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Kothmaißlinger feierten Bittamt – mit Abstand

Die Tage zwischen dem 6. Ostersonntag und dem Fest Christi Himmelfahrt sind seit alters her sogenannte Bitttage.

Statt des üblichen Bittgangs wurde in Kothmaißling ein Bittamt im Freien vor der Kapelle gefeiert.  Foto: cmt
Statt des üblichen Bittgangs wurde in Kothmaißling ein Bittamt im Freien vor der Kapelle gefeiert. Foto: cmt

Cham.In diesen Tagen sind die Menschen unterwegs auf Bittgängen und ziehen in Prozessionen über die Felder und durch die Dörfer. Wegen der derzeitigen Einschränkungen zur Bekämpfung der Corana-Epidemie ist eine Prozession nicht möglich, und so wurde der traditionelle Bittgang in der Ortschaft Kothmaißling auf eine Eucharistiefeier unter freiem Himmel reduziert. Beim Eingang zur Kapelle war ein Altar hergerichtet, und auf dem Vorplatz waren im vorgeschriebenen Abstand Stühle für die Gläubigen aufgestellt. „Bittgänge kommen in allen Religionen vor. Dabei ging es vor allem um die Abwendung von Naturkatastrophen, wie Missernten, Gewitter und Hagelschäden oder irgendwelche Seuchen. Dazu wird die Abwendung von Gefahren und Notsituationen erbeten. Im Christentum sind sie aber ein Zeichen, den Glauben an Gott, die Macht des Gebetes und die helfende Fürsprache der Heiligen zu bekunden,“ erläuterte Pater Joseph Kunniparampil zu Beginn des Gottesdienstes. Weiter meinte der Geistliche: „Der Sinn der Bitttage besteht darin, dass sich der Mensch seiner eigenen Schöpfungsverantwortung bewusst wird. Es geht darum, dass wir uns selbst als einen Teil der Schöpfung Gottes sehen und bekennen. Die Bitttage zeigen uns das Eingebundensein des menschlichen Lebens in die Natur.“ Zum Abschluss erbat der Pfarrer Gottes Segen über die Fluren und spendete den Segen. (cmt)

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