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Kultur

Kontrastprogramm: Milbach und TonArt

Die bayerisch-afroamerikaischen Interpretationen der beiden Chöre im Blaibacher Konzerthaus kamen beim Publikum gut an.

Der Männerchor Milbach unter der Leitung von Hans Graßl (links) sang unter anderem das „Blaibach-Lied“. Foto: khu
Der Männerchor Milbach unter der Leitung von Hans Graßl (links) sang unter anderem das „Blaibach-Lied“. Foto: khu

Blaibach.Der erste gemeinsame Auftritt von TonArt und Milbach am Sonntagabend war ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Vollbesetzt war das Blaibacher Konzerthaus beim Chor-Konzert, zu dem der gemischte Chor TonArt, gegründet 1871 als Liederkranz Viechtach“ aus Viechtach und der Männerchor Milbach aus Blaibach und Miltach geladen hatte.

Auch wenn die Geschichte von TonArt bis ins Jahr 1871 zurückreicht - bis 2016 trug die Formation noch den Namen „Liederkranz Viechtach“ - und Milbach erst zweieinhalb Jahre jung ist, so harmonierten alle Sängerinnen und Sänger bei ihrem Programm hervorragend.

Gospel und bayerische Lieder

Vizebürgermeister Josef Speckner begrüßte neben BGR Pfarrer Augustin Sperl die vielen Zuhörer sowie die Sängerinnen und Sänger beider Chöre und zeigte sich erfreut, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt waren. Der Männerchor Milbach, unter der Leitung von Hans Graßl, eröffnete ausdrucksstark mit dem Lied „Grüß Gott mit hellem Klang“. Die Chorleiterin von TonArt, Michaela Lynes, führte durch das Programm mit emotionalen Gedanken zu den Liedern. Während TonArt überwiegend englische Lieder im Repertoire hatte, beispielsweise den sehr bekannten Gospels „Nobody knows the trouble I’ve seen“ oder „This little light of mine“, stützte sich Milbach unter anderem auf traditionelles bayerisches Liedgut. Bekannte Stücke wie „Ich möchte dein Wort für heute verstehen“ oder „Bleib bei uns Herr“ stimmten die Zuhörer nachdenklich. Eines hatten sie aber alle gemeinsam, die dargebrachten Stücke erzählten vom Glauben und der Sehnsucht nach Gott und dem Frieden. Michaela Lynes motivierte die Zuhörer, sich von den Gospelsongs mitreißen zu lassen. Zugleich freute sie sich auf das Kontrastprogramm von Milbach, dessen Männerstimmen „in die Seele gehen“, so Lynes. Im Wechsel boten die Chöre ihr Können dar und ernteten nach jedem Stück kräftigen Applaus. Auch mehrere Solo-Passagen erfreuten die Zuhörer. Die tiefgründigen Heimatlieder des Männerchors erzählten von der Liebe zur Heimat und von tiefem Glauben. Auch die Gospels thematisieren die Liebe zu Jesus. Mit einer Hommage an den Heimatort Blaibach verabschiedete sich der Chor Milbach. Sie sangen das „Blaibach-Lied“ vom ehemaligen Pfarrer Ferdinand Köstler, bei dem viele Blaibacher im Publikum mitsangen. Mit einem besonders kräftigem Applaus bedankte sich das Publikum bei den beiden Chören und forderte natürlich eine Zugabe. Nachdem TonArt diesen Wunsch erfüllt hatte, ergriff die Vorsitzende des Vereins TonArt e.V., Elisabeth Grotz, das Wort. Sie dankte dem Publikum sowie der Gemeinde Blaibach, darunter vor allem der Tourist-Info, für die Unterstützung bei der Planung dieses ersten gemeinsamen Konzerts.

Blumenkranz für Hans Graßl

Weiter überreichte sie an den Chorleiter von Milbach, Hans Graßl – der zugleich auch bei TonArt mitsingt – einen Blumenkranz zum Dank für die Vermittlung, ohne die dieses Konzert nicht möglich gewesen wäre. Zwei weitere Kränze händigte die Vorsitzende an Michaela Lynes und dem Pianisten von TonArt, Markus Ladenbauer, aus. Dieser hatte in spielerischer Perfektion und mit vollem Körpereinsatz den Chor begleitet. Eine kleine Überraschung gab es zusätzlich für die Chorleiterin. Esther Graßl (Klavier) und Daniel Bauer (Gitarre) weckten bei vielen im Saal große Emotionen, als sie gemeinsam für Michaela Lynes das Lied „Das wünsch ich dir“ sangen, denn nach dem nächsten Konzert am 27. Juli in Viechtach wird die Chorleiterin TonArt verlassen.

Josef Speckner dankte im Anschluss allen Beteiligten für das mitreißende Konzert und hoffte bereits jetzt auf einen nächsten Termin im kommenden Jahr. Hier wünschte er sich besonders, dass Michaela Lynes wieder mit dabei ist. Nachdem Pfarrer Sperl den Segen erteilt hatte, schloss das Konzert mit dem Lied „Lobe den Herren“, in das neben beiden Chören auch das Publikum einstimmte. (khu)

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