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Freizeit

Kino: Das sind die Herbst-Lichtgestalten

Die Filmreihe bringt in diesem Herbst interessante Filme zu Kunst, Musik, Reise und Natur ins Kino in Cham.

Eine Szene des Films „Weil du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour“  Foto: picture alliance/dpa
Eine Szene des Films „Weil du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour“ Foto: picture alliance/dpa

Cham.Ein Porträt der Gruppe SPUR, die zur künstlerischen Avantgarde Deutschlands nach 1945 zählt und mit ihrer Kunst, ihren Manifesten und politischen Aktionen entscheidend zur gesellschaftlichen Aufbruchsstimmung der 60er Jahre beitrug, macht den Auftakt bei den Herbst-Lichtgestalten. Die Filmreihe des Kulturvereins Bayerischer Wald und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) präsentiert wieder eine interessante Zusammenstellung.

Der Film „SPUR“ startet am 11. Oktober und hat lokale Wurzeln. Sabine Zimmer, die Regisseurin, stellt den Doku-Film am Abend vor. Die Künstler Lothar Fischer, Heimrad Prem und Helmut Sturm aus der Oberpfalz sowie HP Zimmer und zeitweise der Politaktivist Dieter Kunzelmann haben als Gruppe SPUR in den 60er Jahren durch den medienwirksamen „Bense“-Skandal und den SPUR-Prozess große Öffentlichkeit erlangt.

Bayern und Iren

Da Huawa, da Meier und I sind im Film zu sehen. Foto: Hubert Lankes
Da Huawa, da Meier und I sind im Film zu sehen. Foto: Hubert Lankes

„What the Fuck is Heimat – Ein Bairisch-Irisches Roadmovie“ heißt es am 15.10.. Die bayerische Kabarett-Volksmusik-Band „DaHuawadaMeierundI“ tritt an zum ersten, gemeinsamen Auftritt mit irischen Folkmusikern auf dem renommierten Cork Folk Festival. Die Reise durch Europa wird zur Suche nach den eigenen Wurzeln. Gleichzeitig wird „Der Schamane und die Schlange“ gezeigt. Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, einen deutschen Forscher zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden.

Termine im Kino

  • Kunst:

    Freitag, 11. Oktober, 19.30 Uhr: Gruppe SPUR – Die Maler der Zukunft!

  • Musik/Natur:

    Dienstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr: What the Fuck is Heimat – Ein bairisch-irisches Roadmovie – ebenfalls Dienstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr: Der Schamane und die Schlange

  • Reise/Natur:

    Dienstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, Anderswo. Allein in Afrika – ebenfalls Dienstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr: Birdwatchers - Das Land der roten Menschen

  • Kunst:

    Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr: BEUYS

  • Musik:

    Dienstag, 5. November, 19.30 Uhr: Spider Murphy Gang – Glory Days of Rock ’n’ Roll

  • Musik:

    Dienstag, 12. November, 19.30 Uhr: Weil Du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour

  • Natur:

    Dienstag, 19. November, 19.30 Uhr: Free Solo

  • Kunst:

    Dienstag, 26. November, 19.30 Uhr: Leaning into the Wind

  • Natur:

    Dienstag, 3. Dezember, 19.30 Uhr: Happy People – Ein Jahr in der Taiga

  • Eintrittskarten:

    Diese können bereits jetzt online erworben werden www.kino-cham.de, Telefonnummer (0 99 71) 2 02 20.

Günther Sigl von der Spider Murphy Gang Foto: Matthias Balk/dpa
Günther Sigl von der Spider Murphy Gang Foto: Matthias Balk/dpa

„Anderswo. Allein in Afrika“ heißt es am 22. Oktober. Es geht 414 Tage über 15.000 Kilometer durch 15 Länder und durch atemberaubende Natur und Erlebnisse. Ebenfalls am 22. Oktober wird „Birdwatchers – Das Land der roten Menschen“ gezeigt. Der Film spielt in Brasilien, der den Konflikt zwischen Großgrundbesitzern und Indigenen thematisiert. Dem italienischen Regisseur gelang ein Film von hypnotischer Intensität, dessen Sog man sich nur schwer entziehen kann. Der Künstler Beuys steht am Dienstag, 29. Oktober, im Mittelpunkt. Gezeigt wird eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume von Regisseur Andres Veiel. Am 5. November wird die Kultband „Spider Murphy Gang – Glory Days of Rock’n’Roll“ im Film von Jens Pfeifer vorgestellt. Im Jahr 2017 feierte die Münchner Band Spider Murphy Gang ihr 40-jähriges Bestehen und ging auf große Geburtstags-Tournee.

Politik, Spaß und Provokation

Der Film „BEUYS“ hat zwei „Lolas“ gewonnen. Foto: pa/obs/SWR/Zero one
Der Film „BEUYS“ hat zwei „Lolas“ gewonnen. Foto: pa/obs/SWR/Zero one

Dann geht‘s zum Punk: Am 12. November heißt es: „Weil Du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour“. Die Toten Hosen sind ein Phänomen der Superlative. Seit 37 Jahren kreieren sie Lieder, bei denen Politik, Spaß und Provokation keine Widersprüche sind. Am Dienstag, 19. November, ist Free Solo zu sehen. Der Free-Solo-Kletterer Alex Honnold bereitet sich im Sommer 2017 auf die Erfüllung seines Lebenstraums vor: Er will den bekanntesten Felsen der Welt erklimmen. Am 26. November wird „Leaning into the Wind: Andy Goldsworthy“ von Regisseur Thomas Riedelsheimer gezeigt. Fast 17 Jahre nach seinem ersten Film über den schottischen Land-Art-Künstler begleitet Thomas Riedelsheimer Goldsworthy ein weiteres Mal mit der Kamera. Der Künstler Andy Goldsworthy ist bekannt für seine vergänglichen Kunstwerke, die er oftmals in freier Natur erschafft. Der Abschluss der Filmreihe ist in am 3. Dezember „Happy People – Ein Jahr in der Taiga“ von Dimitry Vasyukov und Werner Herzog. Herzog präsentiert eine Dokumentation über das Leben dort.

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