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Verein

Kötztings Festspieler verjüngen Vorstand

Josef Kolbeck trat nach zehn Jahren nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender an. Johannes Kerscher folgt ihm nach.
Von Rainer N. Heinrich

Nach über 15 Jahren kommt dieses Jahr wieder der Weiberstreik auf die Bühne auf dem Ludwigsberg – Wie der im Jahr 2018 aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Foto: kni
Nach über 15 Jahren kommt dieses Jahr wieder der Weiberstreik auf die Bühne auf dem Ludwigsberg – Wie der im Jahr 2018 aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Foto: kni

Bad Kötzting.Die Festspielgemeinschaft erlebte in ihrer Hauptversammlung am Samstag im Lindner-Saal einen bewegenden Moment. Nach 25-jähriger Mitarbeit im Vereinsvorstand, zehn davon als zweiter Vorsitzender, legte Josef Kolbeck sein Amt in jüngere Hände. Johannes Kerscher rückte an seine Stelle. Gesundheitsgründe und die Überzeugung, dass die nachfolgende Generation sehr wohl in der Lage sei, die FSG in eine gute Zukunft zu führen, hätten ihn zu diesem Schritt bewegt. Sein Dank galt allen, die „ob im Sommer oder im Winter mitgezogen sind auf den Ludwigsberg“, besonders aber seiner Familie, die immer bereit war zu helfen.

Aber der Ludwigsberg werde ihn auch jetzt nicht loslassen, sondern er werde helfen, wann immer und wo immer er könne, denn „mein Herzblut fließt noch immer für die FSG“. Bei der Vereinsgründung sei der Name Gemeinschaft mit Bedacht ausgewählt worden, appellierte er an „Jung und Alt, ob vor, auf oder hinter der Bühne, ob Hauptdarsteller oder kleine Rolle: Lebt diese Gemeinschaft, denn nur gemeinsam können wir einen Erfolg erzielen!“

Gewählt

  • 1. Vorsitzende

    Beate Bauer

  • 2. Vorsitzender

    Johannes Kerscher

  • Kassier

    Kurt Kühlmeyer

  • Schriftführerin

    Katharina Kühlmeyer

  • Spielersprecherin

    Christine Dirscherl

  • Jugendsprecherin

    Tamara Eggersdorfer

  • Beisitzer

    Gewählt wurden hier Patrick Eggersdorfer, Markus Kilger, Anita Schmid, Günther Schamberger

  • Kassenprüfer

    Philipp Meimer und Claudia Haimerl prüfen die Kasse (kni)

Gute Saison trotz Regen

Die neue Vorstandschaft Foto: kni
Die neue Vorstandschaft Foto: kni

Die Vorsitzende Beate Bauer eröffnete die Versammlung. Vor ihrem Jahresrückblick rief sie in einer Gedenkminute die verstorbenen Mitglieder, insbesondere Maria Thums und Karl Amberger in Erinnerung. Der Verein sei mit einem gelungenen Weiberfasching gut in das Jahr gestartet: „Im voll besetzten Lindner-Saal wurde gefetzt und getanzt.“ Mit einer großen Abordnung beteiligte sich der Verein am Bierzelteinzug. Das Pfingst-Spiel stieß auf großes Zuschauerinteresse. Auch wenn der „Sommernachtstraum“ verregnet war, sei er dennoch schön gewesen. Zufrieden zeigte sich die Vorsitzende mit dem Besuch des Dankgottesdienstes auf dem Ludwigsberg. Die „Gagen-Auszahlunge habe wieder im Liebl-Stadl in Arndorf statt gefunden, wo traditionell die gute „Elsl Schwammabräj“ gereicht wurde. Beim Winterzauber auf dem Ludwigsberg am ersten Adventssamstag bewähre sich der Einsatz des Shuttle-Busses immer mehr, denn er trage spürbar zur Entzerrung des Besucherstromes bei.

Ihr Dank galt schließlich allen, besonders aber der Stadt, die den Verein bei seiner Arbeit unterstützten und mithalfen, die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. „Wir haben dieses vielschichtige Stück erfolgreich auf die Bühne gebracht und unser Publikum damit begeistert“, blickte die Spielersprecherin Chistine Dirscherl auf drei Jahre „Sommernachtstraum“ zurück. Sie freute sich über die Flexibilität in der Truppe und auch um den Nachwuchs müsse dem Verein nicht bange sein. „Lasst uns die neue Aufgabe ,Weiberstreik 2018‘“ gemeinsam mit viel Freude anpacken und den Ludwigsberg rocken“, bat sie um Beteiligung bei den Arbeitseinsätzen und um Zusammenhalt.

Premiere auf dem Ludwigsberg

Emotional dankte Beate Bauer ihrem Vize Josef Kolbeck. Foto: kni
Emotional dankte Beate Bauer ihrem Vize Josef Kolbeck. Foto: kni

Jugendsprecherin Tamara Eggersdorfer freute sich über personelle Verstärkung der Gruppe. Die Jungen wirkten nicht nur als Elfenschar beim Theater mit, sondern packten auch bei den Aufbau- und Aufräumarbeiten sowie beim Winterzauber tatkräftig an. Der „Jugendausflug“ hatte den Hochseilgarten und das Xperium in St. Englmar als Ziel. Wegen eines stattlichen Loches in der „Kriegskasse“ sprach Kurt Kühlmeier von einem – aus der Sicht eines Kassiers – nicht zufriedenstellendem Jahr. Dennoch gab es Positives zu berichten. So sei die „Late Night Show“ der Spielbank eine schöne und für den Verein erfolgreiche Veranstaltung gewesen.

600 Euro für Sternstunden

Auch der Winterzauber sei ein schöner Erfolg. Besonders freute er sich, dass an die Aktion „Sternstunden“ über 600 Euro weiterleitet werden konnten. Die Kinderkrebshilfe profitierte durch die Teilnahme am Guten Zweck-Lauf der Sparkasse. Aber auch der Verein wurde mit Spenden unterstützt. So wurde auch der während des Dank-Gottesdienstes eingeweiht Gedenkstein zu Ehren der verstorbenen Mitglieder gesponsert.

„Die Festpielgemeinschaft steht trotz des vorjähringen Verlustes hervorragend da“, stellte Bürgermeister Markus Hofmann in seinem Grußwort fest. Die FSG sei Ausdruck einer Ganzjahresleistung, denn sie bringe sich nicht nur mit dem Spiel auf dem Ludwigsberg in das städtische und gesellschaftliche Leben ein. Die Stadt habe mit dem Anschluss an Wasserleitung und Kanl einiges zur Infrastrukturverbesserung auf dem Festspielgelände geleistet und sie wolle diese, besonders im Hinblick auf den Notfallplan, durch gezielten Wegeausbau weiter verbessern. Der Bürgermeister schloss mit der Hoffnung, auch beim Weiberstreik einmal mitwirken zu können. Mit dem Dank für die geleistete Arbeit an die ausscheidenen Vorstandsmitglieder Josef Kolbeck, Lisa Bauer und Kai Aumeier und dem Hinweis, dass die monatlichen Stammtische im „Hex’nhäusl“ stattfinden, endete die Versammlung. (kni)

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