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Bauausschuss

Kötztings Krippenjahr kann kommen

Die Mitglieder des Stadtrates besuchten die neuen Räume der Arche und hatten über 20 Bauanträge auf dem Tisch.
Von Stefan Weber

Für rund 75 000 Euro hat die Stadt Räume für zwei neue Gruppen in der Kinderkrippe Arche Noah hergerichtet, bis kommendes Jahr die Erweiterung auf dem Dach kommen soll.  Foto: S. Weber
Für rund 75 000 Euro hat die Stadt Räume für zwei neue Gruppen in der Kinderkrippe Arche Noah hergerichtet, bis kommendes Jahr die Erweiterung auf dem Dach kommen soll. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Bevor es in eine umfangreiche Bauausschuss-Sitzung ging, trafen sich dessen Mitglieder am Mittwochnachmittag erst noch auf dem Gelände des Begegnungszentrums Alte Kaserne. Hier besichtigten sie zuerst einmal die neuen Räume für die Kinderkrippe Arche Noah. Die Stadt hatte hier investiert, weil zum Beginn des neuen Betreuungsjahres ab September die bestehenden Kapazitäten bei weitem nicht mehr ausgereicht hätten. Zwei Einheiten mit Spielraum, kleinem Bad und Schlafraum wurden für 40 000 Euro beziehungsweise für 35000 Euro so überarbeitet, dass sie den Ansprüchen von je zwölf Kinder pro Gruppe genügen.

Dass die Arbeiten vor dem Beginn des Betreuungsjahres überhaupt noch fertig geworden sind, dafür zollte Bürgermeister Markus Hofmann vor allem Arnold Schmuderer Dank, der fast alle Arbeiten mit seiner Firma alleine habe erledigen können. Ab September verfüge die Krippe damit über 63 Betreuungsplätze bei 85 Anmeldungen, wie Iris Auzinger vom Team der Arche Noah berichtete. Doch wenigstens die aus dem Stadtgebiet stammenden Kinder könnten nun untergebracht werden.

Aufbau nicht vor 2020

Je nach Förderlage könne wohl im kommenden Jahr mit der geplanten Erweiterung der Einrichtung durch einen Aufbau auf dem Dach beginnen, erklärte Bürgermeister Markus Hofmann. „Es liegen aber viele Anträge derzeit bei der Regierung“, warf er gleich ein, weshalb das auch noch etwas dauern könnte. Mit mehr Kindern werde nun aber auch der bestehende Spielplatz zu klein, weshalb der Stadtrat über eine rund 500 Quadratmeter große Erweiterung auf der gegenüberliegenden Gründfläche nachdenken muss. Außerdem soll ein kleines Waldstück auf dem Gelände als Waldspielfläche umzäunt werden.

Für rund 45 000 Euro könnte die Stadt ein E-Fahrzeug für den Bauhof anschaffen. Ob sie das tut, steht noch nicht fest.  Foto: S. Weber
Für rund 45 000 Euro könnte die Stadt ein E-Fahrzeug für den Bauhof anschaffen. Ob sie das tut, steht noch nicht fest. Foto: S. Weber

Bei einem weiteren Ortstermin stellte Hans Fischer, Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, ein Elektrofahrzeug der Firma Beutlhauser mit kippbarer Ladefläche und einer Zuladung von rund einer Tonne vor. Drei Wochen lang hatte das 45 000 Euro teure Geräte der Bauhof nun im Einsatz. Mit einer Akkuladung von 9 KW sei es möglich gewesen, zwei Tage lang etwa 70Kilometer weit zu fahren. Im Winter werde die Kabine mit Diesel beheizt, um Strom zu sparen. Bei der Anschaffung gewähre der Freistaat eine Förderung, die den Kostenunterschied zu einem vergleichbaren Fahrzeug mit Diesel-Antrieb weitgehend ausgleichen würde. Die Stadt denkt nun darüber nach, eines zu kaufen.

Im Rathaus angekommen, ging es dann in die lange Liste der Bauanträge (genehmigte siehe Info).

Während viele die Zustimmung der Stadträte fanden, gab es bei einigen doch Klärungsbedarf. So etwa bei der Nutzungsänderung eines Stall- und Scheunengebäudes in Arndorf – die fand zwar auch die Zustimmung der Mehrheit der Räte, nur nicht die von FW-Fraktionssprecher Robert Riedl. Das lag daran, dass der Bau bereits steht, „und das kann ja nicht sein“, sagte er.

Garagen statt Parkplätzen?

Auf dem Grundstück an der Hauserstraße, auf dem vor kurzem noch eine Lagerhalle für einen Malerbetrieb geplant worden war, sollen nun Fertiggaragen zur Vermietung errichtet werden. Den Vorbescheid lehnte der Bauausschuss ab, weil Parkplätze hier bereits genehmigt, für die Garagen aber eine Nutzungsänderung erst noch umgesetzt werden müsste. Ebenfalls ein Problem hatten die Stadträte mit dem Vorbescheid eines Anwohners an der Westumgehung. Er wollte wissen, ob das Grundstück, das gegenüber der ehemaligen Firma Stahlbau Aschenbrenner an der Staatsstraße liegt, bebaut werden könne. „Wir wissen aber nicht womit“, erklärte Stadtbauamtsleiter Christian Kopf. Damit hatten die Stadträte ein Problem, da für ein Gewerbe (und hier müsste das Sortiment erst noch geklärt werden) auch eine Abbiegespur gebaut werden müsste. Bis zur Klärung, ob eine Wohn- oder eine Gewerbenutzung vorgesehen ist, wurde der Vorbescheid negativ beschieden.

In Matzelsdorf schließlich forderte der Bauausschuss einen Bauherren, der eine Hackschnitzelheizung auf seinem Grundstück errichten will, die größer ist als das bestehende Wohngebäude, zur Abstimmung mit dem Landratsamt auf – denn das sei im Außenbereich eigentlich nicht zulässig. Außerdem wird der Kötztinger Ortsteil Hafenberg an die Fernwasserversorgung angeschlossen, was die Stadt rund 36000 Euro kostet.

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