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Demonstration

Kochtopf-Konzert für die Agrar-Wende

Naturschützer aus dem Landkreis Cham setzten sich in Berlin mit vielen anderen für eine nachhaltige Landwirtschaft ein.

Zahlreiche Organisationen, darunter Umweltverbände, Verbraucherschutzorganisationen, kirchliche Gruppierungen, wie Brot für die Welt und Misereor und auch bäuerliche Vereinigungen fand sich in Berlin zu einer Demonstration für die Agrarwende zusammen, Darunter waren auch viele Teilnehmer aus dem ostbayerischen Raum und dem Landkreis Cham. Foto: Markus Schmidberger
Zahlreiche Organisationen, darunter Umweltverbände, Verbraucherschutzorganisationen, kirchliche Gruppierungen, wie Brot für die Welt und Misereor und auch bäuerliche Vereinigungen fand sich in Berlin zu einer Demonstration für die Agrarwende zusammen, Darunter waren auch viele Teilnehmer aus dem ostbayerischen Raum und dem Landkreis Cham. Foto: Markus Schmidberger

Cham. Mitglieder von BN, Kreisgruppe Cham, LBV und der Bürgerinitiative Bayerischer Wald (BI) machten sich mit weiteren Mitstreitern und Landwirten aus der Oberpfalz auf den langen Weg nach Berlin, um ihr Anliegen für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft sowie für den Erhalt der Artenvielfalt lautstark kund zu tun.

Zahlreiche Organisationen, darunter Umweltverbände, Verbraucherschutzorganisationen, kirchliche Gruppierungen, wie Brot für die Welt und Misereor und auch bäuerliche Vereinigungen fanden sich zu einem Trägerkreis zusammen, um gemeinsam in Berlin auf Missstände im Agrarsektor hinzuweisen und für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik zu werben.

35 000 Teilnehmer, so die Angaben der Veranstalter, folgten dem Aufruf. Die Demonstration fand am 19. Januar zum neunten Mal statt und noch nie kamen so viele Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Bundesrepublik in der Bundeshauptstadt zusammen. Die Demonstration wurde angeführt von 171 Traktoren und Schleppern, die ebenfalls die weite Anreise nicht scheuten und zum Teil mehrere Tage für die weite Fahrt in Kauf nahmen.

Das Demonstrationsbündnis aus 100 Organisationen forderte die Bundesregierung auf, den überfälligen Umbau der Landwirtschaft anzupacken. Bei der aktuellen Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) entscheidet die Bundesregierung maßgeblich mit, welche Landwirtschaft künftig durch Steuergelder finanziert wird.

Laut Referenten werden in Deutschland jedes Jahr 6,3 Milliarden Euro an EU-Agrargeldern ausgeschüttet, mehr als drei Viertel davon als pauschale Subventionen je Hektar Fläche.

Auf die Kochtöpfe geschlagen

„Mit den über sechs Milliarden Euro, die Deutschland jedes Jahr an EU-Agrargeldern verteilt, muss der umwelt- und tiergerechte Umbau der Landwirtschaft gefördert werden", so Saskia Richartz, Sprecherin des Bündnisses. „Doch Agrarministerin Klöckner klammert sich an die pauschalen Flächensubventionen wie ihre Vorgänger ans Ackergift Glyphosat. Der Agrarindustrie immer weiter Milliarden in den Rachen zu stopfen ist agrar- und klimapolitischer Irrsinn. Wir fordern: Umverteilen jetzt!"

„Weitere verschenkte Jahre in der Agrarpolitik? Das können wir uns nicht leisten“, so Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, bei der Auftaktkundgebung vor dem Brandenburger Tor. Beim Demonstrationszug zum Agrarministergipfel schlugen die Chamer zusammen mit den anderen Demonstranten fleißig Alarm für die Agrarwende. Mit ihrem Kochtopf-Konzert fordern sie konsequenten Klima- und Naturschutz, mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, artgerechte Tierhaltung, ein Ende der Dumping-Exporte, gerechten Welthandel und gesundes Essen für alle.

Auf der Heimreise wurde im Bus das Erlebte noch ausführlich besprochen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sich die anstrengende Fahrt gelohnt habe. Mit mehr Motivation wird man sich weiterhin einsetzen, damit diese Bewegung und auch der politische Druck auf die Verantwortlichen in der Regierung und in der Gesellschaft wachse.

Motivation hat zugenommen

Hingewiesen wurde auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das vom 31 Januar bis 13. Februar. 2019 den Menschen in Bayern die Möglichkeit gibt, sich aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen, indem sie sich in die Unterschriftenliste im jeweiligen Rathaus eintragen. Auf der Heimreise wurde im Bus das Erlebte noch ausführlich besprochen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sich die anstrengende Fahrt gelohnt habe. Mit mehr Motivation wird man sich weiterhin einsetzten, damit diese Bewegung und auch der politische Druck auf die Verantwortlichen in der Regierung und in der Gesellschaft wachse.

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