen halfen alle mit. Eine weitere Attraktion stellte die Schottengruppe „MacDragh“ dar, die zu diesem Anlass ein Lager ganz im Sinne des 14. Jahrhunderts mit auf dem Gelände aufgebaut haben. Sie führten mit den Kindern auch noch sogenannte „Mini-Highland-Games“ durch.

Der Further Waldkindergarten ist ein städtischer Kindergarten mit sehr großem Potenzial. Aus diesem Grund sorgt es wohl auch nicht für Verwunderung, dass bei Frau Hastreiter bereits Anmeldungen aus dem Kreißsaal heraus getätigt werden. Dabei wird bei der Vergabe der Kindergartenplätze strikt die Warteliste beachtet.

Dass die Kinder vor allem in und mit der Natur groß werden, zeigt sich auch an den Ausflügen, die hin und wieder unternommen werden. Mit dem Geld, das der Kuchenverkauf am Tag der offenen Tür gebracht hat, sei ein Besuch mit den Kindern beim „Woidwolfe“ in Planung. Er lebt mit der Natur und hat eine Gabe, die Tiere und Bewohner des Waldes in nächste Nähe zu ihm zu locken. Ein derartiger Besuch wäre, wie die Leiterin des Hortes betont, ein Highlight, das zum Konzept des Waldkindergartens passt. (fcs)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht