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Kommune

Kötztings Schritt zur Sicherheitswacht

Bad Kötzting sucht Wege im Kampf gegen Vandalismus und Ruhestörung. Nun stellt der Polizeichef dem Stadtrat sein Konzept vor.

Der Freistaat Bayern trägt die Kosten für die Sicherheitswacht. Foto: Stefan Puchner/dpa
Der Freistaat Bayern trägt die Kosten für die Sicherheitswacht. Foto: Stefan Puchner/dpa

Bad Kötzting.Ob Vandalismus, nächtliche Ruhestörung, Angriffe auf Frauen oder Kinder – in immer mehr Gemeinden ertönt der Ruf nach einer Sicherheitswacht. Im Landkreis Cham wird das Thema in Roding, Furth im Wald und Bad Kötzting diskutiert. Der Kötztinger Stadtrat bat im Zuge der Entscheidungsfindung am Dienstagabend Polizeichef Stephan Gürster zum Referat über die Thematik.

Gürster präsentierte dem Gremium in Wort und Video die Sicherheitswacht als „sichtbares und ansprechbares Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei“. Die Ehrenamtlichen auf Streife seien „zusätzliche Augen und Ohren der Polizei“ im Dienste der öffentlichen Sicherheit und stets in Kontakt mit der Dienststelle.

Ehrenamt

Das Auge und Ohr der Chamer Polizei

Seit 20 Jahren geht Andreas Bucher Streife für die Sicherheitswacht: „Man darf nicht nur schimpfen, man muss was tun!“

Polizeichef ist Chef der Sicherheitswacht

Bad Kötztings Polizeichef Stephan Gürster erklärte dem Stadtrat sein Konzept. Foto: Roman Hiendlmaier
Bad Kötztings Polizeichef Stephan Gürster erklärte dem Stadtrat sein Konzept. Foto: Roman Hiendlmaier

Gürster sah die Streifegeher daher auch als Ergänzung und nicht als Ersatz für seine Kollegen an. Sie übernehmen weder originäre Aufgaben der Polizei noch hätten sie deren Befugnisse. Der Polizeichef sei Chef der Sicherheitswacht und teile diese örtlich und zeitlich so ein, wie er es für sinnvoll halte.

Ermittlung

Polizei schnappt die Kurpark-Vandalen

Vier Männer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren haben Anfang Januar einen Schaden von 10000 Euro in Bad Kötzting verursacht.

Die Zuteilung von Personal für die Polizei sei unabhängig von der Existenz einer Sicherheitswacht. Eine von Stadtrat Wolfgang Kerscher geäußerte Sorge sei daher unbegründet. Beim Thema Kosten seien Kommunen wie Polizei fein raus: Die acht Euro pro Stunde für die Mitglieder der Sicherheitswacht wie auch sämtliche weiteren Kosten für die Einrichtung werden vom Freistaat übernommen.

20 Jahre Sicherheitswacht in Cham

Bereits seit 1999 hat Cham eine Sicherheitswacht. Zum 20-jährigen Jubiläum zeigte sich Gürster Chamer Kollegen Alfons Windmaißer und Stefan Fischer sowie Bürgermeisterin Karin Bucher mit der Bilanz sehr zufrieden. Die zwei Damen und sechs Herren, die meist in Zweier-Teams auf Streife sind, überwachen neuralgische Punkte in Cham zu unbestimmten Zeiten „und tragen somit zu einem Stück Sicherheit mit bei“, so der Chamer PI-Chef.

Planung

„Große Lösung“ bei der Sicherheitswacht

Schon 2018 gab es Überlegungen, Ehrenamtliche in die Pflicht zu nehmen. Weil weitere Städte nachziehen wollen, wartet Furth.

Sechs sei auch die Mindestzahl, die der Polizeichef für Kötzting für sinnvoll hielt. Ob sich hier auch so viele geeignete Personen zur Verfügung stellen würden, sei zum aktuellen Zeitpunkt aber reine Spekulation. (rh)

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