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Bildung

Kleine Entdecker an der Schule Chamerau

Drei Unterrichtsstunden durften die Drittklässler zu den Themen Elektrizität, Magnetismus und Energie experimentieren.
Hermann Schropp

  • Als kleine Forscher mit weißen Kitteln ausgerüstet, waren die Schüler ganz fasziniert von den Naturgesetzen und wie man ihnen auf die Schliche kommt. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Zum wiederholten Mal durfte sich die Grundschule am Projekt „Schüler als Entdecker“ beteiligen. Der vorhergesagte Nachwuchskräftemangel im naturwissenschaftlichen Bereich war auch für die Bildungsregion Landkreis Cham der Anlass, naturwissenschaftliche und technische Themen in Kitas und auch in Grundschulen dauerhaft zu verankern. Dafür wurde ein entsprechendes Schulungskonzept für Freiwillige erstellt. In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa Bayern) und durch die finanzielle Unterstützung durch die LBS und die Sparkassenstiftung wurde 2014 das Projekt „Kleine Entdecker – ganz groß!“ mit sehr großem Erfolg eingeführt.

Wo kommt eigentlich der Strom her? Was wird von einem Magneten angezogen? Und wie wird Solarenergie gewonnen? Diesen und noch mehr Fragen wollten die Schüler der 3. Klasse der Grundschule Chamerau auf den Grund gehen. Passend gekleidet in Forscherkitteln machten sie sich ans Tüfteln und Ausprobieren. Angeleitet wurden sie dabei von Josef Cramer, Wolfgang Eichinger, Maria Schneider, Angelika Scherr und Maria Schneider vom Treffpunkt Ehrenamt, die im Rahmen des Projekts „Kleine Entdecker“ verschiedene Versuche zu den Themen Elektrizität, Magnetismus und Energie vorbereitet hatten.

Die Betreuer erklärten den Schülern, was Strom eigentlich ist, erläuterten Möglichkeiten der Stromerzeugung sowie besondere Gefahren im Umgang mit Strom. Dass auch der menschliche Körper Strom leitet, wurde den Schülern in einem anschaulichen Gruppenexperiment bewusst gemacht: Alle mussten einen Kreis bilden und sich an den Händen fassen. Zwei Kinder hielten eine spezielle Lampe zwischen sich. Waren alle Hände verbunden, leuchtete die Lampe. Ließ ein Kind die Hand des Nachbarn los, unterbrach es gewissermaßen den Stromkreis, so erlosch sie wieder. Dies sorgte für Erstaunen.

Danach verteilten sich die Schüler an den Gruppentischen, an denen nun nacheinander verschiedene Experimente durchgeführt werden sollten. Während sich eine Gruppe mit erneuerbaren Energien beschäftigte, sammelte ein anderes Team Erfahrungen mit Magneten. Die dritte Gruppe baute Stromkreise und erweiterte diese zu Reihen- und Parallelschaltungen.

Nach zweimaligem Tauschen hatten alle Schüler die verschiedenen Stationen durchlaufen. So vergingen die drei Schulstunden mit dem Team der kleinen Entdecker wie im Flug, sorgten für viele Überraschungen und begeisterten alle. Mit Eifer und höchster Konzentration wurden die Drittklässler wirklich zu Entdeckern und löcherten ihre Ausbilder mit vielen Fragen. Die Neugier als Triebfeder des intensiven Lernens war bei den Schülern riesengroß. In fünf Kleingruppen durfte wirklich jeder selbst Hand anlegen und beim Gelingen des Versuches den Erfolg feiern.

Ähnlich wie die „Kleinen Entdecker – ganz groß!“ gehen die freiwilligen „großen Entdecker“ in nahezu alle Grundschulen des Landkreises Cham, um dort zusammen mit den Lehrkräften und in Anlehnung an den Lehrplan zu bestimmten Themen Experimente durchzuführen. Mit großem Applaus verabschiedeten sich die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin Anna Edbauer von den Gästen. (che)

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