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„Kinderschutz geht alle etwas an“

Der Weiße Ring traf sich, um bisherige Aktionen zu besprechen und neue zu planen. Ein Pilotprojekt stand im Vordergrund.

In der Gesprächsrunde des Weißen Rings unterhielten sich Josef Wittmann, Landesvorsitzender Bayern-Nord, Klaus Kozuch, Präventionsbeauftragter, Doris Klingseisen, Kursleiterin, und Judith Löffler, Jugendbeauftragte (v. l.).
In der Gesprächsrunde des Weißen Rings unterhielten sich Josef Wittmann, Landesvorsitzender Bayern-Nord, Klaus Kozuch, Präventionsbeauftragter, Doris Klingseisen, Kursleiterin, und Judith Löffler, Jugendbeauftragte (v. l.). Foto: Klingseisen, WR-Cham

Cham.Vertrauen ist für Kinder ein wichtiges Thema. In der Erziehung könne dieses von den Eltern gestärkt oder geschwächt werden, wie der Weiße Ring in einer Pressemitteilung informiert. Eltern dabei zu unterstützen, Kinder dafür zu sensibilisieren, wem sie vertrauen könnten und wem nicht, sei eine der wichtigsten Aufgaben des Weißen Rings. Unter dem Motto „Kinderschutz geht alle an“ ist die Hilfsorganisation schon mit vielen Aktionen tätig geworden. Auch Prävention in der Kriminalitätsopferhilfe ist ein spezieller Zweig der ehrenamtlichen Helfer des Weißen Rings.

Klaus Kozuch, Leiter des Weißen Rings seit über zehn Jahren im Landkreis Cham, wurde 2015 als Präventionsbeauftragter für Bayern-Nord ernannt. Eines seiner ersten Projekte war die Aktion „Nicht mit mir!“, die er zusammen mit dem Ju-Jutsu-Verband im Landkreis Cham ins Leben rief. Seine Mitarbeiterin Doris Klingseisen, die nicht nur Kriminalitätsopferhelferin in der Chamer Gruppe ist, sondern auch ausgebildete Fachwirtin für Konfliktmanagement und Selbstverteidigung, leitet die Kurse. Die Jugendbeauftragte für Bayern-Nord, Judith Löffler, unterstützt sie dabei.

Seit Mitte März seien die Kurse wegen den Corona-Schutzmaßnahmen ausgesetzt gewesen. Bis dahin hätten im Schuljahr 2019/20 über 150 Grundschulkinder an 13 verschiedenen Einrichtungen lernen können, was gefährliche Situationen seien, was eine Notinsel und ein Notfallplan seien, wie Hilfe zu organisieren sei und wie Selbstbehauptung und Selbstverteidigung gehe. Jetzt sollen noch vor den Ferien einige Kurse abgeschlossen werden. Daher trafen sich die Verantwortlichen zur Planung des restlichen Schuljahrs, aber auch für das Schuljahr 2020/2021.

Eine weitere Präventionsaufgabe für Kleinkinder wurde mit „Pfoten weg!“ besprochen, einem Theaterstück, das die Konstanzer Puppenbühne in Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring im November aufführt. Spielerisch werde Kindern vermittelt, dass sie zwischen angenehmen und unangenehmen Gefühlen unterscheiden können, dass sie das Recht hätten, „Nein“ zu sagen, dass es gute und schlechte Geheimnisse gebe, und dass sie Hilfe und Unterstützung einfordern könnten.

Das Projekt

  • Information:

    Schulleiter oder Elternbeiräte der Grundschulen, aber auch weiterführenden Schulen können sich beim Weißen Ring im Landkreis Cham telefonisch unter (01 51) 55 16 46 41 melden.

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