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Buch

Komponist, in Roding geboren

Helmut Prommersberger beschäftigt sich mit Frater Marianus Königsperger. Auf 200 Seiten legt er dessen Leben und Werk offen.
Jakob Moro

Roding.Helmut Prommersberger stellte sein Buch über „Frater Marianus Königsperger“ vor. Dazu hieß der Autor neben Bürgermeister Franz Reichold, Regionaldekan Holger Kruschina, Dekanatskirchenmusiker Johann Häusler sowie die Leiter von Musikverein, Gesangverein, Kirchenchor und Kulturverein willkommen. Stillvoll wurde die Veranstaltung musikalisch mitgestaltet vom Ensemble des Rodinger Musikvereins (mit Konzertmeister Oliver Hien), das die Sinfonia Pastorella in C-Dur von Marianus Königspeger op. 16 aus dem Jahre 1751 in drei Sätzen zu besten gab.

Bürgermeister Reichold, der mit Helmut Prommersberger die Schulbank gedrückt hatte, sagte unter anderem: „Geschichte hört nie auf. Ein spannendes Buch. Dieses Buch ist nicht nur eine interessante Information, sondern gleichzeitig auch ein Basiswissen für die Geschichte der Stadt Roding. Vielen Dank, Helmut, du bist ein wertvoller Bürger der Stadt Roding.“ Pfarrer Holger Kruschina ordnete als exzellenter Kenner der Musik in seinem Grußwort Frater Marianus Königsperger wie folgt ein: „Während Königspergers Zeitgenosse Bach zu Lebzeiten nur wenigen bekannt war, war Königsperger zu Lebzeiten überaus prägend, sogar über den süddeutschen Raum hinaus. Während Händel schon zwischen geistlicher und weltlicher Musik geschickt wechselte, sah sich Königsperger noch ganz dem Gotteslob und der Verkündigung verpflichtet. Seine Bühnenwerke sind barocke Mysterienspiele und dienen gleichzeitig schon der Aufklärung.“

Wissenschaftlich ausgebildet

Johann Erhard Königsperger, geboren am 4. Dezember 1708 in Roding, trat als Chorknabe in die Benediktinerabtei Prüfening ein, genoss eine fundierte wissenschaftliche und musikpraktische Ausbildung und legte am 25. März 1734 sein Ordensgelübde ab. Er erhielt damit den Klosternamen Marianus. Er wurde Organist und Chorleiter der Abtei, komponierte viele Messen, Requien, Bühnen- und andere Vokalwerke sowie Instrumentalmusik, vor allem Orgel- und Orchesterstücke. Einen Großteil der Einnahmen durch das Drucken seiner Werke beim Verlag Lotter in Augsburg stellte er für den Bau einer neuen Chororgel, der Hauptorgel und der Bücherei des Klosters zur Verfügung. Am 9. Oktober 1769 starb er im Kloster Prüfening. Seine Kompositionen verbreiteten sich im ganzen süddeutsch-österreichischen Raum. Neben Orgelmusik und liturgisch geprägter Kirchenmusik schrieb Königsperger, der sich selbst als „einen Komponisten von mittlerem Schrot und Korn“ bezeichnete, auch Theater- und Tafelmusiken, die aber leider verschollen sind.

Als er am 9. Oktober 1769 im Kloster Prüfening starb, galt er als einer der wichtigen süddeutschen Klosterkomponisten. Seine Werke hatten eine enorme Verbreitung erlangt. Königspergers Orgelmusik weist typische barocke Elemente auf, wenn sich auch in manchen kleineren Stücken galante und empfindsame Züge zeigen. Sehr oft komponiert er aber das klassische Gegensatzpaar aus freier und kontrapunktischer Form – Praeambulum bzw. Präludium und Fuge.

Zugleich ein Blick auf Bach

Seine Fugentechnik ist zwar eher plakativ und sicherlich bei weitem nicht so ausgefeilt wie die eines Johann Sebastian Bach, dennoch ist eine Gegenüberstellung mit Werken dieses wohl bedeutendsten Orgelmeisters aller Zeiten aufschlussreich, sagte Regionalkantor Wolfgang Kraus bei einem der Festkonzerte, unter anderem beim Jubiläumskonzert am Heilbrünnl, die er dieses Jahr aus Anlass des 250. Todestages des berühmten Komponisten Marianus Königsberger gab. Frater Marianus Königsperger ruht in der Mönchsgruft des ehemaligen Klosters Prüfening in Regensburg. (rjm).

Rund ums Buch

  • Heftung:

    Bei der Buchbindung wurde die aufwendigste, langlebende Fadenheftung verwendet.

  • Der Buchverkauf wird in der kommenden Woche starten. Der erste Verkaufstag und Signierstunde wird über die Presse bekanntgegeben.

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