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Kirchenrenovierung beginnt

Der Innenraum, an dem der Zahn der Zeit genagt hat, soll in neuem Glanz erstrahlen. Die Kirchenstiftung hofft auf Spenden.

  • Pfarrer Albert Hölzl (l.) und Kirchenpfleger Albert Prögler informieren über die Renovierung der Tiefenbacher Pfarrkirche St. Vitus. Foto: Christa Bucher
  • Das mobile Inventar – wie die Heiligenfiguren – wird gereinigt und aufgearbeitet. Foto: Christa Bucher/Christa Bucher
  • Die Kirchenbänke sind schon ausgebaut. Foto: Christa Bucher/Christa Bucher

Tiefenbach.In den kommenden Monaten werden in der Pfarrkirche St. Vitus in Tiefenbach Handwerker statt Gläubige ein- und ausgehen. Denn am heutigen Montag beginnt die Innenrenovierung des Gotteshauses, die Kirche wird zur Großbaustelle. Für den Zeitraum der Arbeiten, die bis kommendes Jahr dauern werden, bleibt sie deshalb geschlossen.

Der Innenraum der Kirche St. Vitus setzt sich aus drei großen Bauteilen zusammen, die aber eine gelungene Einheit bilden. Der Raum besteht aus einem einzigen Langhaus mit achteckigem Zentralbau und Altarraum/Presbyterium. Dieses war im Zuge der letzten Generalsanierung (1996 bis 2001) erhöht worden, um die Sicht vom Kirchenschiff zum Altar zu verbessern. In fünf Bauabschnitten war das Gotteshaus damals innen wie außen auf Vordermann gebracht worden.

Seitdem hat der Zahn der Zeit wieder am Gotteshaus genagt. Hinzu kam vor einigen Jahren ein Brandschaden. In dessen Folge wurde zwar eine Grundreinigung des Pflasters und der Stühle durchgeführt. Der Volksaltar war aber nicht mehr zu retten. Aus diesen Gründen hat sich die Katholische Kirchenstiftung in Abstimmung mit den entsprechenden Fachstellen zu einer umfassenden Innenrenovierung entschlossen, die nun nach umfassenden Planungen und Befunduntersuchungen beginnt.

Eine Menge Vorarbeit war nötig

Dabei wird es keine klassische Bearbeitungsteilung in Raumschale und Ausstattung geben, informiert Kirchenpfleger Albert Prögler. Die Arbeiten erfolgen von unten nach oben und von oben nach unten. Dafür war einige Vorarbeit nötig: Vor einigen Wochen haben freiwillige Helfer begonnen, die Kirche auszuräumen. „Eine Menge Arbeit“, wie Kirchenpfleger Prögler weiß. So musste die gesamte mobile Kirchenausstattung – von Heiligenfiguren über Zunftstangen bis hin zu den Kreuzwegstationen – abgenommen werden. Große Teile davon kommen in die Werkstatt der Firma Preis aus Parsberg, die das sakrale Inventar fachkundig reinigt, sichert und aufarbeitet.

Für die Innenrenovierung mussten auch alle Kirchenbänke ausgebaut und eingelagert werden. Dies geschah bereits vor einigen Wochen, damit im nächsten Schritt die hölzernen Podeste abgeschliffen und neu gestrichen werden können. Diesen Montag werden Mitarbeiter der Firma Jann die Orgelpfeifen abmontieren. Die Orgel selbst bleibt wie Haupt- und Seitenaltäre, Beichtstühle und Kanzel in der Kirche. Sie werden vor Ort restauriert. Weil die Orgel Schimmel angesetzt hat, wird auch eine neue Be- und Entlüftungsanlage eingebaut, informiert Prögler. Außerdem wird die Wandheizung mit einem automatischen Regulierungssystem ausgestattet. Bislang erfolgte die Steuerung manuell.

Ein größeres Thema werde auch die Trockenlegung der Mauer an der hinteren Nordseite, so Prögler. Dafür müsse Putz abgeschlagen werden. Ist dies erledigt, baut die Firma Wackersdorfer Gerüstbau für die Arbeiten an der Raumschale ein riesiges Gerüst in der Pfarrkirche auf. Danach können die Kirchenmaler mit Reinigung und Tünchen von Wänden und Gewölbe beginnen. Vor allem im vorderen Bereich sind die Folgen der Rußentwicklung noch deutlich zu sehen. „Danach wird die Pfarrkirche wieder in neuem Glanz erstrahlen“, ist Pfarrer Albert Hölzl überzeugt.

Für die Innenrenovierung sind rund 722 000 Euro veranschlagt, informiert Kirchenpfleger Albert Prögler. Für die Neugestaltung des Altarraums inklusive neuem Volksaltar rechne man mit weiteren 100 000 Euro. Dazu muss auch die Kirchenkasse einen erheblichen Teil beisteuern. Deswegen habe die Katholische Kirchenstiftung Tiefenbach ein Spendenkonto eingerichtet, damit sich der zweite Bauabschnitt nahtlos an den ersten anschließen kann, informieren Prögler und Hölzl: „Wir würden uns freuen, wenn die Pfarrangehörigen die Renovierung ihrer Pfarrkirche unterstützen würden.“

Gottesdienste an Ausweichorten

Während der Renovierungsarbeiten bleibt die Tiefenbacher Pfarrkirche geschlossen. Pfarrbriefe können ab diesem Montag am Eingang zum Pfarrbüro abgeholt werden, der Weihwasserkessel wird im Eingangsbereich der Leichenhalle am Friedhof aufgestellt. Gottesdienste werden während der Innenrenovierung entweder im Freien oder in den umliegenden Kirchen, vorwiegend in Treffelstein, stattfinden. Weiter sollen Messfeiern per Livestream im Internet übertragen werden, versichert Hölzl.

Wer die Renovierung der Pfarrkirche St. Vitus finanziell unterstützen will, kann dies mittels Überweisung auf das Konto der Katholischen Kirchenstiftung Tiefenbach, IBAN: DE26742510200110015328, tun. Wer eine Spendenquittung wünscht, braucht dies nur im Verwendungszweck der Überweisung angeben. Die Spende kann auch im Pfarrbüro abgegeben werden. (wbf)

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