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Prävention

Kneipp-Gedanke hält Einzug bei Montessori

Glückskinder, Tamu-Oase und Grafenwiesener Schule kooperieren mit dem Kneipp-Verein. Nächste Woche ist Projektstart.

„Wir wollen gesunde Kinder, die lernen, eigenverantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen“ –Bettina Pritzl informierte im Sinocur die Eltern über das Kneipp-Projekt. Foto: kid

Bad Kötzting.Einen etwas anderen Elternabend als gewohnt hat die Leitung der „Montessori Glückskinder“ im Sinocur vorbereitet. Die Kinderbetreuungseinrichtung wird künftig zusammen mit der Tamu-Oase und der Montessorischule Grafenwiesen in Kooperation mit dem Kötztinger Keippverein den Kneipp-Gedanken ausrollen und mit den Kindern praktizieren.

Kurdirektor Sepp Barth machte deutlich, wie wichtig der Kneipp-Gedanke für Bad Kötzting ist. Nachdem die Anzahl der von den Kassen verschriebenen Kuren stark zurückgegangen war, suchte die Stadt nach einem attraktiven Angebot für ihre Kurgäste und fand es in der Prävention.

„Wir müssen weg von der Reparaturmedizin und die Eigenverantwortlichkeit der Menschen mit einbinden“, so Barth. In diesem Zuge stellte er auch das Sinocur vor, in dem Schulungen, Anwendungen und gesundes Kochen möglich sind. Bürgermeister Markus Hofmann lege besonderen Wert darauf, dass alle örtlichen Kinderbetreuungseinrichtungen eine Kneipp-Zertifizierung haben, so Barth. Deshalb fand im Oktober/November ein sechstägiger Kurs mit der Kneipp-Akademie Bad Wörishofen statt, an dem Betreuer aus allen Einrichtungen teilnahmen.

Die Geschäftsführerin des Kneipp-Vereins, Bettina Pritzl, stellte die Kneipp-Zertifizierung für die Kinderbetreuungen als einmaliges Projekt heraus, das ihr Verein mit seinem Know-how und Equipment unterstütze. Speziell die Kneippreferentinnen für Kinder, Gerlinde Behringer und Heidi Schedlbauer, stehen hier mit Rat und Tat bereit. Die Umsetzung erfordere Aus- und Weiterbildungen für die Betreuungsteams, so die Kneipp- und Gesundheitstrainerin. Sie erklärte den Eltern, dass Kneipp wesentlich mehr bedeute als kaltes Wasser. Basierend auf den fünf Säulen Lebensordnung, Bewegung, Ernährung, Wasser und Heilpflanzen könne Kneipp sehr gut in den Kindergartenalltag eingebaut werden. Dabei würden die Kinder langsam an die Anwendungen gewöhnt. „Wir wollen gesunde Kinder, die lernen, eigenverantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen“, so Pritzl. Sie lud die Eltern ein, sich im Projekt einzubringen, und wies auf die Vortragsreihe mittwochs im Sinocur hin.

Petra Freimuth, Leiterin der Glückskinder, war begeistert von der Kneipp-Schulung. „Wir freuen uns, das alles in die Praxis umzusetzen. Montessori und Kneipp passen wunderbar zusammen“, betonte sie. Alle Mitarbeiter würden die Kneipp-Schulung durchlaufen. Durch eine Spende der Bad Kötztinger Bärwurzquelle sei man in der Lage, jedem Kind sein eigenes Kneipp-Equipment (Waschlappen, Igelball, Massagebürste) zur Verfügung zu stellen. Nächste Woche soll mit den Anwendungen gestartet werden. Unterstützt werden sie auch durch die zertifizierte Seniorenresidenz St. Benediktus. Ergotherapeutin Nina Hettenbach ist sich sicher, dass die Kinder gemeinsam mit den Senioren Spaß bei der Umsetzung des Kneipp-Gedankens haben. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein gesundes Buffet, bei dem sich Eltern, Betreuer und Kneippianer zum Thema austauschten. (kid)

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