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Kötztings Freie Wähler starten Wahlkampf

Der Bürgermeister erklärt, was geschafft wurde, was geplant ist, und warum der Ortsteil Liebenstein einen Stadtrat braucht.
Von Stefan Weber

Robert Riedl, Ortsvorsitzender der Freien Wähler, eröffnete die Versammlung.  Foto: S. Weber
Robert Riedl, Ortsvorsitzender der Freien Wähler, eröffnete die Versammlung. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Die Dorfschenke im Bad Kötztinger Ortsteil Liebenstein haben die Freien Wähler bewusst für ihren Auftakt zum Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 gewählt, wie deren Ortsvorsitzender Robert Riedl den Zuhörern beim Frühschoppen am Sonntagvormittag erklärte. Mit „ihrem“ Kandidaten Jürgen Heigl hätten die Liebensteiner und Ramsrieder die Möglichkeit, erstmals einen Bewohner aus dem Dorf in den Stadtrat zu bekommen. Der bat im Laufe der Versammlung auch um die Unterstützung der Liebensteiner.

Wolfgang Pilz, Julian Preidl, Markus Hofmann und Robert Riedl (v.l.) bei der Auftakt-Veranstaltungzum Kommunalwahlkampf 2020.
Wolfgang Pilz, Julian Preidl, Markus Hofmann und Robert Riedl (v.l.) bei der Auftakt-Veranstaltungzum Kommunalwahlkampf 2020.

Zum Auftakt der weiteren noch sieben Wahlveranstaltungen, die in den kommenden gut 60 Tagen bis zur Kommunalwahl am 15. März folgen sollen, nahm sich Riedl das Wahlprogramm aus dem Jahr 2014 zur Hand und zählte auf, was alles von den Wahlversprechen erreicht worden sei. Es sei darum gegangen, „Zukunft gemeinsam zu gestalten“, „Transparenz zu zeigen“, „Finanzen zu ordnen“, „die Stadt zu entwickeln“, „Gewerbegebiete auszuweisen“, „Straßen zu sanieren“, „Vereinsarbeit zu würdigen“ und einiges mehr: „Das haben wir alles erreicht“, erklärte nicht nur Riedl, sondern im Anschluss auch Bürgermeister Markus Hofmann.

Gespart und investiert

Mit Ziegelgasse, Landshuterstraße und Westsiedlung seien große und auch viele kleinere Straßenbauprojekte angepackt, der Regen-Entlastungs-Kanal gebaut und der Sportplatz neu gebaut wrden worden – alles Millionen-Projekte. Im Gebiet des Brauchtums sei das Volksfest attraktiver gestaltet und Gewerbegebiete ausgewiesen worden. Der Bedarfsplan für die Feuerwehren beinhalte weitere Millionen-Investitionen für die neun Stadtfeuerwehren – und dennoch sei der Schuldenstand von knapp 26 Millionen Euro auf etwas unter 13 Millionen reduziert worden. „Vor allem, weil wir im Stadtrat und mit der Verwaltung im Rathaus es endlich gewagt haben, Stabilisierungshilfe zu beantragen und konsequent gespart haben“, betonte der Bürgermeister.

Wir haben die Stadt wie eine Firma geführt, in der Mitarbeiter und Bürger entscheiden, was werden soll.“

Markus Hofmann, Bürgermeister Bad Kötzting

Unter dem 2014 ausgegebenen Motto „Gemeinsam besser“ wollten er und seine Stadtratskollegen auch in den kommenden sechs Jahren weitermachen. Die Stadt sei für ihn „wie eine Firma“, bei der „gemeinsam mit den Mitarbeitern in der Verwaltung und den Bürgern transparent und gemeinsam“ entschieden werde, wohin sich Bad Kötzting entwickeln solle. Dabei bestehe der „rote Faden“ mit dem vor zehn Jahren aufgesetzten Stadtentwicklungs-Konzept bereits, „wir müssen das Rad nicht jeden Tag neu erfinden“, sagte Markus Hofmann.

So soll es weitergehen

Als Ausblick versicherte er, dass die Straßen weiter saniert würden und gab als größtes Projekt für die kommenden zehn Jahre den Abbau von Barrieren in der Innenstadt vor. Weil das sehr wichtig, aber auch sehr teuer werden werde, „gehe nicht alles auf einmal“ – aber einer der wichtigsten Punkte hierfür, der Neubau des Parkhauses, solle noch dieses Jahr in Angriff genommen werden. Auch der Schuldenabbau werde die Stadt weiter beschäftigen, und der Hochwasserschutz im Gewerbegebiet Pfingstreiterstraße werde die Stadt noch einiges an Zeit und Geld kosten.

Zum Schluss der Versammlung stellte sich auch Julian Preidl, Stadtrats- und Landratskandidat der Freien Wähler vor. Er forderte schnellen Ausbau des Internets, einen modernen Nahverkehr, Auftrieb für die Jugend und einen Landrat, der Vollzeit auch nur für die Landkreisbürger da sei.

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